Entertainment

Video-Portale im Vergleich

Im Test: Video-Communities

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Videoportale erfreuen sich stetig größerer Beliebtheit. Jedes Ereignis landet schon Sekunden später als Clip im Internet. Unser Test zeigt, was Sie von welchem Portal erwarten dürfen.
   
     
 

Veoh im Test

Lange Filme statt kurze Clips

 
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Veoh ist ein amerikanisches Portal, dass vor allem längere Reportagen und Filme anbietet, darunter auch deutsche Produktionen wie Derrick oder Tatort. Die Mehrzahl der Inhalte ist Englisch, wie auch in vielen Untermenüs englischsprachiger Text hinter deutschen Schlagworten lauert. Dafür kann unser fünfter Kandidat mit respektablen inneren Werten glänzen.
 

 

Getestet von CL

Alles ein bisschen anders

So richtig angekommen ist das Videoportal Veoh in Deutschland noch nicht - zumindest sprachlich. Das führt teilweise zu lustigen Wortkombinationen wie „Anmelden with Twitter" oder „Anmelden now". Sehr schön ist auch der Satz „Schreiben Sie mir eine Nachricht, wenn nötig", der uns auf einer Support-Seite begegnete. Wer mit diesem multilingualen Sprachenmix klarkommt, kann auf Veoh durchaus auf seine Kosten kommen, denn das Portal bietet nicht unbedingt Alltägliches, und schon gar keine Hitparaden-Clips.

veoh-screenVerwirrung auf der Startseite

Die Startseite von Veoh ist schlicht und beschränkt sich auf das Notwendigste. Ein großes Suchfenster im Header macht deutlich, dass es hier um Videos geht. Etwas verwirrend allerdings ist ein zweites Suchfenster zentral auf der Startseite, welches jedoch keine Ergebnisse von Veoh liefert. Die Kategorisierungen auf der Seite sind gut, speziell die weiteren Untergliederungen sind sehr ausführlich. So wird in der Sektion Musik zwischen 15 Stilrichtungen unterschieden, bei Videos sind es sogar 24 Themengebiete. Da die Seite auf einem weißen Hintergrund steht, ergeben sich gute Kontraste, ansonsten wäre das Farbspiel zwischen dem dominierend Schwarz und dem Türkis vermutlich etwas schwer.

Profilerstellung via Generator

Wer sich bei Veoh anmeldet und es durch die die halb-englische Registrierung geschafft hat, muss dies via Link bestätigen. Dann sind alle Mailfunktionen freigeschaltet und es können eigene Videos hochgeladen werden. Die Seite hat einen generellen Family-Filter am Fuß der Seite, dort kann auch die Hauptsprache der Seite, Englisch, Französisch, Deutsch oder Japanisch eingestellt werden. Inzwischen wissen wir, Englisch ist immer dabei. Bei der Erstellung des eigenen Profils geht Veoh einen Schritt weiter als alle anderen Seiten: hier kann sich der User eine regelrechte Fantasie-Figur zusammenbasteln und zum Beispiel einstellen, ob die Figur tanzen oder klatschen soll.

Umfangreiche Download-Sektion

Wer Videos über die Seite hochladen will, kann alle gängigen Format auswählen. Das Limit liegt hier bei 1 GB. Größere Dateien sind ebenfalls möglich, hierfür jedoch ist dann der Veoh Video Uploader erforderlich, der kostenlos in der Download-Sektion zur Verfügung steht. Dort kann auch der Veoh-Webplayer installiert werden, mit dem das Abspielen von Spielfilmen, Webserien und anderen langen Filmen auf dem PC möglich ist. Auch Videos anderer Portale können bei Veoh eingestellt werden, hierzu muss nur die entsprechend URL eingetragen werden.  Eine Bestätigung via Mail erhält der User für den erfolgreichen Upload allerdings nicht, lediglich eine Mitteilung für den profileigenen Posteingang.

Umfangreiche Suchfunktion

Die Suche bei Veoh erfolgt am einfachsten via Schlagwort, Vorschläge werden bei der Eingabe nicht gemacht. Die Suche liefert zunächst alle Ergebnisse zu einem Begriff, durch diverse Filter kann die Auswahl nach Kriterien wie Stilrichtung, Videolänge oder auch Sprache verfeinert werden. Angeboten wird auch eine weiterführende Suche auf Youtube. Störende Werbung gibt es auf Veoh übrigens kaum. Lediglich ein Banner auf der Startseite und den Inhaltseiten tauchte bei unserem Test auf. Auch beim Abspielen der Clips blieben Werbebotschaften aus.

