Freizeit + Reisen

Online-Routenplaner im Vergleich

Im Test: Wer weist den besten Weg?

Der kostenlose Routenplaner von Google lässt mit geballter Rechenpower das Testfeld hinter sich. Die Angebote namhafter Verlage wie Falk oder Michelin punkten aber bei Details.
   
     
 

Google Maps im Test

Online-Routenplaner mit schnellster Technik

 
  Google Maps ist Testsieger mit der Note Gut (1,8)
Schnell, komfortabel - und manchmal ein bisschen neben der Spur. So lässt sich das Testergebnis für den Online-Routenplaner von Google Maps zusammenfassen. Dass Google Testsieger wurde, dürfte angesichts der geballten technischen Kapazitäten und des überragenden Know-hows des Suchmaschinen-Konzerns nicht überraschen. Für die rasche Suche nach einer Verbindung von A nach B ist das Angebot auch unschlagbar. Bei den Feinheiten hapert es dann gelegentlich, so schickte Google im Test ein Auto in eine Fußgängerzone.
 
Getestet von CMa

Einfach in der Bedienung, jedoch umständlich beim Kundenservice

Der typische Minimalismus des Google-Bildschirms zahlt sich auch beim Online-Routenplaner aus, erlaubt er doch rasante Ladezeiten. So schneidet Google im Teilnehmerfeld beim Thema Geschwindigkeit am besten ab. Aber ebenfalls typisch für Google: Service-Funktionen sind schwer zu finden, etwa Impressum oder Kontaktmöglichkeiten. Um diese zu orten, benötigt man fast schon einen eigenen Routenplaner als Scout durch die Website. Der Pfad durch den Dschungel: Auf der Google-Startseite den Menüpunkt „mehr" anklicken, dann im Drop-down-Menü „und noch mehr", dann im Footer (ganz unten auf der Seite) „alles über Google" - und hier finden sich nun endlich Kontaktmöglichkeiten (eine Beschönigung, geht es doch nur um weiterführende Links zu Foren, häufig gestellten Fragen und ähnliches) sowie das Impressum. Letzteres ist übersichtlich und vollständig, wenngleich eine Antwort vom amerikanischen Vorstand Geduld erfordern dürfte. Die Google-Philosophie setzt sich eben auch hier konsequent fort: alle Kommunikation möglichst maschinell und automatisch abwickeln und teure Aktivitäten des humanen Kapitals vermeiden. Ein gewisses Verständnis hierfür lässt sich aber durchaus aufbringen. Wenn Mitarbeiter die E-Mails von Milliarden Google-Nutzern arbeiten müssten, wäre das Geschäftsmodell sicherlich etwas in seinem Erfolg beeinträchtigt.

Online-Routenplaner für Autofahrer und Fußgänger

Für die Adressangaben gibt es bei Google nur einen einzigen Suchschlitz für Start- und Zielort, also kein Formular mit einzelnen Feldern für Straße, Postleitzahl, Stadt und dergleichen. Auch die Reihenfolge der Eingabe ist Google zunächst egal, ob Straße oder Stadt. Schon nach den ersten eingegebenen Zeichen bietet Google ein Auswahlmenü mit passenden Straßen und Städtenamen an.

Der Nutzer kann wählen, ob er mit dem Auto fährt oder zu Fuß unterwegs ist, bei den Optionen lassen sich noch Meilen oder Kilometer einstellen sowie angeben, ob Autobahnen oder Mautstraßen zu vermeiden sind. Die Wegbeschreibung bei Google ist informativ, allerdings knapp gehalten und nicht so freundlich wie bei den Anbietern, die die klassischen Texte der Navigationsgeräte verwenden. Auch Pfeilsymbole für Richtungswechsel fehlen hier, was die Sache etwas weniger übersichtlich macht.

