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Shopping-Clubs im Vergleich

Im Test: Shopping-Clubs und Communities

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Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mitglieder von Shopping-Clubs können mehr als drei Viertel des ursprünglichen Preises begehrter Markenprodukte sparen. Um an die Restposten zu kommen, müssen die Kunden aber auf die begrenzten Aktionszeiträume der Anbieter achten. Wir haben sechs in Deutschland aktive Shopping-Clubs für Sie getestet. Am besten schnitten brands4friends und limango ab.
 
  1. Platz 2. Platz 3. Platz 4. Platz  
           
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Getestet von ChH

Erster Eindruck lädt zum Shoppen ein

Die Anbieter sind leicht als Shopping-Clubs zu erkennen. Wer mehr wissen möchte, kann jeweils eine Über-Uns-Seite für eine Unternehmenspräsentation auswählen. Erklärungen zu den Funktionen des elektronischen Einkaufwagens gibt es ebenfalls auf allen sechs Seiten. Die Angaben über die rechtlichen Details des Shopping-Club-Betreibers im Impressum sind in allen sechs Fällen vollständig. So sind beispielsweise die Adresse und die Telefonnummer des Unternehmens genannt, das hinter dem Shopping-Club steht.

Guter Service in den Shopping-Clubs

Für Kundenanfragen stehen die Mitarbeiter bei vente-privee nur per Telefon und einem Kontaktformular zur Verfügung. Das Gleiche gilt für brands4friends, Zalando und clubsale. Limango und BuyVIP bieten statt des Kontaktformulars einen Chat mit ihren Service-Kräften an. Letzterer nennt als einziger Anbieter auch eine E-Mail-Adresse für Anfragen. Alle Anbieter haben einen Newsletter, von dem sich Kunden auch relativ problemlos wieder abmelden können. Nur vente-privee und Zalando setzen bei der Kommunikation mit ihren Kunden noch nicht auf Social Media, wie zum Beispiel Facebook.

Entrées der Shopping-Clubs mit guter Optik

Kaum zu beanstanden ist auch der optische Eindruck der jeweiligen Startseite. Die Elemente sind übersichtlich angeordnet; und die verwendeten Farben tragen zur Klarheit für den Benutzer bei. Ebenso kommen die Erklärungen auf den Seiten auf den Punkt. Verbesserungsbedarf gibt es nur bei dem etwas unaufgeräumt wirkenden Auftritt von brands4friends und den sehr kleinen Schriftzügen bei vente-privee.

Technische Mängel der Shopping-Clubs

Bei vente-privee ist die Datenschutzerklärung erst über den Umweg der Seite „Sicherheit” erreichbar. Auf der Internetseite von BuyVIP sucht man sie vergebens. BuyVIP bietet als einziger Anbieter in unserem Vergleichstest außerdem keinen Direktlink auf seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) an und wird dafür ebenfalls mit Punktabzug bestraft. Die Verweise auf Unterseiten funktionieren auf allen getesteten Internetseiten problemlos und sind in der Regel als Links zu erkennen. Nur bei brands4friends sind sie nicht optisch hervorgehoben. Die Ladezeit der jeweiligen Startseite schwankt zwischen 0,09 Sekunden (vente-privee) und 7,26 Sekunden (Zalando). Unterstellt wird dabei jeweils eine Verbindung mit DSL 1.000.

Anmeldung auch ohne Einladung möglich

An den Verkaufaktionen zum Sonderpreis können bei allen sechs Shopping-Clubs jeweils nur registrierte Mitglieder teilnehmen. Um kostenlos in den Kreis der Käufer eintreten zu können, ist es bei keinem der Anbieter zwingend notwendig, von einem anderen Mitglied des Shopping-Clubs vorgeschlagen zu werden. Aber bei brands4friends kommt jeder Anwärter zunächst auf eine Warteliste. Bei clubsale muss der Bewerber seinen Eintritt entweder beim Spiel mit einem einarmigen Banditen oder in einer Verlosung gewinnen.

Einfache Registrierung für Shopping-Clubs

Die Formulare für die Aufnahmewilligen sind jeweils sehr simpel gehalten. Bei brands4friends können Neukunden ihre Kontaktdaten ganz einfach aus seinem Facebook-Account übertragen. Bestätigen müssen sie die Richtigkeit ihrer Angaben daher nicht. Zur Sicherheit muss der Antrag auf die Mitgliedschaft vom Neukunden dagegen bei vente-privee, Zalando und Buyvip freigegeben werden. Dazu klickt der User auf einen Link in einer E-Mail an seine hinterlegte Adresse. Ohne diese Bestätigung könnten Scherzbolde fremde Adressen mit den beinahe täglich versandten E-Mails des Shopping-Club-Betreibers überfluten lassen.