Falsche Links

Als einziger Anbieter kassierte Veoh Punktabzüge für falsche Verlinkungen. Die tauchten beim Anklicken der Hilfe-Funktionen unter „Support & Infos" im Footer der Seite auf. So landeten wir bei „Häufig gestellte Fragen" zunächst einmal bei ´"What is the history of Veoh". Ein Klick auf „Hilfe" wiederum führt zu einer „About Veoh" Seite. Ob dies damit zusammenhängt, dass die Zukunft der Seite derzeit mehr als unsicher ist, ist schwer zu beurteilen. Denn Veoh musste nach mehreren Gerichtsverfahren, in denen es um Urheberrechte ging, im Februar diese Jahres Insolvenz anmelden. Die Seite hatte in der Spitze Besucherzahlen von bis zu 17 Millionen pro Monat.videoportale_veoh_a

Lange Filme, anspruchsvolle Inhalte

Dass Veoh trotz sprachlicher Mängel und falscher Verlinkungen in unserem Test mit einer glatten 3 abgeschnitten hat, liegt an dem ansonsten überzeugenden Seitenaufbau und der einfachen Handhabung der Seite. Klare Kategorein, sehr gute Suchfunktionen und ein recht umfangreicher Player mit drei Screengrößen und sogar einer extra Downloadfunktion für die Clips sorgten für eine gute Bewertung in der Kategorie Leistung. Freunde schneller, kleiner Clips werden hier allerdings nicht fündig. In der Mehrzahl sind längere Features zu sehen, daneben warten zahlreiche Serien und Web-TV-Kanäle im Archiv. Auch ein umfangreiches Forum gehört zum Angebot der Seite.

Kein Impressum - keine Telefonnummer

In Kontakt treten jedoch konnten wir mit Veoh trotz dieser ganzen Features nicht. Unsere Frage via Feedback-Button blieb ebenso unbeantwortet wie der Kontaktversuch über die Support-Seite. Zwar wissen wir, dass die Seite ihren Ursprung in Kalifornien hat, ein Impressum mit Pflichtangaben jedoch konnten wir trotz intensiver Suche nicht finden. Auch hierfür gab es Punktabzüge.

Zum Vergleichstest

 Veoh - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,0  
  Internetauftritt 3,3   2-5  
  Leistung 2,5   3-5  
  Service 5,0   0-0  
     
   
     
 

Dailymotion im Test

Von Paris in die Welt hinaus

 
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Dailymotion ist ein in 14 Sprachen erscheinendes Videoportal, das 2005 in Paris gegründet wurde. Als einziger Anbieter hat Dailymotion eine Supportanfrage via Mail beantwortet - und das innerhalb von 1 Minute! Das bescherte dem Portal den sicherlich etwas überraschenden Gesamtsieg. Dailymotion ist international und unabhängig, entsprechend vielschichtig sind die Inhalte.
 

 

Getestet von CL

Sehr klar strukturierte Seite

Kunst kontra Kommerz. Dailymotion ist von keinem der großen Medienkonzerne abhängig und muss bestimmte Angebote präsentieren. Dies wird bereits auf der Startseite deutlich, wo keine Logos oder Trailer bekannter TV-Serien das Bild bestimmen. Stattdessen prägt eine ruhige, unaufgeregte und klare Seite den ersten Gesamteindruck. Im Header erklären drei übergeordnete Kategorien das Thema: Videos, Videokanäle und Community. Mittig platziert sind 16 Unterkategorien, rechts die Bestseller der Seite sowie Event-Tipps. Die Interaktion funktioniert einleuchtend einfach: ein grauer Fond zeigt an, dass das mit der Maus ausgewählte Feld sozusagen „aktiv" ist.