Die beste interaktive Karte hat der kostenlose Routenplaner von Google

Google Maps gibt zwar eine Gesamtzeit für die Reise aus, aber nicht wie andere Routenplaner unterteilt in Abschnitte. Auch weitere Zusatzfunktionen wie Berechnung der Reisekosten sowie Eingabe einer Start oder Zielzeit fehlen. Dafür entschädigt der Konzern aus Mountain View mit einer tadellos funktionierenden interaktiven Karte. Dieses Werkzeug ermöglicht es, Start, Ziel oder einen beliebigen Punkt auf der Strecke mit der Maus an eine andere Stelle zu ziehen, so dass sich auf der Karte die Route ändert. Die neue Strecke wird dann nach einem Klick auf den Button „Route berechnen" in der Wegbeschreibung korrigiert ausgegeben. Diese Funktion ist hilfreich, wenn mehrere Stationen angefahren werden müssen, deren Lage im Plan bekannt ist. Es fehlt nur noch wenig, und der Online-Routenplaner von Google würde das Dilemma des Handlungsreisenden (das klassische mathematische Problem, den günstigsten Streckenverlauf zu finden, wenn mehrere Ziele anzufahren sind) ein für allemal lösen.

Google kann auch bei einer weiteren interaktiven Funktion punkten. Das Programm fokussiert auf der Karte automatisch einen in der Wegbeschreibung angeklickten Punkt. Auch lässt sich die Route in der Kartenansicht Google Earth „abfliegen". Ebenfalls verfügbar ist eine Umgebungssuche, hier muss der Nutzer allerdings den Umweg über die Ortssuche in Google Maps nehmen.

Nutzerhandbuch für den Online-Routenplaner nicht aufrufbar

Erstaunlich bei den Profis von Google: Das auf der Hilfeseite zu Google  Maps angebotene Nutzerhandbuch ist nicht aufrufbar - „Page not available". Dafür bietet die Hilfeseite aber umfassende Informationen an, die das Manko wieder auszugleichen.

Google glänzt technisch auf praktisch allen Gebieten, in redaktioneller Hinsicht zeigt sich aber, dass Maschinen den Menschen doch nicht so ohne weiteres ersetzen können. So sind die Wegbeschreibungen der Online-Routenplaner von Verlagen oder Navigationsgeräte-Anbietern besser formuliert, auch vermitteln die Online-Routenplaner der letzteren den Eindruck einer besseren Kenntnis der Örtlichkeiten. So schickte Google Maps den Autofahrer im Test in eine Fußgängerzone:

Im Auto durch die Fußgängerzone (Rahlstedter Bahnhofstraße in Hamburg)

Das konnten die anderen Anbieter zwar besser, aber da auch bei diesen nicht die optimale Strecke ausgegeben wurde, um die Adresse anzufahren, hat Google noch mal Glück gehabt, dass es hierfür keinen Punkteabzug gab, der den technischen Alleskönner womöglich vom Thron des Testsiegers gekippt hätte.

Zum Vergleichstest

 Google Maps - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 1,8  
  Internetauftritt 1,6    
  Usability 1,2    
  Leistung 2,5    
     
   
     
 

ViaMichelin.de im Test

Routenplaner der schnellen Sorte

 
  ViaMichelin.de erhält die Note Befriedigend (2,7)
Die Michelin-Firmengruppe kann auf redaktionelle Kompetenz in Sachen Reise- und Hotelführer wie auch beim Kartenmaterial zurückgreifen - das sieht man dem Online-Routenplaner an. Die Michelin-Karten lassen sich vergleichsweise einfach handhaben, aber auch sie schicken den Autofahrer schon mal in eine Fußgängerzone. Alles in allem aber ein rundes, auch für das Auge angenehmes Angebot, das verdient Bronze im Test erreicht.
 
