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Immobilienportale Vergleich

Per Online-Immobilienmarkt zum neuen Heim

Der Immobilienmarkt im Internet bietet viel mehr Möglichkeiten als Zeitungsinserate. Multimediainhalte, dynamische Karten, überzeugende Exposés informieren über Lage, Zustand und Ausstattung. Unser Vergleichstest zeigt, welche Immobilienportale in welcher Disziplin die Nase vorn haben. Immobilienscout 24 bietet die meisten Immobilien, Immopool ist Preissieger, Gesamtsieger wurde Immonet.
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Bericht: cma

Es gibt sicherlich angenehmere Dinge als einen Umzug. Die Suche nach einer neuen Wohnung oder einem neuen Haus kann mit Online-Unterstützung aber sehr wohl richtig Spaß machen. Statt textlastiger Zeitungsanzeigen, bietet das Internet viel mehr Möglichkeiten, sich umfassend über seine Traumimmobilie zu informieren. Die Vorteile für den potenziellen Käufer oder Mieter wissen auch die Inserenten zu schätzen: Sie können ihre Objekte verkaufsträchtig darstellen und Interessenten schon vor der Besichtigung umfassend informieren. Interessenten können sich gezielt die Objekte für eine Besichtigung  im Immobilien Portal herauspicken, die weitgehend ihren Vorstellungen entsprechen. Das spart Zeit für beide Seiten.

Drei Immobilienportale im Test

Immobilienmärkte oder Immobilienportale im Internet bringen Anbieter und Suchende zusammen. In unserem Vergleichstest haben wir drei der wichtigsten Immobilienportale auf Herz und Nieren getestet: Immobilienscout 24, Immonet und Immopool. Dabei ging es sowohl um den Komfort für die Suchenden als auch um den Prozess der Inseratschaltung. Dabei überprüften wir nur die Schaltung von Einzelinseraten für private Vermieter oder Verkäufer. Professionelle Immobilienvermittler pflegen ihre Objektdaten meist per Maklersoftware direkt in die Datenbanken der Immobilienportale ein und müssen als gewerbliche Anbieter auch andere Preise zahlen.

Immobilien-Servicetest ohne Bewertung der Reichweite

In unserem Servicecheck haben wir die Reichweite (Seitenaufrufe/Besucher) und die Anzahl der gelisteten Immobilien nicht in die Punktwertung aufgenommen. Der Grund: Die Angaben der Immobilienportale lassen sich schwerlich überprüfen. Immobilienscout 24 wirbt mit 4,5 Millionen Besuchern im Monat und bei Immonet rund 1,8 Millionen (Stand: März 2010). Immopool verweigert die Nennung einer konkreten Zahl.

Umfassende Zusatzangebote, die über die Suche nach Immobilien hinausgeht

Jedes der drei Immobilienportale besitzt ein eindeutiges Profil. Klar: Immobilien vermitteln sie alle, aber die Präsentation und das Zusatzangebot auf den einzelnen Webportalen ist sehr unterschiedlich. Immobilienscout 24 liefert seinen Besuchern umfassende Informationen rund ums Thema Bauen, Renovieren und Umziehen. Dabei stützt sich die Website vor allem auf Partnerangebote. Wer also gleich einen Finanzierungsberater in der Nähe, ein Umzugsunternehmen oder einen 3D-Einrichtungsplaner sucht, wird auf der umfassenden Website von Immobilienscout 24 fündig. Immonet bietet ebenfalls reichlich Zusatzangebote, die über das Verkaufen oder Vermieten einer Immobilie hinausgehen. Besonders gut hat uns die Rubrik „Einrichten” gefallen, die wie ein eigenes Magazin innerhalb der Website funktioniert und vor allem im Aftersales-Bereich (also nach der erfolgreichen Vermittlung der Immobilie) gut funktioniert: Kunden, die hier gute Tipps bekommen, bleiben der Seite treu und werden Immonet immer wieder für die eigene Immobiliensuche nutzen. Immopool verzichtet ganz auf alles, was vom reinen Immobiliengeschäft ablenken könnte. Dafür gibt es auch keine offene oder versteckte Werbung.

Suchen, filtern, auswählen: Die Immobilien-Datenbanken

Wer eine Immobilie sucht, kann auf jedem der Immobilien Portale anhand unterschiedlicher Kriterien das Suchumfeld eingrenzen. Jedes Portal bietet die Möglichkeit, einzelne Immobilien auf einer Merkliste zu speichern. Umfassende Filterfunktionen ermöglichen eine Feinauswahl, wenn man beispielsweise nach Preis oder Quadratmetern sortieren will.

