nPage.de im Test

300 Designs für die kostenlose Homepage

 
  nPage erhält im Test die Note Gut (2,3)

Professionell, solide und ohne marktschreierische Akzente kommt das Angebot von nPage daher und erreicht so den dritten Platz. Für den Ausbau der Seite gibt es keine kostenpflichtigen Pakete, sondern ein Punktesystem, mit dem sich gezielte Erweiterungen einkaufen lassen. Weit über 300 verschiedene Designvorlagen stehen zur Auswahl. Bei Nutzerfreundlichkeit und Service kann der Drittplatzierte mit der Spitze des Testfelds nicht ganz mithalten.
 
Bericht: hjh

Eine clevere Idee präsentiert nPage gleich auf der Startseite: Interessenten können eine Demo aufrufen, um den Homepage-Baukasten zunächst zu testen. Über den entsprechenden Button gelangt der Nutzer zu einer Übersicht mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Leider sind die Möglichkeiten im Demo-Modus begrenzt, der Schnupperkurs erlaubt es beispielsweise nicht, mit den angebotenen anpassbaren Layoutvorlagen zu spielen.

Über 300 Designs für die kostenlose Homepage

Der Kunde hat die Wahl unter 343 Designs, darüber hinaus stehen ihm fünf farblich anpassbare Vorlagen sowie 17 Framesets für fortgeschrittene Benutzer zur Verfügung. Die Zahl der Vorlagen beeindruckt, sie hat allerdings auch einen Nachteil: Da immer nur zehn Designs pro Seite angezeigt werden, ist es ein aufwändiges Unterfangen, alle Vorschläge durchzublättern. Auch wenn es der Standard ist, die Varianten auf diese Weise zu präsentieren – es gibt bessere Lösungen, die etwa darin bestehen, zunächst die Struktur, etwa die Zahl der Spalten, festzulegen, im nächsten Schritt das Design und schließlich die Farbigkeit zu wählen. Die Adresse der selbstgebauten Internet-Seite entspricht dem Muster www.meineseite.npage.de, wobei auch Top-Level-Domains der Nachbarländer, also .ch oder .at, und der EU, also .eu, möglich sind.

Im Editor lässt sich auch der Quellcode anzeigen, was beim Feintuning oder der Fehlersuche helfen kann, allerdings eher etwas für HTML-erfahrene Benutzer ist. Die Seite wird mit der Anmeldung sofort freigeschaltet, es gibt keinen Wartungsmodus. Die Vorschau-Option ist nicht optimal gelöst, man muss jeweils über den Menüpunkt „Meine Homepage” gehen und öffnet dabei jedes Mal ein neues Fenster. Die erstellte kostenlose Homepage wird in ein Verzeichnis eingetragen; die Rubrik, unter der die Seite dort zu finden ist, kann der Nutzer unter mehreren Dutzend Kategorien auswählen. Schriftarten, Farben und Schriftgröße sind über das komfortable Editor-Fenster konfigurierbar. Auch bei den Extras lässt sich vieles einstellen, beim Gästebuch etwa die Farben, eine Liste verbotener Wörter oder die Option, Smileys einzufügen.

Individuelles Design für die kostenlose Homepage

Der Nutzer kann Meta-Text wie zum Beispiel eine Beschreibung (Description) und einen Seitentitel eingeben. Darüber hinaus ist auch die Anlage eines eigenen CSS-Stylesheets möglich, das individuelle Layoutlösungen erlaubt. Wie üblich muss der Kunde auch hier in Kauf nehmen, dass der Anbieter Werbung auf der kostenlosen Homepage Seite ausspielt. Auf der zu Testzwecken eingerichteten Baustellen-Seite prangten Google-Anzeigen. Eine Besonderheit von nPage ist allerdings, dass der Nutzer Farben für die Werbung festlegen kann. Natürlich ohne Gewähr – schließlich lassen sich bei Bannerwerbung nicht kurzerhand die Farben ändern, bei Google-Anzeigen allerdings schon.

Die FAQ sind sehr knapp gehalten, es gibt nur sechs Fragen auf dieser Liste. Dem Nutzer zur Seite steht allerdings ein umfangreiches Hilfemenü. nPage bietet auch eine Servicehotline an, für die allerdings 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz zu berappen sind.