Getestet von CMa

ViaMichelin hat seinen kostenlosen Routenplaner ähnlich wie Falk oder Marco Polo in ein redaktionelles Portal eingebunden, das sich, wie es in der Selbstdarstellung heißt, Themen rund um Reisen und Mobilität widmet.  Betreiber ist die ViaMichelin Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die zur Michelin-Gruppe gehört und auf deren redaktionelle Kompetenz aus dem Geschäft mit Reise-, Hotel- und Restaurantführern sowie mit Kartenmaterial zurückgreifen kann.

Reichhaltige Einstellmöglichkeiten im Online-Routenplaner

Der kostenlose Routenplaner ist sowohl auf der - in pastellfarbenen Tönen sehr professionell gestalteten, aber auch gut mit blinkender Werbung gefüllten - Startseite wie auch auf einer eigenen Unterseite verfügbar. Die Felder der Eingabemaske sind mit Begriffen wie "PLZ, Stadt, Ort ..." vorausgefüllt, so weiß der Nutzer sogleich, wo seine Angaben hingehören. Es gibt eine Reihe von Reise-Optionen, die sich einstellen lassen - etwa, ob der Nutzer mit dem Auto (auch, ob mit oder ohne Wohnwagen), mit dem Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, ob die Strecken in Kilometern oder Meilen angegeben werden sollen oder ob die schnellste oder kürzeste Route gewünscht wird. Man kann Landstraßen bevorzugen und Mautstrecken, Vignetten oder Fähren meiden. Auch lassen sich Angaben zum Verbrauch machen, damit die Suche die wirtschaftlichen Aspekte der Suche berücksichtigt.

Ausklappmenüs unterstützen teilweise die komplexen Einstellmöglichkeiten. So enthält die Liste mit den verfügbaren Ländern immerhin 86 Staaten - damit liegt ViaMichelin an der Obergrenze im Testfeld. Ein etwas merkwürdiger Umstand verzögert die Schnelligkeit des Routenplaners: So fragt der Server nach der Eingabe eines Orts - etwa Stadt und Straße - regelmäßig den Stadtteil ab, was völlig überflüssig ist und den Online-Routenplaner unnötig langsam macht. Wenn sich der Nutzer registriert hat, kann er auch ein persönliches Adressbuch anlegen und daraus die Sucheingaben füttern. Der Online-Routenplaner lässt sich ferner mit den Navigationsgeräten von ViaMichelin synchronisieren.

Der kostenlose Routenplaner von ViaMichelin schaltet fix

Pluspunkte macht die Seite bei der erfreulich einfachen und unkomplizierten Handhabbarkeit der Karte. Durch die eingesetzte Javascript-Applikation ist ein sehr schnelles Umschalten  zwischen den Darstellungsformen Karte, Satellit und Hybrid (Mischung aus Karte und Satellit) möglich. Die Wegbeschreibung enthält nicht nur wie bei den anderen Teilnehmern kumulierte Strecken- und Zeitangaben, sondern auch Sicherheitshinweise wie etwa "Gefällstrecke", jedoch keine aktuellen Staumeldungen.

Eine Zielsuche - also eine Suche nach bestimmten Angeboten und Einrichtungen rund um einen Ort - bietet ViaMichelin nur für Hotels. Auf der Gesamtkarte lassen sich Ziele nach vorgegebenen Kategorien aufrufen. Die Daten scheinen aber in Deutschland nicht vollständig zu sein, was zu skurrilen Ergebnissen führt: So sind die Niederlande und Tschechien geradezu übersät mit Polizeistationen, in Deutschland geht's laut ViaMichelin-Karte auch ohne (im Grund logisch, wohnen doch hier so nette Leute wie Lena Meyer-Landrut). Aber das wäre ja nicht die erste Utopie, die das Internet vorwegnimmt.

Deutschland polizeifrei

Leider sind die hauseigenen Pläne auch bei diesem Anbieter nicht ganz realitätssicher - auch hier führt der Weg zur Testadresse Rahlstedter Bahnhofstraße 17 mitten durch eine Fußgängerzone.

