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Mobiles Internet mit dem Notebook

Sechs Anbieter für mobile Internet Flatrates im Vergleich

Statt zu Hause am Rechner zu kleben, treibt es viele Internetnutzer raus in die freie Natur. Das kann teuer werden: Mobiles Internet ist kein Schnäppchen. Wer die Augen offen hält und unseren Vergleichstest liest, findet aber schnell die passende Internet Flatrate fürs flotte Surfen unterwegs. Besonders billig surft man mit Fonic und Klarmobil, beim Service punkten T-Mobile, Vodafone und BASE.
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Nix wie weg hier! Das denken angesichts der Frühlingssonne alle, die sonst zu Hause im Internet surfen. Wozu gibt es schließlich mobiles Internet? Wenn ganz schnell eine Internet Flatrate her muss, sollte man zunächst mal einen Gang zurückschalten. Ähnlich wie bei den Mobilfunktarifen steckt auch beim mobilen Surfen der Teufel im Detail. Das fängt schon bei der Wortwahl an. Mobil surfen kann man nämlich auch mit dem Handy – und viele Mobilfunkanbieter bieten hierfür auch Tarife an – aber richtig Spaß macht es nur mit dem Note- oder Netbook. In unserem Vergleichstest geht es deshalb auch nur um diese Variante des mobilen Onlinevergnügens.

Wer sich lange bindet, bekommt die Hardware fürs mobile Internet gratis

Die einfachste Möglichkeit, um unterwegs das mobile Internet zu genießen, ist ein USB-Stick, der die nächste Funkzelle anzapft und die Daten auf den Flachbildschirm holt. Alle getesteten Anbieter liefern die Hardware für „ihr” Netz gleich mit. Wenn man einen Laufzeitvertrag mit monatlicher Zahlung und einer 24-monatigen Vertragslaufzeit abschließt, gibt es den Surfstick meist für kleines Geld dazu. Im Testumfeld subventionieren T-Mobile, Vodafone und O2 den USB-Stick, bei BASE, Klarmobil und Fonic muss man rund 50,- Euro hierfür einkalkulieren.

Netzqualität und Geschwindigkeit: Flotte Partner fürs mobile Internet

Welches Netz soll es denn sein? Derzeit verfügt Vodafone über das am besten ausgebaute Netz für schnelles Internet. Dicht gefolgt von T-Mobile. Auf dem dritten Platz liegt der Provider O2, der aber gerade 2009 mächtig in seine Infrastruktur investiert hat. Abgeschlagen auf Platz vier liegt das Netz von E-Plus, das derzeit vor allem von der E-Plus-Tochter BASE genutzt wird. Die schnellste, derzeit mögliche Geschwindigkeit bietet die UMTS-Erweiterung HSDPA (max. 7,2 Mbit/s, meist aber nur 3,6 Mbit/s). UMTS liefert immer noch flotte 384 kBit/s, EDGE bis zu 220 kBit/s und GPRS schafft gerade noch 54 kBit/s.

Internet Flatrate mit Datenbremse: Bei 5 GB ist immer Schluss

Der Ausdruck „Flatrate” beim mobilen Surfen ist reine Augenwischerei. Eine echte Flatrate, mit der man mit höchster Geschwindigkeit so viele Daten saugen kann, wie man möchte, gibt es nicht – bei keinem der Testteilnehmer. Ab einem gewissen Punkt wird immer die Datenübertragungsgeschwindigkeit auf GPRS-Speed gedrosselt, was die Flatrate faktisch begrenzt. Alle Anbieter drosseln ihre Internet Flatrates bei 5 GB im Monat. Danach kann man natürlich weitersurfen, aber eben nur mit GPRS-Flaschenhals. Bei den Tagesflats wird die Geschwindigkeit bei 1 GB heruntergedreht. BASE zügelt den Datenhunger seiner Eintagssurfer sogar schon bei 250 MB.

Mobiles Internet vom Premium-Anbieter oder Discounter?

T-Mobile und Vodafone haben die teuersten Tarife im Angebot. Mit vergünstigter Hardware zahlt man für die volle Flatrate 39,95 Euro im Monat. Ohne Hardware sind es fünf Euro weniger. O2 ist da mit 25,- Euro schon erheblich günstiger, zumal der Provider mit zahlreichen zusätzlichen Rabattaktionen lockt. Alle drei zwingen den Nutzer aber in eine Zwei-Jahres-Ehe. Wer öfter mal fremdgehen will, ist bei BASE und Klarmobil besser aufgehoben, weil beide eine Flatrate ohne feste Laufzeit bieten. Mit 20,00 Euro (BASE) und 19,95 Euro (Klarmobil) liegen beide gleichauf. Klarmobil richtet sich eher ans Jungvolk, während BASE etwas seriöser daherkommt. Allerdings nutzt Klarmobil mit O2 das schnellere Mobilfunknetz.

