eBay Motors im Test

Bei Gebrauchtwagen nur die Nummer fünf

  eBay-Motors erhält im Test die Note Befriedigend (3,0)
Das größte Auktionshaus im Internet bietet einen eigenen Bereich für Auktionen und Festpreisangebote von Autos, Nutzfahrzeugen und Kfz-Zubehör. Leider bleibt bei eBay Motors der Komfort auf der Strecke. Mit der zweitschlechtesten Nutzerfreundlichkeit und den teuersten Preisen reichte es nur für den fünften Platz im Vergleichstest.
 

Getestet von CMa

eBay ist ohne Zweifel die Nummer eins unter dem Internet-Auktionshäusern. Die wenigsten wissen, dass Ebay auch eine spezielle Seite für Auktionen von Fahrzeugen bietet. Wer sein altes Auto im Internet verkaufen möchte, erreicht eBay Motors über das horizontale Auswahlmenü der Startseite oder durch die direkte Eingabe der Internetadresse motors.ebay.de.

Autos kaufen und verkaufen in gewohnter Ebay-Umgebung

Wer sowieso bei eBay aktiv ist, fühlt sich sofort zu Hause. Allerdings werden die eBay-Macher für ihre Motors-Einstiegsseite sicherlich keinen Designpreis gewinnen. Den Besucher erwartet eine blaue Wüste aus Links, die sich nicht nur auf Automobile, sondern auch auf Kfz-Zubehör beziehen. Im Grunde genommen besteht die Motors-Seite lediglich aus Verweisen, die zu den entsprechenden Angeboten auf der regulären Auktionsplattform führen.

Schwierige Kontaktanbahnung

Bei den Website-Standards kann eBay natürlich mit seiner langjährigen Erfahrung auftrumpfen: Jede Funktion ist schnell erreichbar, Information zum Unternehmen findet man im Footer, Hilfe und FAQ-Sektion sind vorbildlich. Allerdings verhält sich das Internetauktionshaus zuweilen auch wie ein Geheimniskrämer: Das Impressum beispielsweise lässt sich nicht von jeder Seite aus aufrufen. Auch die Kontaktoptionen sind ziemlich versteckt: Wer bei eBay anrufen oder eine Mail schicken möchte, muss sich erst umständlich anmelden und durch einen langwierigen Fragenkatalog arbeiten, bis er die passenden Kontaktdaten übermittelt bekommt. Immerhin: Die Telefonkosten sind moderat: 0,14 € pro Minute gehen in Ordnung.

Gebrauchtwagen-Auktion mit Hintertürchen

Trotz eigener Startseite für die Motors-Sektion gibt es auf der Frontpage kein eigenes Suchformular. Ein paar Automobilhersteller können direkt ausgewählt werden, das war´s aber auch schon. Ein Klick auf „Alle Autos" führt auf die bekannte eBay-Ergebnisseite. Die lässt sich wie gewohnt anpassen und sortieren. Suchanfragen können gespeichert und per E-Mail-Nachrichtendienst verfolgt werden. Das alles setzt natürlich ein bestehendes eBay-Konto voraus. Attraktive Angebote können auf eine Beobachtungsliste gesetzt und die Preisentwicklung beobachtet werden. Das macht auch Sinn, denn nur rund ein Fünftel aller KFZ-Angebote wird mit der „Sofortkaufen"-Option online gestellt. Trotzdem sind nicht alle Fahrzeugangebote waschechte eBay-Auktionen. Für Gebrauchtwagen bietet eBay nämlich die Option „Mindestpreis" an: Wenn der vom Verkäufer gesetzte Mindestpreis nicht erreicht wird, muss er sein Fahrzeug nicht an den Höchstbietenden verkaufen. Es handelt sich sozusagen um eine Auktion mit Hintertürchen. Das ist gut für die Verkäufer, die ihr altes Schätzchen nicht für einen Appel und ein Ei verkaufen wollen, kann aber zu Frustrationen bei potenziellen Käufern führen: Der Mindestpreis bleibt für die Bieter bis zum Schluss der Auktion geheim.

Suchfilter: Bedienung umständlich, aber beim Sonderzubehör für Gebrauchtwagen top!