Angebote im Shopping-Club per E-Mail

Dennoch bekommt das Mitglied schon hin und wieder eine E-Mail von seinem Shopping-Club, die er gar nicht haben möchte. Denn es können lediglich bei brands4friends und vente-privee persönliche Interessengebiete definiert werden. Kunden aller Shopping-Clubs erfahren im Vorhinein, welche Markenhersteller bei den anstehenden Sonderverkäufen mitmachen werden. Die Produktbeschreibungen informieren nach Aktionsstart dann aber detailliert über die Verfügbarkeit, sind in allen Fällen ausreichend und stets den richtigen Fotos zugeordnet. Zudem bietet eine Zoom-Funktion die Möglichkeit, die Produktfotos genau unter die Lupe zu nehmen.

Shopping-Clubs unklar bei Preisvorteilen

Etwa genauso wichtig: Die Preisangaben sind in den entscheidenden Punkten klar und deutlich. So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass die Mehrwertsteuer jeweils im Preis inbegriffen ist und, dass zusätzlich Versandkosten entstehen. In welcher Höhe die Gebühren für Porto und Verpackung anfallen, kann der Zalando-Kunde aber leider nicht mühelos aus dem Angebot erkennen. Und bei vente-privee werden sie erst bei Abschluss der Bestellung genannt. Mit Ausnahme von clubsale fehlen bei allen Anbietern deutliche Angaben, wie viel der Kunde gegenüber dem Listenpreis der Ware in Prozent beziehungsweise in Euro spart. Letzteres wird bei BuyVIP zumindest während der Bestellung aufgeführt.

Elektronische Zahlung in Shopping-Clubs

Wie die Kunden ihre Rechnung bezahlen können, erfahren sie bei jedem der sechs Anbieter bereits im Voraus. Kreditkarten sind bei jedem der Shopping-Clubs willkommen. PayPal akzeptieren brands4friends, vente-privee, Zalando und Buyvip. Per Vorkasse kann man bei brands4friends und clubsale bezahlen, per Lastschriftverfahren bei Limango. Giropay akzeptiert nur BuyVIP, Sofortüberweisung und das Zahlen per Nachnahme nur clubsale. Das Trustedshop-Gütesiegel präsentieren nur brands4friends und Zalando ihren Mitgliedern. Auf der Internetseite von vente-privee wird ein EHI-Gütesiegel für Online-Shops angezeigt. Limango wurde vom TÜV Süd geprüft.

Nur ein Shopping-Club ohne Telefonservice

Die Service-Zeiten der Hotlines der sechs Anbieter unterscheiden sich stark. Bei Zalando und Limango sind die Anrufe kostenlos. Brands4friends verlangt dagegen 0,39 €/Minute und belegt damit den letzten Platz in dieser Testkategorie. Am besten erreichbar sind die Betreiber von clubsale. Dort stehen Mitarbeiter montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr zur Verfügung. Am schlechtesten ist der Service bei BuyVIP. Laut Internetseite sollen dort telefonische Anfragen montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr möglich sein. Bei unserem Testanrufen an einem Mittwochnachmittag war allerdings trotz mehrfachen Versuchen niemand zu erreichen. Bei allen anderen Anbietern war das kein Problem und die gestellte Frage konnte jeweils beantwortet werden.

Zwei Shopping-Clubs sind taub für E-Mails

Wer seine Frage per E-Mail stellt, kann bei Zalando und BuyVIP teilweise lange auf eine Antwort warten. In unserem Test lag auch nach drei Tagen keine antwort vor. Bei vente-privee dauerte es etwas länger als 48 Stunden, bis auf eine E-Mail mit der leicht zu beantwortenden Frage nach einem maximalen Bestellwert pro Kunden reagiert wurde. Bei clubsale antwortete man zumindest mit einem Tag Verspätung. Brands4friends und Limango reagierten in weniger als sechs Stunden. Die Antwort auf unsere Testfrage lautete in allen sechs Fällen übrigens Nein. Überall können Mitglieder für sich und Freunde so viel einkaufen, wie sie wollen. Nur Limango verwies explizit darauf, dass lediglich „haushaltstypische Mengen” bestellbar sein, um den Weiterverkauf zu begrenzen.