Ohne Englisch wird's schwierig

Bereits auf der Starseite wird ein Manko unseres Testsiegers deutlich: die Mehrsprachigkeit. Wenn eine Kategorie in der Überschrift noch als „Vorgestellte Gruppen" zwar etwas holprig, aber zumindest verständlich benannt wurde, heißt der weiterführende Link auf dieser Seite „more featured groups". Dieser leichte Mischmasch aus Deutsch und Englisch zieht sich über die gesamte Seite, mitunter mischen sich auch französische Elemente hinein, was sicherlich dem Ursprung der Seite geschuldet ist. Als User bewegt man sich hier also auf internationalem Parkett. Auch bei Anmeldung werden einige Angaben englisch abgefragt, die Bestätigungsmail hingegen erreichte uns auf Deutsch.videoportale_dailymotion_a

Jugendschutz durch Familyfilter

Im Footer der Seite befindet sich ein permanenter Family-Filter der vorab aktiviert werden kann um zu verhindern, dass nicht jugendfreie Inhalte ausgewählt werden. Ist dieser Filter aktiviert, wird der User beispielsweise bei „sexy" Inhalten hierauf explizit hingewiesen und muss aktiv sein Einverständnis durch einen Bestätigungsklick geben. Daneben werden alle eingestellten Videos von der Redaktion geprüft und freigegeben.

Wenig Werbung - gute Qualitäten

Generell lenkt auf Dailymotion keine nervige Werbung oder Pop-Ups von den eigentlichen Inhalten ab. Gelegentlich tauchen eine Hamburger-Werbung oder Google-Ads rechts neben dem Videofenster auf. Bei offiziellen Inhalten ist auch der Hintergrund mitunter entsprechend gebrandet. Werbung direkt vor den Videos gab es bei unserem Test nicht, lediglich vereinzelt Werbe-Inserts während des Abspielens, die weggeklickt werden konnten.videoportale_dailymotion_b

Ohne Registrierung keine Bewertung

Ein permanenter schwarzer Rahmen verstärkt den „Bildschirm-Effekt" des Videofensters und erhöht die Kontraste. Alle von uns getesteten Videos waren in sehr guter Qualität, sowohl Bild als auch Ton betreffend. HD-Qualitäten werden extra angezeigt und können im Player entsprechend aktiviert werden. Zum gerade ausgewählten Video werden ähnliche Treffer und Playlisten angeboten, sowie weitere Angebote des Anbieters. Verknüpfungen zu Twitter und Facebook sind ebenso möglich, wie ein Exportieren des Videos. Fünf Sterne stehen zur Bewertung zur Verfügung, wobei ein Stern „ts ts" bedeuten soll und fünf Sterne „wow". All dies aber ist nur als registriertes Mitglied möglich, ansonsten bleibt es beim Anschauen der Filme.

Lange Filme als „Motionmaker"

Besonders fleißige User können sich bei Dailymotion auch als Filmemacher, als „Motionmaker" registrieren lassen und haben dann die Möglichkeit Inhalte über das Limit von 20 Minuten hinaus hochzuladen. Wie Dailymotion überhaupt den kreativen Filmemachern sehr viel Platz und Bedeutung zukommen lässt. Suchergebnisse können nach offiziellem und kreativem Inhalt sortiert werden und im Motionmaker-Kanal hat jeder die Möglichkeit zu experimentieren. Daneben stellt Dailymotion seine Plattform auch professionellen Filmstudios, Sendern oder Produzenten zur Verfügung, die hierdurch ihre Verbreitung erhöhen können. So wird auf Dailymotion beispielsweise auch Content von CNN oder der Deutschen Welle gezeigt.

Umfangreiche Suche

Als zentrales Feld ist eine vorbildliche Suchfunktion auf jeder Seite des Portals erreichbar. Die Suche macht Vorschläge entsprechend der Anzahl der Buchstaben, wodurch die Ergebnisse bereits relativ genau vorgefiltert werden. Die Suchergebnisse können sowohl als Liste oder in Viererblöcken dargestellt werden, zudem ist eine Unterscheidung in Videos, Playlisten, Gruppen und Mitgliedern möglich. Daneben können die Ergebnisse jeweils nach Kriterien wie Relevanz, am meisten kommentiert oder nach neuesten Einträgen dargestellt werden. Auch über die Sprache ist eine weitere Filterung möglich. Einziger Schönheitsfehler: Die Anzahl der Treffer wird nicht angezeigt.

Einfacher Upload

Eigene Videos können einfach und schnell eingestellt werden. Nach dem Klick auf ein entsprechendes Feld im Header können detaillierte Infos wie Titel des Videos, Inhaltsbeschreibung und Tags eingefügt werden. Auch Bilder vom Handy oder eine am Rechner angeschlossene Webcam können ausgewählt werden. Vor dem Upload wird noch einmal deutlich auf Copyrightbestimmungen, Jugendschutz und illegale bzw. anstößige Inhalte hingewiesen. Sogar Adresse und Standort der Videoaufnahme kann über einen Landkarteneintrag dokumentiert werden.