Mit dem Auto durch die Fußgängerzone (Rahlstedter Bahnhofstraße)

Das Impressum fällt durch eine unglaublich winzige Schrift auf. Die Nutzungsbedingungen sind vorhanden ("Rechtliche Hinweise" in der Fußleiste), dafür ist keine Hilfe auffindbar. Bei der Suche nach der Hilfe fällt auf, dass die Fußleiste von Links geradezu überquillt. Das bringt dem Nutzer gar nichts außer Unübersichtlichkeit, die Link-Sammlung, die auf weitere Angebote der Firmengruppe verweist, soll nur die Suchmaschinen beeindrucken. Einen Pluspunkt gibt es dafür wieder für die informative, gut formulierte Selbstdarstellung.

Insgesamt macht die Seite redaktionell und technisch einen recht guten Eindruck. Würden die Betreiber noch an ein paar Schräubchen drehen, könnte der Online-Routenplaner im Rennen um den Testsieg mitmischen. So reicht es immerhin für einen soliden dritten Platz.

Zum Vergleichstest

 ViaMichelin.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,7  
  Internetauftritt 3,2    
  Usability 2,4    
  Leistung 2,6    
     
   
     
 

Reiseplanung.de im Test

Online-Routenplaner für den 40-Tonner

 
 
Der kostenlose Routenplaner Reiseplanung.de konzentriert sich auf die Suche nach der besten Verbindung von A nach B. Das klappt gut, teilweise macht die Seite aber auch einen dilettantischen Eindruck. Manche gute Idee, wie etwa die angegebene Route mit Verkehrsinfos zu bestücken, versandet in einer halbherzigen Ausführung. Wer viel einstellen will - etwa, ob er einen 20- oder 40-Tonner fährt - könnte sich auf der Seite aber wohl fühlen.
 

 

Getestet von CMa

Routenplanung made in Holland

Ausschließlich der Routenplanung widmet sich das Portal des niederländischen Anbieters Locatienet mit Sitz im niederländischen Utrecht. Den Nutzer empfängt auf der Startseite sogleich eine große Karte von Mitteleuropa, die - wie die Karten anderer Testteilnehmer - von Navteq kommt. „Reiseplanung" bietet bei der Suche eine Reihe von Auswahloptionen an. Nicht den besten Eindruck macht allerdings, dass die Liste nicht komplett in den Rahmen passt, so dass die unterste Option nur erraten werden kann.


Verdeckt vom Scrollbalken, der nicht weichen will: „Mautstraßen"

Auch andere Aspekte der Seite wirken nicht durch und durch professionell. So ist das Logo nicht auf die Startseite verlinkt, die Seite, auf der sich der Anbieter vorstellt, kann zwar über einen Link im Fuß der grafisch sehr einfach gestalteten Seite erreicht werden, erscheint aber nur in niederländischer Sprache. Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Nutzungsbedingungen sind nicht auffindbar. Etwas gewöhnungsbedürftig erscheint beim Online-Routenplaner „Reiseplanung", dass der Nutzer das Ziel vor dem Startpunkt eingeben muss. Das Auswahlmenü enthält für internationale Reisepläne 46 Länder. Wegbeschreibung und Karten sind ordentlich aufbereitet, beides lässt sich allerdings nur getrennt ausdrucken. Die Route enthält kumulierte Strecken- und Zeitangaben. Auch dieser Testteilnehmer hat die Umwelt mit im Blick und liefert zusammen mit der Strecke das Preisangebot für eine Bahnfahrt aus - allerdings nur für die erste Teilstrecke.