Die eigentliche Suche nach dem neuen Auto erfolgt über die Freitextsuche oder die einzelnen Filtermöglichkeiten im Seitenmenü der Ergebnisliste. Die Auswahl der Suchfilter beschränkt sich auf das Nötigste. Wem die sechs angezeigten Auswahloptionen pro Filter nicht genügen, der kann per Klick auf „Mehr Auswahl" eine vollständige Liste öffnen. Die legt sich etwas umständlich als Pop-up-Fenster über das Suchergebnis. Beschädigte Fahrzeuge können nicht ausgeschlossen werden. Umgekehrt geht es schon:  Wer will, kann explizit nach „Bastlerware" suchen. Das Geschäft mit fahrenden Ersatzteillagern boomt nach wie vor. Vermisst haben wir einen Filter für Kraftstoff, Importfahrzeuge, Angebote mit Bild, Anzahl der Türen, Anzahl der Sitzplätze und Garantiesiegel. Vorbildlich umfangreich sind die Suchoptionen für Sonderausstattung und Sicherheitszubehör. Ob Schadstoffklasse, Allrad, Sitzheizung, ABS oder ESP: So ziemlich alle Extras lassen sich für die Suche definieren. Trotz der vielen gewerblichen Anbieter kann explizit auch nach Gebrauchtwagen von Privatpersonen gefahndet werden. Typisch für eBay: Die Angebote lassen sich nicht miteinander vergleichen.

Autos wie Bücher oder CDs verkaufen

Wer sein Auto verkaufen will, muss dafür den normalen eBay-Angebotsprozess durchlaufen, so als ginge es um Bücher oder CDs. Mit den Daten aus dem Fahrzeugschein kommt man aber nicht weit: Die Vorschlagsfunktion für die Artikelbeschreibung, die bei anderen Artikeln meist recht passabel funktioniert, versagt bei Kfz. Auch das Schnellformular lässt sich nicht verwenden. Also gilt es, sich durch ein endlos scheinendes Eingabeformular zu kämpfen. Immerhin: 12 Bilder sind kostenlos mit dabei.

Ebay Motors ist Schlusslicht bei Preis/Leistung

In unserer Testkategorie „Preis/Leistung" landete Ebay Motors auf dem letzten Platz. Das Angebot selbst ist zwar kostenlos, im Erfolgsfall jedoch - und darauf zielt eine Auktion ja schließlich ab - fallen die höchsten Gebühren im Testfeld an: Ebay verlangt eine zweigeteilte Verkaufsprovision von 19,- Euro zzgl. 3,5 Prozent vom Verkaufspreis (maximal 54,- Euro). Bei einem guten Verkauf verdient ebay demnach 73,- Euro. Überdies stehen die Angebote maximal zehn Tage im Netz. Alle anderen getesteten Autoplattformen gaben den Autos mehr Zeit für den Besitzerwechsel. Wer seine Auktion besonders attraktiv machen will, kann die üblichen Zusatzfunktionen hinzubuchen. Für die Option „Mindestpreis" fallen sofort 11,99 Euro an.

Zum Vergleichstest

 eBay Motors - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,0  
  Internetauftritt 2,6   3-5  
  Usability 2,9   3-0  
  Preis/Leistung 4,0   1-0  
     

 

   
     
 

Autoscout24.de im Test

Ausgezeichneter Internetauftritt mit sehr guten Preisen

 
  Autoscout24 ist Testsieger in der Kategorie Internetauftritt
Manchmal ist es nur ein hauchdünner Vorsprung, der den Sieger vom Zweitplatzierten trennt. So auch bei Autoscout24 und dem Testsieger Mobile.de. Lediglich um 0,5 Punkte verfehlt das Autoportal der Scout24-Gruppe den Testsieg. Das Angebot an Gebrauchtwagen ist aber ähnlich umfangreich und die redaktionellen Inhalte ausgezeichnet. Fazit: Wenig zu bemängeln, viel zu loben und ein immer noch „sehr guter" zweiter Platz.
 

Getestet von CMa

Gemäß Selbstdarstellung verzeichnet Autoscout24 jährlich 13 Millionen Nutzer und vermittelt monatlich rund 300.000 Fahrzeuge. Die Grundlagen für diesen Erfolg legt die Website mit ihrem einfachen und schnörkellosen Aufbau. Wer eines der Portale aus dem Scout24-Portfolio kennt, findet sich auf allen andern auch zurecht. Um der Familientradition treu zu bleiben, verzichtet Autoscout24 auf ein Logo, das sofort erkennen lässt, worum es beim Onlineangebot geht. Ist auch nicht so schlimm, schließlich sieht der Besucher beim ersten Besuch der Website ziemlich schnell, wie hier der Hase läuft bzw. der Gebrauchtwagen flitzt. Die Startseite flitzt allerdings bei langsamen Internetzugängen nicht gerade: Mit 6,5 Sekunden bei DSL 1.000 ist Autoscout24 eine lahme Ente, wenn man das Portal mit den anderen Testteilnehmern vergleicht.