Viele Extras

Slideshow, Videowall, Videozap, Jukebox.... Dailymotion bietet jede Menge Extras, die entweder auf der eigenen Seite integriert werden können oder dabei hilfreich sind, Videos zu erstellen, zu verwalten oder zu vertonen. Die eigene Profilseite ist sehr umfangreich und kann vielfältig verknüpft werden. Mailfunktionen können so voreingestellt werden, dass der User jeweils eine Benachrichtigung erhält, wenn ein Kommentar zu einem Video abgegeben wurde oder ein anderer Eintrag auf der Profilseite erfolgt ist. Umgekehrt kann auch voreingestellt werden, dass Kommentare oder persönliche Nachrichten nicht erwünscht sind.

Pluspunkte für die Erreichbarkeit

Wie alle anderen getesteten Portale, so hat auch Dailymotion keine Hotline. Lediglich über Kontaktformular ist eine Anfrage möglich. Dailymotion antwortete auf die deutsch gestellte Anfrage zwar extrem schnell, innerhalb von einer Minute, jedoch bat die Dame darum die Anfrage doch auf Englisch zu stellen. Immerhin wurde unserer Supportanfrage so innerhalb von wenigen Minuten voll umfänglich beantwortet, wodurch das Portal in der Kategorie Service deutlich Pluspunkte gesammelt hat.

Knackpunkt Sprachenwirrwarr

Gleichwohl Dailymotion als Testsieger die meisten Punkte gesammelt hat, die Note von 2,4 ist nicht überragend. Mit einem vor allem sprachlich eindeutigeren Gesamtauftritt würde es das Portal zu noch einem besseren Notenschnitt bringen.

Zum Vergleichstest

 Dailymotion - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,4  
  Internetauftritt 2,0   4-0  
  Leistung 2,3   3-5  
  Service 3,6   2-0  
     
   
     
 

Sevenload im Test

Mehr Web-TV als Videoportal

 
  sevenload-testsiegel sevenload-logo
Sevenload ist ein mulitmediales Portal, bei dem neben Videos auch Fotos hochgeladen werden können. Der Schwerpunkt des Portals liegt aber klar auf Web-TV und der Produktion eigener Sendungen. Vor allem aufgrund des unübersichtlichen Seitenaufbaus, zahlreicher Pop-Ups und des ungenügenden Jugendschutzes gab es hier Punktabzüge.
 

 

Getestet von CL

Alles dreht sich und bewegt sich

Ginge es nach der Zahl der Werbebanner, hätte Sevenload diesen Test gewonnen. Kein Portal bescherte uns mehr störende Pop-Ups und anderen im Internet gängige Werbeformen. Wobei die Betonung auf störend liegt, denn andere Portale zeigen, dass Werbebanner nicht zwingend aufdringlich sein müssen. Daneben jedoch hat Sevenload.de auch noch andere, gravierende Mängel aufzuweisen: Besonders negativ fiel der fehlende Jungeschutz auf. Weder konnten wir einen generellen Familienfilter finden, noch warnte ein entsprechender Blocker vor möglicherweise nicht jugendfreiem Content. Auch bei der Suche nach Clips mit entsprechenden Inhalten reagierte die Seite nicht. Kurz: dem User werden hier keinerlei Grenzen gesetzt.

sevenload-screenshot1Unübersichtliche Struktur

Die Startseite von Sevenload wirkt unübersichtlich und überladen. Das kleine Anbieterlogo oben links geht aufgrund der durchgängigen Rot-Weiß-Farbigkeit auf der Seite unter. Hinzu kommt eine unklare Struktur. Community, Bilder und Videos befinden sich im roten Header, Kanäle jedoch links in der grauen Navigation. Dazu kommen in der rechten Navigation noch die Top 10 Sendungen und in der Mitte drei Clipangebote. Zu allem Überfluss haben die Frames unterschiedliche Formate und sind schlecht voneinander abgegrenzt. Auch in Punkto Lesbarkeit gibt es Abzüge: weiße Schrift auf einem roten, zumal noch strukturierten Hintergrund-Fond ist nicht gerade gut lesbar.