Online-Routenplaner mit großem Fuhrpark im Auswahlmenü

Positiv zu vermerken ist die reiche Auswahl an Fahrzeugen, hier hält „Reiseplanung" den Rekord im Test: Das Menü zählt PKW, PKW mit Anhänger, LKW 20 t, LKW 40 t, Fahrrad, zu Fuß. Da fragt sich nur, wer es - vor allem im Hinblick auf die LKW-Tonnagen - so genau wissen will. Ein weiterer Pluspunkt, zumindest ein halber: Das Portal bietet unter der Registerkarte „Verkehrsinfo" auch Verkehrsmeldungen und Wettervorhersagen, nur leider sind diese Informationen nicht auf die konkrete Route bezogen.  Die Wegbeschreibung erlaubt es dem Nutzer, sich unter den einzelnen Einträgen einen Kartenausschnitt anzeigen zu lassen. Diese Kartenausschnitte enthalten dann immerhin auch die Staumeldungen - ein Schritt in die richtige Richtung aus Nutzersicht.

Der kostenlose Routenplaner „Reiseplanung" erreicht nur einen hinteren Platz im Test. Es ist zwar die eine oder andere gute Idee zu erkennen, die aber nicht ausgereift erscheinen. So ist es beispielsweise ein guter Gedanke, auf Karte und Routentext gleich die dazu gehörenden Verkehrsinformationen zu erhalten, aber dieser Service ist nicht konsequent umgesetzt.

Zum Vergleichstest

 Reiseplanung.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,0  
  Internetauftritt 2,8    
  Usability 2,9    
  Leistung 3,3    
     
   
     
 

Map24.com im Test

Online-Routenplaner mit Teilausfällen

 
  Map24 erhält die Note Befriedigend (2,8)
Wenn der kostenlose Routenplaner Map24 halten würde, was er verspricht, könnte er mit an der Spitze des Teilnehmerfelds liegen: Verschiedene Zusatzfunktionen, darunter so attraktive wie ein 3D-Routenflug, waren im Test einfach nicht in Gang zu bringen. Abgesehen davon handelt es sich aber um einen gut angelegten Online-Routenplaner mit vielen nützlichen Einstellmöglichkeiten und Funktionen, der seine Zukunft noch vor sich hat, wenn er mal alles zum Laufen bringt. Inzwischen findet man map24.com unter here.com.
 
Getestet von CMa

 Der kostenlose Routenplaner Map24 fällt zunächst durch reichlich Werbung auf dem ansonsten recht schmucklosen Portal auf. Daher braucht es bisweilen etwas Geduld, bis Ergebnisse angezeigt werden. Nach der Eingabe von Stadt und Zielort liefert der Server erst einmal die Übersichtskarte, es lassen sich dann zahlreiche Optionen wählen - Fahrzeug oder Fußgänger, die schnellste oder kürzeste Verbindung, Durchschnittsgeschwindigkeiten bei der Nutzung von Autobahn, Bundesstraße, Ortsstraßen oder Fähre, ein kompakter oder ausführlicher Routenbeschreibungs-Stil, Entfernungsangaben in Kilometern oder Meilen, und auch, ob Autobahnen oder Fähren vermieden werden sollen. Ebenso lassen sich an dieser Stelle weitere Zwischenstationen eingeben. Nach einem Klick auf den Button „Weiter" erscheint dann die Wegbeschreibung, die im Test gelegentlich von einer Anzeige unterbrochen wurde.

Kostenloser Routenplaner mit Verkehrsinformationen

So genannte „Sonderziele" wie zum Beispiel Hotels, Radarfallen oder Erdgastankstellen können ebenfalls ausgewählt und entlang der Strecke angezeigt werden. Die Übersichtskarte enthält ferner Warnschilder mit hinterlegten Verkehrsinformationen. Bei den Ergebnissen werden alternativ Kosten und Zeitdauer einer Bahnreise angegeben - ein Pluspunkt in Umweltfreundlichkeit. Map24 erlaubt auch die Eingabe internationaler Ziele, eine Länderliste als Auswahlmenü steht aber nicht zur Verfügung.

Technisch holperte es beim Online-Routenplaner

Während des Tests tauchten einige technische Schwierigkeiten auf. So ging in einem Fall plötzlich das Ziel in der Karte verloren.