Die kostenlose Homepage mit Punkten statt Paketen erweitern

Bei nPage ist die kostenlose Homepage mit einem Punktekonto verbunden, die Punkte sind käuflich zu erwerben. So kostet ein Jahr Werbefreiheit einmalig 30 Euro, dauerhafte Werbefreiheit einmalig 50 Euro. Der Speicherplatz ist für einmalig 15 Euro auf 100 MB und für 30 Euro auf 300 MB zu erweitern. Auch Extras wie Passwortschutz oder Verwaltung des Mitgliederbereichs sind nur gegen das Einlösen von Punkten möglich. Das Punktesystem hat durchaus seine Vorteile. So gibt es die kostenlose Homepage als Grundprodukt, das sich durch das Einlösen von Punkten erweitern lässt, wobei sich diese Erweiterungen im Gegensatz zu den sonst üblichen Paketangeboten exakt definierten lassen. Allerdings hat dieses Modell auch Nachteile, so erscheint es nicht immer sehr transparent. Der Nutzer erfährt so erst beim Anklicken bestimmter Extras, zu welchem Preis sie zu haben sind. Eine andere Frage ist, ob das neben dem käuflichen Erwerb mögliche „Verdienen” von Punkten durch das Werben von Kunden, aber auch das Verpetzen von anderen Nutzern, die gegen die AGB verstoßen, oder das Einblenden von Gewinnspielen jedermanns Sache ist.

Fazit: Das Angebot von nPage macht einen soliden und professionellen Eindruck. Wer die Vorteile des Punktesystems im Hinblick auf flexiblen Auf- und Ausbau der Seite sieht, hat mit dem Homepage-Baukasten sicherlich Freude – auch wenn andere Systeme in punkto Übersichtlichkeit und Komfort noch etwas mehr bieten.

Zum Vergleichstest

  nPage.de – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,3  
  Internetauftritt 2,0    
  Usability 2,4    
  Leistung 2,0    
  Service 2,9    
     

 

22. Juni 2010

Schlagworte:

     
     
 
  1. Asnide sagt:

    Als ehemaliger Beepworldnutzer bin ich vor eingen Jahren zu nPage gewechselt, das in meinen Augen wesentlich userfreundlicher ist als Beepworld.
    Mir ist schleierhaft, warum nPage.de auf dem dritten Platz gelandet ist. Im Gegensatz zum zweitplazierten Beepworld kann man hier nämlich unbegrenzt Seiten anlegen und auch das Gästebuch bleibt erhalten, ohne dass nach einer Ausprobierzeit kommentarlos wegfällt. Bei Beepworld muss man dazu auf ein kostenpflichtiges Upgrade wechseln, wenn man z. B. das Gästebuch weiter nutzen möchte. Mit dem kostenlosen Angebot bei nPage.de kann man schon eine nette Webseite (auch mit eigenem Design) auf die Beine stellen, ohne dass man unbedingt auf die wenigen Erweiterungen, die man mit Punkten oder € erwerben kann, zurückgreifen muss. Auch gibt es zahlreiche Extras, die kostenlos sind.
    Übrigens gibt es auch bei Beepworld lästige und unangemessene Werbeeinblendungen für die Nutzer, die sich die sogenannten PRO-Pakete nicht leisten können oder wollen.

  2. Palm sagt:

    Warum nPage.de auf dem dritten Platz gelandet ist, erscheint absolut unlogisch. Wie vom Ersteller des Artikels selbts festgestellt, kommt nPage.de ohne marktschreierisches Getue aus – ganz im Gegensatz zum Erstplatzierten in dieser Bewertung! Um bei Jimdo beispielsweise in den Genuss aller Design-Vorlagen und aller Extras zu kommen muss kostenpflichtig ein Upgrade erstellt werden – im Gegensatz zu nPage, bei diesem Dienst ist alles komplett kostenlos. Zu den vielen Extras wäre auch noch die ebenfalls kostenlose .de.to-Domain zu erwähnen, die mit einem Klick eingerichtet werden kann.

 

     
     
   

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