Einfache Registrierung - lange Ladezeiten

Sevenload wirbt viel mit Web-TV auf der eigenen Seite, dass die Registrierung kostenlos ist, erfährt der User jedoch erst wenn er mit dem Registrierungsvorgang beginnt. Ein entsprechender Hinweis auf der Startseite fehlt. Daneben jedoch ist die Anmeldung einfach und unkompliziert. Bereits nach kurzer Zeit erhält der neue User eine Aktivierungsmail, mit der der neue Account bestätigt wird. Auffällig jedoch sind die sehr langen Ladezeiten auf Sevenload. Eine genaue Messung ergab dann auch den langsamsten Wert im Test.

Keine Video-Kategorien

Videos spielen auf Sevenload nur die zweite Geige. Das wird bei einer genaueren Betrachtung der Seitenstruktur deutlich. Denn während in der linken Navigation die Kanäle mit den Web-TV-Angeboten sogar durchnummeriert sind, wodurch vermutlich der „TV-Charakter" des Angebots unterstrichen werden soll, fehlt unter dem Menüpunkt „Videos" eine Kategorisierung gänzlich. Es ist also nur möglich über die Suche an sein Wunschvideo zu gelangen.

Sehr gute Ergebnisstruktur

Nach der Eingabe ist das etwas zu klein geratene Suchfenster überraschte Sevenload mit sehr sauber und übersichtlich geordneten Ergebnissen. Alle Treffer zu einem Suchbegriff werden mit genauer Anzahl in einem Kopfregister angezeigt, das sieben Kategorien unterscheidet: Kanäle, Videos, Bilder, Playlisten, Gruppen, Mitglieder und...Youtube. Die Kooperation mit dem weltweit größten Videoportal geht offenbar sogar soweit, dass Sevenload das Logo auf dem Ergebnisreiter zeigen darf. Durch einen weiteren Filter können dann noch deutsche und englische - hier mit amerikanischer Flagge - Inhalte herausgesiebt werden.

videoportale_sevenload_a1Web-TV auf 11 Kanälen

Sevenload bietet in seinen 11 Kanälen rund 1.200 verschiedenen Sendungen an. Hierzu zählen bekannte TV-Formate wie „Big Brother" oder „Verstehen Sie Spaß", aber auch reine Webformate wie „Red Bull Fighters" oder „Starmag". Ohne Werbung konnte leider keine der ausgewählten Videos abgespielt werden. Die Qualität der Clips war durchweg gut. Sofern möglich, ist auch eine Wiedergabe in HD möglich. Der Sevenload-Player erlaubt bei längeren Sendungen auch eine Szeneauswahl. Weitere gute Features sind ein Abgedunkelt-Modus, bei dem der unmittelbare Hintergrund des Videofensters eingeschwärzt wird. Zwar können alle Videos auf Sevenload mittels eines Codes in die eigene Seite eingebettet werden, allerdings wird an dieser Stelle kein permanenter Code nur für den Clip angeboten.

Sieben goldene Regeln

Sevenload bietet den Upload von Videos und Bildern an. Das Limit liegt bei 1,5 GB. Daneben animiert das Portal seine User, eigene Sendungen zu erstellen und hält hierzu eine spezielle Seite mit Hilfsfunktionen bereit. Grundsätzlich jedoch ist die Hilfeseite nicht sehr umfangreich. Positiv aufgefallen ist noch der „sevenloadknigge", in dem die „sieben goldenen Regeln" des Portals aufgeführt sind. Hakt es trotzdem einmal, soll ein Kontaktformular weiterhelfen. Man ahnt es schon: auch hier haben wir vergeblich um Unterstützung gebeten. Drei Mails - dreimal ist nichts passiert.

Verkappter Clipgenerator

Als einziges Portal im Test verfügt Sevenload über eine Bildergalerie. Auf der Upload-Seite befindet sich rechts unten auch ein „Clipgenerator", mit dem aus einzelnen Bildern und Videosequenzen sowie einer Musikauswahl ein neues Video erstellt und veröffentlich werden kann. Der Haken an der Sache: hierbei handelt es sich auch um ein Gewinnspiel, denn der Clipgenerator wird von einer dritten Firma zur Verfügung gestellt. Wer ihn nutzen will, muss zusätzliche AGBs bestätigen und willigt damit auch ein, Werbung zu erhalten.