Immobilien finden und die Nachbarschaft beurteilen

Die Anzeige der Immobilie auf einer geografischen Karte ist vor allem dann wichtig, wenn man in einem bestimmten Stadtteil wohnen möchte oder sich das Umfeld seines neuen Domizils genau ansehen möchte. Alle drei Portale nutzen hierfür das Kartentool von Microsoft, die individuelle Umsetzung auf den Portalen könnte aber unterschiedlicher nicht sein. Am besten gefiel die Kartendarstellung bei Immobilienscout 24: Neben der gezeichneten Karte kann die Immobilie auch aus Satellitensicht oder in der sehr detailreichen Vogelperspektive (von schräg oben) angezeigt werden. Außerdem lassen sich Umfeldinfos wie Schulen, U-Bahnen oder Shoppingcenter direkt in die Karte einblenden. Bei Immonet ließen sich keine Umfeldinfos einblenden und bei Immopool kam nur eine gezeichnete Karte ohne Vogelperspektive oder Satellitenansicht zum Einsatz.

Inseratspreise für Immobilien: Immopool ist günstigster, Immobilienscout 24 teuerster Immobilienmarkt

Wer als Privatperson eine Immobilie inserieren möchte, erhält von jedem der getesteten Immobilien Portale eine Chance: Alle bieten neben Staffelpreisen für Makler auch Einzelinserate für Privatleute an. Immopool entpuppte sich als Preissieger für Inserenten auf Monatsbasis (14,90 Euro). Bei den anderen Portalen muss man für einen Monat 19,95 Euro (Immonet) oder 29,95 Euro (Immobilienscout 24) anlegen. Wer länger inseriert, erhält einen Rabatt. Diese Preise gelten bei Immobilienscout 24 allerdings nur für Mietangebote. Verkäufer zahlen bei diesem Marktplatz 20 Euro mehr. Immobilienscout 24 ist nicht nur der teuerste Anbieter, er verlängert die Anzeige auch automatisch, falls der Nutzer sein Inserat nicht rechtzeitig kündigt. Keiner der anderen Anbieter strapaziert die Nerven seiner Kunden auf diese Weise.

 

Immobilienscout24

Immonet

Immopool

Privat inserieren: Miete

14 Tage – 19,94 Euro
Monat – 29,95 Euro
3 Monate – 69,95 Euro

Monat – 19,95 Euro
2 Monate – 34,95 Euro
3 Monate – 49,95 Euro
6 Monate – 89,95 Euro

Monat 14,90 Euro

Privat inserieren: Kauf

14 Tage – 29,95 Euro
Monat – 49,94 Euro
3 Monate – 99,95 Euro
Unbefristet – 299,- Euro

Preis-Platzierung

3

2

1

Immobilien anbieten und mit viel Multimedia aufpeppen

Immobilien inserieren funktioniert bei jedem der Testkandidaten gut. Die Anbieter schalten spätestens bei der Eingabe der Zahlungsinformationen auf eine sichere Leitung um. Lediglich Immopool akzeptiert nur Zahlungen über Drittanbieter wie Paypal und Micro Payment. Bei allen anderen kann man meist per Lastschrift oder Kreditkarte zahlen, bei Immonet sogar per Rechnung. Multimediadateien lassen sich in unterschiedlichem Umfang einbinden: Bei Immopool können nur Bilder hochgeladen werden, alle anderen akzeptieren auch PDF-Dokumente und Videos. Bei Immonet kann man sogar ein 360-Grad-Panorama einfügen.

Service-Sieg für Immobilienscout 24 und Immonet

Auf schriftliche Anfragen reagierte vor allem Immobilienscout 24 sehr schnell und mit der ausführlichsten Antwort im Test. Die „sehr gute” (1,3) Servicenote erreichte sonst nur noch Immonet. Immopool war schnell erreichbar, die Mails vom Portalbetreiber erschienen allerdings wenig professionell und waren unvollständig.

Gesamtsieg im Vergleichstest: Immonet schafft es aufs Siegertreppchen

Unterm Strich schafft Immonet mit einem “Sehr Gut” (1,3) den Sieg: Der Immobilienmarkt liefert einen übersichtlichen Onlineauftritt, viele Komfortfunktionen und einen überzeugenden Service. Vor allem der hohe Preis und die kundenunfreundliche Abo-Politik verhindern den Punktsieg für Immobilienscout 24. Das Portal erhält den zweiten Platz in der Gesamtbewertung mit der Note “Gut” (1,9). Beim Internetauftritt und Service liegt Immobilienscout 24 aber klar vor dem Konkurrenten. Immopool landet auf dem letzten Platz und erhält gerade noch ein “Gut” (2,3) . Trotz günstigem Preis für kurzfristige Immobilieninserate fehlen hier einfach zu viele Komfortfunktionen, um näher zu den anderen Anbietern im Testfeld aufzurücken.

    Internetauftritt Service Preis Gesamtnote Zum Anbieter  
                     
  1,2 1,3 4-53 1,3 4-53 1,3 Testbericht lesen  
  1,3 4-53 1,3 4-53 3,0 1,9 Testbericht lesen  
  2,8 2,7 1,2 2,3 Testbericht lesen  
26. April 2010

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