Oxfam.de im Test

Für eine gerechte Welt ohne Armut

 
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Oxfam.de erzielte im Test die Note 2,1 (gut) und belegte damit ganz knapp hinter dem Viertplatzierten den 5. Platz. In den Kategorien Leistung, Internetauftritt und Service erhielt das Portal eher durchschnittliche Noten. Etwas Unsicherheit hinterließ allerdings die Erkenntnis, dass bei oxfam.de (im Vergleich zu anderen Spendenportalen mit über 80 %) nur 37 % der eingenommenen Spenden in konkrete Projekte gehen.
 

 

Getestet von Si

Oxfam Deutschland e.V. ist eine unabhängige Hilfs- und Entwicklungsorganisation. Ihr Motto: Für eine gerechte Welt. Ohne Armut. Die Grundrechte jedes Menschen sollen gesichert werden: Das Recht auf nachhaltige Erwerbsgrundlagen, auf funktionierende Gesundheits- und Bildungssysteme, auf ein Leben in Sicherheit, darauf, gehört zu werden und auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Im internationalen Verbund Oxfam kooperieren 14 nationale Oxfam-Organisationen mit über 3.000 lokalen Partnern in fast 100 Ländern.

Hinweis: Bei Oxfam wurde zum einen das Einstiegsportal unter oxfam.de bewertet, in einigen Detailfragen aber auch der separate Spendenshop unter oxfamunverpackt.de

Plus: Verschiedene Spendenmöglichkeiten

Barspenden sind online ganz einfach möglich, Sachspenden werden in den 34 regionalen Oxfam-Shops entgegen genommen. Im Online-Shop können „Geschenke” gekauft werden. Der oder die Beschenkte erhält eine Grußkarte – das Geld für das Geschenk geht in Projekte in armen Ländern.

Plus: Mitmachmöglichkeiten

Es gibt viele Wege, mitzumachen: Unterstützung von Oxfam-Kampagnen auf Konzerten, Online-Aktionen, ehrenamtliche Arbeit in den örtlichen Shops, Organisation eigener Events uvm.

Plus: Transparenz der Mittelverwendung

Die Verwendung der Mittel wird auf der Homepage grafisch dargestellt: 37 % gehen in die Projekte, 38 % in die Kampagnenarbeit und 23 % in Marketing und Verwaltung.

Plus: Gütesiegel

Kontrollmechanismus durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI-Siegel).

Plus: Prominente Unterstützung

Schauspielerin Heike Makatsch und die Band Die Toten Hosen engagieren sich als Oxfam-Botschafter.

Plus: Service

In der kostenlosen Hotline wird der Anrufer mit Ziegengemecker und dem Hinweis empfangen, doch bitte „großziegig” zu sein, bevor zum „menschlichen Kollegen” durchgestellt wird. Die gestellte Frage wurde dann allerdings sehr menschlich und freundlich beantwortet.

Plus/Minus: Unkonventionelles Layout

Während das Hauptportal oxfam.de noch weitgehend ernsthaft herüberkommt und ein Stück weit auch barrierefrei aufgebaut ist, vermittelt der Shop oxfamunverpackt.de einen geradezu spaßigen Eindruck. Auf beiden Seiten erwies sich die Suche nach den gewünschten Infos zudem als recht zeitaufwendig.

Plus/Minus: Erfolgsbilanz

Bei den angeführten Projekten handelt es sich hauptsächlich um Beteiligungen bei „lokalen Projektpartnern”, wodurch man eine schnelle und direkte Hilfe in Krisenregionen gewährleisten kann. Lediglich die Namen der lokalen Partner  wie Tagnè, Dastak, SAIBAAN, DACAR oder Stop Sahel dürften den wenigsten bekannt sein und könnten somit von Oxfam noch ausführlicher dargestellt werden.

Plus/Minus: Mittelverwendung

Die Aufschlüsselung der Mittelverwendung erscheint für den potentiellen Spender auf den ersten Blick wenig schlüssig. So wird in der dargestellten Statistik lediglich ein Anteil von 37% der Spendengelder Projekten zugeschrieben. Tatsächlich müssen auch 38% der Mittel, welche in Kampagnen gesteckt werden, mit einberechnet werden. Somit verwendet Oxfam 75% der Spendengelder direkt als Mittel für diverse Hilfsaktionen. Dies wird jedoch auf Anhieb nicht klar und bedarf einer genauere Recherche in den Oxfam-Jahresberichten, auf die während des Tests jedoch einige Links nicht verwiesen.

Mittelverwendung

oxfam_spenden

Durch Projekte und Kampagnen verwendet Oxfam
insgesamt 75% der Spendengelder als dirkte Hilfmittel.

Fazit

Oxfam.de und oxfamunverpackt.de sind anders als andere Spendenportale. Von der unkonventionellen Art fühlen sich vermutlich eher jüngere Spendenwillige angesprochen. Jemandem symbolisch eine Ziege zu schenken und ihn per Grußkarte über dieses „Geschenk” zu informieren, während das hierfür gezahlte Geld in Wirklichkeit in ein Projekt in Somalia oder im Kongo fließt… die Idee ist schon ungewöhnlich und vermag zu begeistern. Dennoch bleiben bei der Verwendung der eingenommenen Spenden dem Besucher der Website auf den ersten Blick noch einige unbeantwortete Fragen, weswegen er sich zunächst eingehender mit den Hilfsprojekten und dem Umfang der jeweiligen Mittelverwendungen auf oxfam.de befassen muss.

->Hier gelangen Sie zum Hilfsprogramm von Oxfam für die Opfer der Katastrophe in Japan.

Testnote für oxfam.de: 2,1 (gut)

Zum Vergleichstest

  Oxfam.de – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,1  
  Internetauftritt 2,3   3-5  
  Leistung 2,0   4-0  
  Service 2,3   3-5  
     
 
5. April 2011

Schlagworte:

     
     
 
  1. Raj Mehta sagt:

    Hallo,
    zumächst vielen Dank für die ausführliche Kommentierung und Bewertung von Osfam.it fehlt jedoch eine Kommentierung zum 25%igen Anteil für Marketimg und Verwaltung.dahimrin kann man(Oxfam) Vieles (ver)stecken, wie bspw. Gehälter, extraAusgaben, uvm. Welche PR-Maßnahmen fallen ins Marketing?
    Ich denke, diese Ftagen hätten auch gestellt wetden müssen, zumal es doch hätte auffallen müssen, dass Oxfam gerade diese Bereiche zu 25% zusammengefasst worden(s.o.)

 

     
     
   

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