Zum Vergleichstest

 Sevenload - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,4  
  Internetauftritt 2,4   3-5  
  Leistung 3,0   3-0  
  Service 5,0   0-0  
     
   
     
 

MyVideo im Test

Rentner-Rock und Popstars

 
  myvideo-kategoriesieger-testsiegel myvideo-logo
MyVideo.de ist der Platzhirsch unter den deutschsprachigen Videoportalen. Rund 6 Mio. Besucher pro Monat verzeichnet das zur ProSieben Sat.1-Gruppe gehörende Portal. Bei uns reichte es zwar nicht zum Sieg, wohl aber zum mit Abstand besten Internetauftritt. Abzüge hingegen gab es für nervige Werbung und unbeantwortete Support-Mails.
 

 

Getestet von CL

Junge Zielgruppe

Bei MyVideo ist der Name Programm. Ob man nun Serien wie Popstars, Oliver Pocher oder andere Formate aus der Welt von Pro Sieben, Sat.1 & Co. mag oder nicht, auf dem größten deutschen Portal werden diese Inhalte nahezu perfekt umgesetzt. Angesprochen werden junge Zuschauer, daher geht es bunt und animiert auf den Seiten zu. Der grau gehaltenen Header fällt da schon fast aus dem Rahmen. Zur Begrüßung zeigt MyVideo zentral seine Popstars. Werden die weggeklickt, warten die Top 100 aus der Musikbranche auf den User.

Gute Struktur durch klare Kategorisierung

Die Seite ist zunächst in 3 Sprachen (Deutsch, Türkisch, Ungarisch) aufrufbar, es gibt jedoch ebenfalls Ableger in Österreich, der Schweiz, der Niederlande sowie Belgin und Rumänien. Die Kategorisierung geht deutlich weiter als beispielsweise bei Dailymotion und Youtube und nimmt dem User sozusagen einen Teil der Sortierung ab. Das erleichtert die Suche, denn so lassen sich zum Beispiel auch Inhalte des Fernsehsender Sixx, der auch zur Sendergruppe gehört, schnell unter dem Menüpunkt „Serien" finden. Ganze Folgen der beliebten Talkshow von Oprah Winfrey können dort verfolgt werden. Über das zentral im Header angelegte Suchfeld können neben Videos auch Mitglieder, Playlisten, Serien, Gruppen und nur Musikvideos gesucht werden. Das Thema Musik spielt neben den TV-Inhalten eine zentrale Rolle auf der Seite. Unter dem betreffenden Menüpunkt sind Rock-, Pop- und Rap-Charts zu finden.  Der gesamte Auftritt, die Struktur und die Bedienung haben bei unserem Test überzeugt, entsprechend hat MyVideo den Klassensieg in dieser Kategorie geholt.

videoportale_myvideo_a1Sehr viel Werbung

Werbung wird auf MyVideo großgeschrieben. Entweder für die eigenen Sendungen und Kanäle, oder für andere zahlende Kunden. Das geht so weit, dass auf nahezu jeder Seite zwei bis drei Banner flackern, hinzu kommen Pop-Ups von Stayfriends, Krankenversicherungen oder Handyspielen. Weiter geht es mit der Werbung beim Abspielen der Videos. Sowohl vor dem Start, als Insert während des Clips und nach dem Ende des Videos flimmerten Werbebotschaften über den kleinen Videoschirm. Ohne Werbeblocker ist MyVideo an dieser Stelle nur schwer zu ertragen.

Partnersuche via Videoportal

Die Anmeldung zum Portal wiederum ist vorbildlich. Nach Eingaben der üblichen Daten wie Name, Geburtsdatum, Benutzername etc. hat der User auch die Möglichkeit einen Newsletter zu abonnieren und sich MyVideo als Toolbar herunterzuladen. Sowohl auf der Startseite als auch auf dieser Eingabeseite wird deutlich darauf hingewiesen, dass MyVideo kostenlos ist. Zur Bestätigung ist hier auch noch die Eingabe eines Sicherheitscodes notwendig.

Das eigene Profil kann vielfältig editiert werden und begleitet den User in der rechten Navigation auf jede Seite. Eine direkte Verknüpfung mit Facebook ist ebenso möglich, wie umfangreiche Statistiken über Freunde, Sehgewohnheiten, Playlists und vieles mehr. Als größte deutsche Videocommunity ist es bei MyVideo sogar möglich, ähnlich wie auf Partnerportalen, Mitglieder nach Geschlecht, Alter, Wohnort und Interessen zu suchen.