Textilien bei jedem Shopping-Club im Sortiment

Kleidung und Schuhe hat jeder der Sechs im Angebot. Bei Clubsale hört die Produktpalette hier beinahe auf. Am größten ist sie dagegen bei brands4friends. Der Übersichtlichkeit der gesamten Angebotspalette würde dienen, die Produkte in Kategorien einzusortieren. Ebenfalls hilfreich wäre eine Suchfunktion für Produkte, die aber ebenfalls noch keiner der Shopping-Clubs anbietet. Hat der Kunde aber einen Artikel gefunden, sind Bestellungen bei den Shopping-Clubs in drei (Zalando und Limango), vier (brands4friends, clubsale und BuyVIP) beziehungsweise fünf Schritten (vente-privee) möglich. Dabei sind Pflichteingabefelder für den Kunden jeweils klar erkennbar.

Kunden von Shopping-Clubs auf der sicheren Seite

Bevor der Shopping-Club seine Ware auf die Reise schickt, muss der Kunde die Bedingungen des Anbieters akzeptieren. Bei vente-privee und Zalando wird vor Abschluss der Bestellung aber nicht deutlich genug auf die AGB und das Widerrufsrecht hingewiesen, die in jedem der sechs Fälle aber klar formuliert abrufbar sind. Die Informationen über die bestellten Waren und angegebenen Adressen, die Bankverbindungen und Kreditkartennummern der Kunden werden jeweils verschlüsselt übertragen. Dass sensible Kundendaten aber nicht an Dritte für Werbezwecke weitergegeben werden, wird bei vente-privee und Zalando nicht ausdrücklich ausgeschlossen.

Lieferung vom Shopping-Club als Geschenk

Die Lieferadresse kann bei allen sechs Anbietern wahlweise von der Rechnungsadresse abweichen. Die Anbieter informieren den Kunden jeweils darüber, wohin sie zu welchen Kosten und in welcher Zeit Waren ausliefern lassen können. Die Versandkosten sind bei brands4friends und BuyVIP mit knapp unter sieben Euro am höchsten und bei Limango mit knapp unter drei Euro am geringsten. Bei allen Anbietern wird die Versanddauer bereits vor der Bestellung angegeben. Ebenso gibt es jeweils eine Vorschau auf zukünftige Aktionen und Angaben darüber, wann die aktuelle endet.

Keine versteckten Kosten der Shopping-Clubs

Bei allen Shopping-Clubs werden spätestens in der Zusammenfassung alle Kosten genannt. Sogenannte Bearbeitungsgebühren als sonstige Kosten gibt es nur bei vente-privee. Die Versandkosten entfallen bei keinem Shopping-Club, wenn ein bestimmter Bestellwert überschritten wird. Denn in der Regel gibt es nur haushaltstypische Mengen zu kaufen. Der Weiterverkauf zum Beispiel über das Internet soll verhindert werden. Einen Mindestbestellwert gibt es nur bei BuyVIP in Höhe von 13 Euro und bei Limango in Höhe von zehn Euro.

Gutscheine für Neumitglieder im Shopping-Club

Sehr unterschiedlich gehen die Anbieter mit Gutscheinen als Geschenk für Neukunden beziehungsweise als Prämie für das Anwerben von Freunden vor. Bei vente-privee gibt es Gutscheine nur für den Werber, und zwar in Höhe von acht Euro. Mit dem gleichen Betrag belohnen brands4friends und BuyVIP jeweils beide Beteiligte. Werber und Neukunde bekommen bei Zalando und clubsale jeweils zehn Euro gutgeschrieben. Limango vergibt an Neukunden zehn Euro Startguthaben und beim Anwerben neuer Kunden je fünf Euro an Werber und Angeworbenem. Doch auch ohne einen solchen Bonus lohnt sich der Einkauf im Shopping-Club. Die mögliche Ersparnis liegt mit 78,3% bei vente-privee am höchsten und mit 49,8% bei Limango am geringsten.

 

    Internetauftritt Leistung Preise Gesamtnote Zum Anbieter  
                     
  brands4friends-logo 1,3 4-5 2,6 3-5 2,1 4-0 2,1
Testbericht
 
  limango-logo 1,3 4-5 1,3 4-5 3,3 2-5 2,1
Testbericht
 
  zalando-lounge-logo 1,4 4-5 3,7 1-5 2,0 4-0 2,6
Testbericht
 
  clubsale-logo 1,7 4-0 3,0 3-0 2,7 3-0 2,6
Testbericht
 
  vente-privee-logo 1,4 4-5 4,1 1-0 2,5 3-5 2,9
Testbericht
 
  buyvip-logo 1,8 4-0 4,5 0-5 2,1 4-0 3,0
Testbericht
 
10. August 2010

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