Fonic führt die Internet Flatrates auf Tagesbasis an

Tagesflats ermöglichen Gelegenheitssurfern den schnellen, unkomplizierten Webzugang, meist auf Stunden- oder Tagesbasis. Am günstigsten surft man mit Fonic (2,50 Euro pro Tag), am teuersten mit Vodafone und T-Mobile. Tagesflats haben einen Makel: Bis auf Vodafone und BASE lassen alle anderen Testkandidaten den Tag um 0:00 enden. Wer um 23:00 anfängt zu surfen, und um 1:00 aufhört, muss also zwei Tage bezahlen. Nachteulen sollten darauf achten.

T-Mobile und BASE holen sich den Service-Sieg fürs mobile Internet

Der teuerste Anbieter hat den besten Service. Das hat sich in unserem Test tatsächlich bewahrheitet. Nur T-Mobile absolvierte diese Disziplin mit einem „Sehr gut” (1,3). Eine Anfrage per Webformular beantwortete der Provider in drei Stunden. Das schaffte sonst nur BASE. Alle anderen brauchten länger: Klarmobil und Vodafone fünf Tage, O2 antwortete gar nicht und bei Fonic bekam man statt einer Antwortmail nur Fehlermeldungen. Die meisten Hotlines waren hingegen überraschend gut. Lediglich Klarmobil enttäuschte mit teurer Telefonnummer und vielen versteckten Extrakosten, die so gar nicht ins aggressive Marketingkonzept des Anbieters mit dem grantelnden Bayern passen. Dass BASE Nichtkunden günstig anrufen lässt, aber Bestandskunden mit teuren Hotlines straft, ist einfach nur frech. T-Mobile, Vodafone und BASE absolvierten den Service-Parcours ohne Schwierigkeiten.

Fast überall problemlos: Internet Flatrate finden, aussuchen, bestellen

Fünf der getesteten Websites erleichtern die Suche nach dem mobilen Internet. Hier findet man sich schnell zurecht und fühlt sich auch umfassend über Technik, Tarife und Inbetriebnahme informiert. Vodafone schlampt bei der Nutzerführung: Der hilflose Besucher erreicht den Bereich zum mobilen Internet nur durch den Hintereingang. Außer O2 will keiner der Provider Versandkosten haben – selbst wenn man Hardware mitbestellt. Der Bestellprozess selbst liefert ein durchwachsenes Bild: Nicht immer kann man seine Bestellung ohne Weiteres ändern. Über die Verfügbarkeit der Hardware erfährt man bei keinem Anbieter etwas. T-Mobile und Vodafone ermöglichen es, die Lieferzeit ungefähr einzugrenzen. BASE bietet hier erweiterte Optionen, allerdings mit Aufpreis. Den Verzicht auf die Papierrechnung honoriert kein Provider. Wer unbedingt eine will, muss draufzahlen – besonders viel bei Klarmobil.

Sieger beim Gesamtangebot fürs mobile Internet: T-Mobile

Unterm Strich macht T-Mobile (Gesamturteil: „gut” [1,8]) die beste Figur: Der Rosa Riese punktet vor allem beim Internetauftritt und Service. Vodafone (Gesamturteil: „gut” [2,1]) bietet das derzeit schnellste Netz und liefert die flexibelsten Tarife für Gelegenheitssurfer. Preissieger für Tagesflats ist Fonic (Gesamturteil: „gut” [2,4]) und Klarmobil (Gesamturteil: „befriedigend” [2,7]) bietet die beste Internet Flatrate ohne Limit. BASE und O2 liegen im Mittelfeld, wobei BASE (Gesamturteil: „gut” [1,9]) sich mit gutem Service und einfachem Tarifmodell hervortut. O2 (Gesamturteil: „befriedigend” [2,7]) kann dafür mit dem besseren Netz auftrumpfen.

[cma]

 

    Internetauftritt Service Preis Gesamtnote Zum Anbieter  
                     
  2,0 1,3 2,2 1,8 Testbericht lesen  
  2,1 1,5 2,2 1,9 Testbericht lesen  
  2,0 2,1 2,1 2,1 Testbericht lesen  
  2,5 3,0 1,3 2,4 Testbericht lesen  
  3,0 2,9 1,9 2,7 Testbericht lesen  
  2,3 2,9 2,8 2,7 Testbericht lesen  
11. April 2010

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