Ausgezeichneter Internetauftritt mit vielen Zusatzfunktionen

In unserer Testkategorie „Internetauftritt" erreicht Autoscout24 die volle Punktzahl und sichert sich den Testsieg in diesem Bereich. Hilfe- und FAQ-Sektion, Impressum, Datenschutzerklärung, Newsletter, „Über uns"-Bereich, Service-Hotline, sogar Social-Media-Anbindung und vielfältige Kontaktmöglichkeiten: alles da und alles leicht zu finden. Die horizontale Navigationsleiste ist zwar recht klein geraten, dafür macht sie einen aufgeräumten Eindruck. Ähnlich wie Mobile.de setzt auch Autoscout24 auf solide und gut recherchierten redaktionellen Content, der über die reinen Suchfunktionen hinausgeht. Eine eigene Redaktion schreibt Test- und Fahrberichte, darüber hinaus gibt es tonnenweise Videos, Newsmeldungen und viele Ratgeber rund ums Auto. Die Themen sind so gut aufbereitet, dass sich ein Newsabo per RSS oder die Bestellung des Online-Newsletters wirklich lohnen. Ein Forum, viele Kontaktmöglichkeiten (Mail, Kontaktformular und Telefon), ein eigener Zugang für Mobilfunkgeräte, iPhone-App, Glossar und FAQ runden das vollständige Informationsangebot ab. Außerdem top: Ein Autokatalog, der nicht nur alle Varianten und Motorisierungen auflistet, sondern sogar Erfahrungsberichte der Autoscout24-Nutzer aufnimmt.

Übersicht ist Trumpf: Viele Suchfunktionen und keine störende Werbung

Und wie gestaltet sich die Suche nach einem Fahrzeug? Einfach! Direkt auf der Startseite können per Schnellsuchformular die wichtigsten Eckpunkte festgehalten werden. Neben Gebrauchtfahrzeugen kann auch nach Neuwagen, Motorrädern, Nutzfahrzeugen und Zubehörteilen geforscht werden. Im nächsten Schritt landet der Autokäufer auf einer übersichtlichen Ergebnisseite. Erfreulicherweise gibt es hier kaum Werbung und wenn doch, macht sie sich klein und kriecht unter den Suchergebnissen aus dem direkten Blickfeld des Besuchers. Die Ergebnisliste kann frei sortiert werden. Etliche Suchfilter lassen sich auch noch nachträglich setzen: Dabei zeigt Autoscout24 konkret an, wie viele Fahrzeuge den jeweiligen Bedingungen entsprechen. Einzelne Fahrzeuge können auf eine Merkliste gesetzt werden. Dazu öffnet sich automatisch ein Fenster, das den Besucher um eine Registrierung bittet. Wer nur ein paar Fahrzeuge vergleichen will, kann dies auch ohne eine Anmeldung tun.

Inserat: Den Gebrauchtwagen perfekt in Szene setzten

Während die Suche nach dem Traumauto ähnlich angenehm wie beim Testsieger abläuft, fällt die Angebotsaufgabe bei Autoscout24 einen Tick weniger komfortabel aus. Das Inserat kann per Fahrzeugschein gestartet werden oder alternativ per Auswahlmenü. Wer die Fahrzeugpapiere zur Hand hat, sollte immer mit der Schlüssel- und Typnummer starten: Dann füllt Autoscout24 nach einer Feinauswahl die Basisdaten im Angebotsformular vollautomatisch aus. Bei Autoscout24 helfen Tooltipps und Links zu einem Glossar für Kfz-Fachausdrücke. Preisvorschläge bietet das Autoportal zwar an, die Auswertung ist jedoch nicht kostenlos, sondern wird per „Schwacke-Fahrzeugbewertung" für 7,90 Euro realisiert. Der Preis des Fahrzeugs kann nur als Endpreis, nicht jedoch als Verhandlungsbasis ausgewiesen werden. Bis zu 15 Fotos gesellen sich zum hoffentlich aussagekräftigen Angebotstext. Sogar ein Video ist möglich. Autoscout24 stellt einen kurzen PDF-Ratgeber zur Verfügung, in dem erklärt wird, wie man das eigene Fahrzeug möglichst effektiv in Szene setzt.

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Im Vergleich zum Testsieger listet Autoscout24 weniger Fahrzeuge in der Datenbank. Der Abstand ist zwar gering, aber insbesondere bei der regionalen Suche deutlich (siehe Vergleichstest). Beim Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Autoportal hingegen top: Das Inserat ist kostenlos und bleibt mit acht Wochen auch ganz besonders lang online. Wie eingangs erwähnt, ist der Abstand zum Testsieger unterm Strich sehr gering. Insofern: ein „sehr guter" zweiter Platz.