Schnellster Upload im Test

Videos sind bei MyVideo auf eine Länge von 10 Minuten beschränkt. Auch hier sind alle gängigen Formate möglich. Als Besonderheit können User ihre Videos durch einen Bestätigungsklick auch fürs Fernsehen freigeben. Dadurch besteht die Chance, mit dem eigenen Filmchen in einer Videoclip-Sendung auf Pro Sieben, Sat.1 oder einem anderen Kanal der Sondergruppe aufzutauchen. Mit einer Uploadgeschwindigkeit von weniger als einer Sekunde hat MyVideo hier den Bestwert erzielt. Einen generellen Family-Filter gibt es auf der Seite übrigens nicht, jedoch müssen Erwachsenen-Inhalte durch Bestätigung eines Warnhinweises freigeschaltet werden.

Themen und Spiele

MyVideo bietet neben den unendlich vielen Videos auch eine spezielle Spiele-Sektion, auf der beispielsweise Online-Spiele kostenlos bereitstehen. Die Seite gehört allerdings nicht unmittelbar zu MyVideo, daher ist eine erneute Registrierung notwendig. Daneben gibt es unter der Kategorie Themen noch als speziellen Menüpunkt „Webisodes", also spezielle Webserien. Hierbei handelt es sich um relativ kurze Episodenfilme, bei denen die User interaktiv auf die Geschichte Einfluss nehmen können.videoportale_myvideo_b

Adressen importieren

Was Youtube automatisch macht, funktioniert bei MyVideo auf Knopfdruck. Unter dem kleinen Menüpunkt „Freunde einladen" in der Kopfzeile bietet das Portal die Möglichkeit, Adressen aus Googlemail, GMX, Web.de und Yahoo zu importieren. MyVideo gleicht diese mit dem Datenbestand ab und erstellt im Profil dann automische eine Freundesliste. Daneben kann das Profil natürlich permanent durch editierte Mailadressen ergänzt werden.

Drei Mails - keine Antwort

So kommunikativ die Community auf MyVideo ist, so sehr hapert es beim Support, der auch nur etwas versteckt über die Hilfe-Seite zu finden ist. Drei Anfragen haben wir geschickt, alle blieben unbeantwortet. Es mag etwas trösten, dass die Seite eine sehr leicht verständliche Hilfeseite mit eigener Suchfunktion hat, als Entschuldigung kann das aber nicht gelten.

Zum Vergleichstest

 MyVideo - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,7  
  Internetauftritt 1,5   4-5  
  Leistung 2,3   3-5  
  Service 5,0   0-0  
     
   
     
 

Clipfish im Test

Serienvielfalt für Fischliebhaber

 
  clipfish-testsiegel clipfish-logo
Clipfish ist das zweitgrößte deutsche Videoportal und hat seine Wurzeln beim Fernsehsender RTL. Entsprechend finden sich zahlreiche RTL-Serien auf der Seite wieder. Das Portal hat vor allem junge User im Visier, bewertet wird mit „Fischen". Neue User erhalten einen „Bigfish" als Ansprechpartner.
 

 

Getestet von CL

Viele bunte Bilder

Grau in Blau statt klare Farben. Clipfish mutet seinen Usern in Sachen Formen und Farben viel zu. Graue Schriften in grauen Frames sind nicht optimal lesbar. Dazu viele verschiedenen Schriftgrößen und jede Menge Bilder und Buttons.

Aber wer auf Clipfish landet, mag es bunt. Die Seite setzt analog zu MyVideo auf TV-Serien und Musik, die Zielgruppe sind die jungen User. Allerdings gelingt Clipfish der Seitenaufbau nicht so eindeutig. Die Schriften im Header sind recht klein und die Benutzerführung in den Kategorien ist etwas eigenwillig und verleitet zu Fehl-Klicks. Eher unglücklich auf der Startseite ist auch das „Verstecken" weiterer Kategorien in der rechten Spalte weiter unten. Vorbildlich dagegen der Hinweis auf die kostenlose Registrierung. Auch der Hilfe-Button im Header ist leider keine Selbstverständlichkeit.

clipfish-screenshotVerkappte Werbung auf der Startseite

Abzüge gibt es für die als Videoclip getarnte Werbung auf der Startseite, am Kopf der rechten Navigationsleiste. Da Frame und Typographie der Größe des sonstigen Contents entsprechen, ist für den User nicht erkennbar, dass es sich hierbei um einen Coca-Cola-Clip handelt. Auch auf den Unterseiten praktiziert Clipfish das ähnlich, zumindest dort jedoch mit dem eindeutigen Hinweis auf eine Anzeige. Auch im Player geizt Clipfish nicht mit Werbung. Bei vielen Top-Videos laufen 15 bis 20 Sekunden verschiedene Commercials, bevor der eigentliche Clip startet. Wenn dann noch Banner, Skyscraper und andere Ads hinzukommen, ist das Werbefeuerwerk perfekt.