Ups, wo ist das Ziel abgeblieben, das vorher mit einem großen „B" gekennzeichnet war?

Zwischendurch zeigte die Karte auch plötzlich Frankfurt als Ziel an, obwohl Hamburg eingegeben war. Oder es erschien beim Klick auf den Button „Druckansicht" anstatt derselben wieder die Startseite.

Bei dem kniffligen Fall, eine Adresse in einer Fußgängerzone anzusteuern, lieferte Map24 auch kein optimales Ergebnis, schickte den Nutzer aber wenigstens nicht mit dem Auto durch eine Fußgängerzone.

Straßenverlauf falsch dargestellt - und ein ziemlicher Umweg, um vom Westen Hamburgs
in die Rahlstedter Bahnhofstraße 17 zu gelangen.

Der 3D-Flug, den der Online-Routenplaner verspricht, fällt aus

Auch wenn es auf der Seite während des Test technisch bisweilen gewaltig hakte -  die interaktive Kartenfunktion war wenigstens teilweise gut in Schuss: Sobald ein Punkt der Wegbeschreibung angeklickt wird, erscheint der entsprechende Kartenausschnitt auf der rechten Seite. Nur der angebotene 3D-Routenflug ließ sich im Test nicht starten, auch bei Versuchen an verschiedenen Tagen. Die technischen Unzulänglichkeiten verwundern etwas angesichts der Tatsache, dass das Portal von der Eschborner NAVTEQ (DE) GmbH betrieben wird, die zum internationalen Navteq-Konzern mit Sitz in Chicago gehört und auch andere Online-Routenplaner im Test mit Kartenmaterial beliefert.

Map24 bietet keinen individuellen Support für kostenlose Produkte an. Der Nutzer muss sich mit den FAQ (Frequently asked questions, regelmäßig gestellte Fragen) zufrieden geben. Dort erscheinen zwar nur vier Punkte zum Thema Routenplanung, diese sind aber ausführlich abgehandelt. Nur wie man das Ding zum Fliegen bringt, war nicht zu ermitteln.

Zum Vergleichstest

 Map24.com - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,8  
  Internetauftritt 2,1    
  Usability 2,2    
  Leistung 3,6    
     
   
     
 

Falk.de im Test

Schnell und gut ausgestattet

 
 
Der Online-Routenplaner von Falk liefert schnelle Ergebnisse und lässt sich komfortabel bedienen, gleichzeitig ist er gut ausgestattet. Der Seite sieht man zudem an, dass die Kompetenz eines namhaften Verlags dahinter steckt. Auch wenn die Zahl der einstellbaren Länder nicht sehr hoch ist, schafft es der kostenlose Routenplaner im Test locker auf den zweiten Platz.
 

 

Getestet von CMa

 

Für eine schnöde Anfrage, wie man  am besten von A nach B kommt, ist das Portal von Falk fast zu schade. Die in kräftigem Blau und Gelb gehaltene Startseite bietet eine Fülle an Informationen - was aber mit dem Nachteil verbunden ist, dass sich nicht immer erschließt, was die Themen eigentlich verbindet. Auf dem technisch und grafisch professionell gestalteten Portal stehen Nachrichten über neue Automodelle neben Hinweisen zur Riester-Rente oder zu Krankenversicherungen, die Navigationsgeräte von Falk werden beworben, in der Rubrik Reise ringen Themen wie „100 Jahre Kino in Santa Barbara", „Abenteuer Dubai" oder „Musik und Flower Power auf Burg Herzberg" um die Aufmerksamkeit des Besuchers. Die Rubrik „Technik" bietet Informationen über Google Apps und andere technische Segnungen für das Kind im Erwachsenen. Es handelt sich also um eine integrierte Auto-, Finanz-, Reise- und IT-Seite - wie auch immer sich die Marketingabteilung die Zielgruppe für diese bunte Mischung vorstellt.

