iTunes im Test

Testsieger mit den günstigsten Preisen

 
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Wenn man sich in der Apple-Welt auskennt, bietet iTunes mit seinen Apps für das iPhone, das iPad und den iPod Touch eine Fülle an E-Books, die preislich weit unter der Konkurrenz liegen. Eine große Community bewertet zudem laufend die Bücher. Es gibt kostenlose Lese- und Hörproben – doch oftmals auch von zweifelhafter Qualität.
 

 

Getestet von SvHi

Apple als Testsieger anzuführen, ist gegenüber der Konkurrenz etwas unfair. Ein Beispiel: Viele der oft kostenlosen Bücher werden von den Nutzern in den iTunes-Store gestellt. So können fast sämtliche Klassiker der Weltliteratur bei iTunes für maximal 0,99 Euro geladen werden, Produkte, für die man bei der Konkurrenz gerne mal bis zu zehn Euro bezahlt. Dafür sind die E-Books bei Libri, Thalia & Co. garantiert vom Verlag lizensiert.

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Doch den Kunden mag die Gleichberechtigung unter den Buchhändler erst einmal egal sein, für sie zählen nur die Vorteile der Apple-Produkte. Apple bietet eine Vielzahl von Bücher-Apps an, die kostenlos heruntergeladen werden können. Das Bekannteste ist sicherlich das iBook. Dieses App simuliert eine Bibliothek, die mit wenigen Handgriffen auf die Bedürfnisse der Nutzer eingerichtet werden kann. Gehen die anderen E-Book-Anbieter für Windows über die gleiche Adobe-Oberfläche, die trist und umständlich daherkommt, wirkt der iTunes-Store und das iBook-App gut durchdacht und gestaltet.

Aber das Runterladen geht bei iTunes auch noch unproblematischer: Der Nutzer muss sich noch nicht einmal das iBook-App installieren. Die einzelnen E-Books können auch bequem und sofort eingekauft werden, ohne dass eine Bibliotheks-App notwendig ist.

iTunes lebt von seiner Fan-Gemeinde

Wird es bei den anderen Anbieter als Vorteil gewertet, wenn zwei, drei Kunden ein Buch bewerten, finden sich in den iTunes-Rezensionen teilweise hunderte Kommentare zu einem virtuellen Buch. Mangelnde Bewertungen sind fast ein Ausschlußkriterium. Finden sich keine Rezensionen, ist bei dem Anbieter meistens etwas faul. Ein Beispiel: Wir laden uns Bram Stokers „Dracula” als App für 0,99 Euro herunter. Es gibt keine Rezensionen und auch keine Vorschau. Nach dem Runterladen des Apps versuchen wir das E-Book zu öffnen. Es enthält genau nur eine Seite. Zwar ist bei dem Versuch nur knapp ein Euro im Internet-Kosmos verschwendet werden, doch ärgerlich ist solche Unseriösität allemal.

Vorsicht ist auch bei den Unmengen von erotischer bis stark pornographischer Literatur geboten, welche die Listen der beliebtesten E-Books bei iTunes anführen. Hier wird noch ein weiterer Nachteil von Apple offensichtlich: Wenn ein Kind ein iPhone oder ein iPad in die Hand bekommt, kann es sich Tonnen erotischer Literatur runterladen, ohne dass es eine Altersüberprüfung gibt. Dies ist bei den anderen Anbieter nicht möglich.

Apple vertraut auf die Eigenständigkeit seiner Nutzer

Doch Apple vertraut allgemein sehr auf die Eigenständigkeit und Selbst-Verantwortung seiner Nutzer. Zur Hilfe-Funktion, zum Impressum und zu den AGB gelangt man durch einen Link auf die Apple-Homepage, auf der man sich erst einmal durch eine Vielzahl von Kontinenten und Ländern klicken muss, bis der passende Ansprechpartner gefunden ist. Hat man einen Kontakt, ist die Hilfe und der Service jedoch wie maßgeschneidert für den Kunden: Es gibt einen sehr guten FAQ-Bereich, die Hotline ist ständig besetzt, die Berater kompetent. Dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ungefähr die Seitenzahl der Bibel erreichen, verwundert nicht, muss Apple seine Geschäftsbedingungen doch auf das weltweite Handeln des Konzerns abstimmen.

Der Bestellvorgang eines E-Books (iBooks, wie es in der Apple-Sprache heißt) ist schnell und einfach. Nur wenige Klicks genügen und das neue E-Book erscheint auf dem Bildschirm. Wie gesagt, man muss mit der Schnelligkeit des iTunes-Prozedere vertraut sein, sonst kann man sich ganz schnell eine Vielzahl von Produkten runterladen, ohne die Kosten zu bemerken. Die Rechnung kommt erst später.

Fazit

In Sachen Benutzerfreundlichkeit steht iTunes zu Recht an erster Stelle. Funktionen, die es zum Beispiel auch bei dem Adobe-Leseprogramm gibt, sind hier grafisch besser aufgearbeitet und weitaus stärker an der Benutzerfreundlichkeit orientiert. Die Lesefunktion lädt zum Spielen ein: Man kann Stellen markieren, Passagen per Fingerzeig vergrößern, Wörter nachschlagen, teilweise werden auch Geräusche wie Buchumblättern simuliert.

iTunes als Multi-Shoppingsinstrument bietet natürlich ganz andere Möglichkeiten, als ein Online-Shop, der sich ausschließlich auf das Verkaufen von Büchern und E-Books konzentriert. So  bleibt ein Vergleich zwischen Apple und seinen Konkurrenten schwer. Doch was den Dialog mit dem Kunden, die permanente Verbesserung des Shops und die ständige Einarbeitung neuer Ideen angeht, ist iTunes sicherlich mindestens ein Denkanstoß für die Mitkonkurrenten.

Zum Vergleichstest

  iTunes – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 1,6  
  Internetauftritt 1,4   4-5  
  Service 2,2   4-0  
  Preise 1,4   4-5  
     
12. Oktober 2010

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