Serien satt

Von Tine Wittler über Christian Rach bis zu DSDS in allen Jury-Kombinationen - auf Clipfish ruht ein schier endloser Fundus an TV-Serien. Dazu diverse Web-Shows, die mehr oder weniger viele „Freunde" haben. Um jedoch das passende Video und die gewünschte Serie zu finden, ist Suchen angesagt. Einfacher als sich durch die Kategorien zu klicken geht es bei Clipfish über die Suche. Beim Stichwort „Bohlen" etwa ergeben sich über 7.000 Treffer, die sowohl in Musikvideos als auch Topvideos unterteilt sind. Daneben kann die Suche nach neuesten Videos und den Clips mit den meisten Besuchen verfeinert werden. Warum die Suche nach Kanälen und Mitgliedern nicht ebenfalls dort integriert wurde, ist unverständlich. Clipish zumindest hat sie in einem kleinen Extra-Kasten weiter oben versteckt.

Eher durchschnittlicher Player

Videos können bei Clipfish bis zu 1 GB hochgeladen werden. Allerdings verfügt der Player über keine HD-Funktion oder ein vergleichbares Feature für Clips in sehr hoher Auflösung. Die Standardfunktionen sind vorhanden, eine umfangreichere Statistik zum Clip gibt es jedoch nicht. Auch kann das Videofenster nicht auf Spaltenbreite vergrößert oder als externes Fenster verschoben werden. Praktisch: ergänzend zum großen Suchfenster hat der User in der jeweiligen Kategorie noch ein voreingestelltes Suchfenster - also beispielsweise nur für Musikvideos. So können schnell ähnliche Clips aus dem gleichen Genre gefunden werden.

Fische und der Bigfish

Was gefällt, wird bei Clipfish mit Fischen bewertet. Ein Fisch bedeutet „Fischfutter" - fünf Fische „besser geht's nicht". Wer sich neu anmeldet, bekommt einen so genannten „Bigfish" an die Seite gestellt. Der Bigfish ist ein erfahrenes Mitglied der Community und kennt sich in dem Portal aus. Bei Fragen, Unklarheiten und sonstigen Fragezeichen soll der Bigfish erster Ansprechpartner sein - heißt es auf der Hilfeseite. Leider hat das bei unserem Test nicht funktioniert, denn beide Fragen an den „Bigfish" blieben auch nach einer Woche unbeantwortet.videoportale_clipfish_a

Kommunikation gleich null

Auch andere Versuche via Kontaktformular mit Clipfish ins Gespräch zu kommen, versandeten. Zwar befindet sich das Portal damit in bester Gesellschaft, doch wenn es schon ein Community-Programm gibt, bei dem erfahrene User einen neuen Nutzer an die Hand nehmen, sollten die „Bigfishs" auch angehalten sein zu reagieren. Für Clipfish-Neulinge bleibt damit nur die Hilfeseite für Fragen aller Art. Hier sind die wichtigsten FAQs gelistet, zudem ist unter dem Punkt „Weitere Fragen" eine Support-Mailadresse versteckt, über die wir aber leider auch keine Antwort erhielten. Eine dritte Möglichkeit mit Clipfish in Kontakt zu treten bietet ein Formular auf der „Kontakt"-Seite. Doch trotz freundlicher Ansprache und viel Geduld führte auch dieser Kontaktversuch nur ins Leere.

Nicht mehr ganz zeitgemäß

Unterm Strich wirkt die Clipfish-Seite nicht mehr ganz zeitgemäß. Speziell vor dem Hintergrund, dass hier junge User angesprochen werden. So verfügt Clipfish zwar über eine Facebook-Seite, allerdings ist ein Importieren von Adressdaten mit Clipfish nicht möglich.  Der Videoplayer entspricht ebenfalls nicht aktuellen Standards. So fehlt beispielsweise ein Link zu einem Kaufangebot für eben gehörte Songs. Will der User einen Clip in die eigene Seite einfügen, werden diese Informationen ausgerechnet Formatfüllend auf dem Videoscreen angezeigt.

Zum Vergleichstest

 Clipfish - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,0  
  Internetauftritt 2,3   3-5  
  Leistung 2,6   3-5  
  Service 5,0   0-0  
     
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