Der kostenlose Routenplaner lässt ich leicht und schnell bedienen

Der Routenplaner, leicht zu finden unter der Registerkarte „Route", ist gut ausgestattet und brachte in einem von zwei Geschwindigkeitstests das zweitschnellste Ergebnis nach Google Maps und erreicht in diesem Punkt den dritten Platz. Falk bezieht Kartenmaterial von Navteq, der Firma, die eine ganze Reihe der Testkandidaten beliefert, die Hybrid- und Satellitenübersicht kommt von Bing, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Karte ist leicht und problemlos zu bedienen, insbesondere funktioniert das Verschieben des Ausschnitts und das Hinein- und Herauszoomen reibungslos, ohne wie bei manch anderem Anbieter zu einer Geduldsprobe auszuarten. Nach der Eingabe von Start und Ziel gibt der Server zunächst die Route aus, hier lassen sich dann verschiedene Optionen einstellen: Reisekosten, Benzinpreis, Benzinverbrauch, der Nutzer kann zwischen der schnellsten und der kürzesten Route wählen, außerdem berechnet der Routenplaner auch, wann der Reisende starten muss, um zu einer bestimmten Zeit anzukommen. Rund um das Ziel sucht das Programm auf Wunsch spezielle Angebote und Einrichtungen wie Ärzte, Kinos und dergleichen. Allerdings bezieht sich der Routenvorschlag nur auf Autofahrten, andere Optionen - mit dem Fahrrad, zu Fuß - lassen sich hier nicht einstellen. Immerhin gibt Falk in der Ergebnisübersicht alternativ den Preis für eine Bahnfahrkarte aus - eine umweltfreundlicher Akzent. Wer sich nicht registriert hat, bekommt in die Wegbeschreibung Werbung eingeblendet.

Speichern von Adressen und Karten im Online-Routenplaner möglich

Die Liste der für die Routenberechnung angebotenen Länder ist mit 45 nicht sehr lang, hier bieten andere Anbieter mehr. Wer sich registriert, kann über  die Funktion myFalk Adressen, Karten und Routen speichern. Die Seite kann in verschiedenen Sprachen dargestellt werden, zur Verfügung stehen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Holländisch.

Positiv fällt bei Falk auf, dass sich die Wegbeschreibung einer angenehmen Sprache bedient, die den Nutzer direkt anspricht - „Biegen Sie an der nächsten Kreuzung links ab" klingt eben freundlicher und weniger technisch als das zackige „Rechts abbiegen" anderer Anbieter. Aber das ist Geschmackssache, daher floss die Art der Formulierung nicht in die Wertung ein.

Der kostenlose Routenplaner lässt sich auch in die eigene Website einbinden

Falk bietet keinen Telefonsupport für seinen kostenlosen Services an, was etwas verwundert, da die im Impressum angegebene Rufnummer sowieso schon 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz kostet. Aber die auf der Seite angebotenen FAQs (Frequently asked questions - regelmäßig gestellte Fragen) sind so umfassend, dass der Nutzer auch so klarkommen dürfte.

Redaktioneller Teil und Anzeigen könnten noch etwas klarer getrennt sein. So finden sich unter der „Service-Ecke" Angebote der Allianz-Versicherung. Auch die Eigenanzeigen für die Falk Navigationsgeräte sind nicht als Werbung gekennzeichnet. Um wirklich ärgerliche Verstöße gegen das Trennungsgebot von Anzeigen und redaktionellem Teil handelt es sich zwar nicht, aber der Besucher der Seite muss bei manchen Klicks schon zweimal hinschauen, um sich zu versichern, ob er nun eine neutrale Information oder eine Offerte vor sich hat.

Falk bietet auch die Einbindung des Routenplaners in die eigene Website an, das Vorgehen ist sehr verständlich beschrieben.

Zum Vergleichstest

 Falk.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,3  
  Internetauftritt 2,4    
  Usability 2,0    
  Leistung 2,4    
     
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