Zum Vergleichstest

 Autoscout24.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 1,3  
  Internetauftritt 1,0    
  Usability 1,6    
  Preis/Leistung 1,4    
     
   
     
 

Pkw.de im Test

Selbst suchen oder suchen lassen

 
  Pkw.de erhält im Test die Note Gut (2,2)
Gute Bedienbarkeit, großes Angebot, viele Service- und Kontaktmöglichkeiten zeichnen Pkw.de aus. Vor allem Autokäufer profitieren vom Geschäftsmodell des Autoportals: Sie können selbst nach Angeboten suchen oder Ihre Wünsche in einem Gesuch formulieren und anschließend passgenaue Offerten erhalten. Praktische Sache. Über die weiteren Stärken und Schwächen des Autoportals klärt unser Einzeltest auf.
 

Getestet von CMa

Grün, grün, grün sind alle meine Autos. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Bei Pkw.de gibt es nicht nur Fahrzeuge in der Farbe des Frühlings. Gemeint ist vielmehr der Look des Autoportals. Zwar weiß man auf den ersten Blick nicht, worum es geht - es gibt weder Autos im Logo noch im oberen Bereich der Startseite - doch das gibt sich spätestens, wenn man ein wenig in der überzeugend aufgebauten Suchmaschine herumstöbert.

Ansprechend und ansprechbar: Autoportal mit gutem Design und vielen Kontaktmöglichkeiten

Das Webseitenlayout überzeugt: Die horizontale Navigationsleiste verfügt über ausklappende Menüs, die bereits im Auswahlbereich die Schnellsuche und Angebotsaufgabe ermöglichen. Das spart Zeit und ist sehr übersichtlich. Pkw.de zeigt sich kontaktstark: Besuchern steht die gesamte Palette der Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung: Kontaktformular, E-Mail, Fax und Telefon. Die Hotline liegt mit 0,39 Euro pro Minute im Mittelfeld. Informationen zum Unternehmen findet der Besucher ebenso einfach, wie eine FAQ-Sektion. Besonders schnell ist die Webseite nicht gerade: 5,47 Sekunden dauert es, bis sich die Startseite bei DSL 1000 geöffnet hat.

Hybrides Geschäftsmodell: Autokäufer können selbst Gesuche aufgeben

Das Geschäftsmodell von Pkw.de unterscheidet sich von dem der anderen Testteilnehmer. Zwar kann man auch hier als Privatperson Autos verkaufen, das Portal ist aber in erster Linie auf Händler als Verkäufer fokussiert. Insofern ist Pkw.de ein Hybrid: Potenzielle Autokäufer können nicht nur im Datenbestand suchen, sondern auch selbst Gesuche aufgeben - die dann vom Portal gegen Gebühr an die registrierten Händler weitergeleitet werden. Die können den Interessenten anschließend maßgeschneiderte Angebote machen - für Neuwagen, aber auch für Gebrauchte. Pkw.de verdient sein Geld somit vor allem über den Handel mit den Kundenanfragen und Kontaktdaten.

Die Suche nach dem Gebrauchtwagen: Umfangreiche Filterfunktionen

Wer selber suchen will und die normale Suchfunktion verwendet, kann bei Pkw.de fast wunschlos glücklich werden. Entweder verwendet man die Schnellsuche im Menü bzw. auf der Startseite oder man nutzt das sehr ansprechend gestaltete Detailsuchformular. Nutzfahrzeuge lassen sich allerdings nicht finden, eine internationale Suche ist ebenfalls nicht möglich. Beschädigte Fahrzeuge lassen sich weder auswählen noch ausschließen. Die Ergebnisliste kann auf zwei unterschiedliche Weisen fein justiert werden. Im oberen Bereich erscheinen die per Schnellsuche eingegebenen Suchstrings. Diese können flott revidiert oder ergänzt werden. Im Seitenbereich stehen zusätzliche Optionen zur Verfügung. Als störend erweisen sich die überall auf der Seite verstreuten Google-Anzeigen. Zwar ist die Werbung entsprechend gekennzeichnet, Farbe und Aufbau ähneln aber dem normalen Seitenmenü, sodass Verwechslungen nicht ganz ausgeschlossen sind. Die Suche nach Händler-Garantiesiegeln ist möglich, allerdings konnten im Test lediglich zwei Garantiesiegel ausgewählt werden. Die Auswahlkästchen für Sonderzubehör sind zahlreich, bei der Suche nach Sicherheits- und Umweltausstattung beschränkt sich Pkw.de auf das Nötigste. Alle Suchaufträge können gespeichert werden. Wurden mehrere Fahrzeuge gefunden, die dem Interessenten gefallen, kann er sie auf eine Merkliste setzen. Das funktioniert erfreulicherweise auch ohne eine vorherige Anmeldung.

Auto verkaufen: Basisdaten per Fahrzeugschein erfassen

Das eigene Auto verkauft man auf Pkw.de in vier Schritten. Die Auswahl über den Fahrzeugschein ist möglich und komfortabel gelöst. Die Website unterstützt den Verkäufer bei der Eingabe der Daten, Zusatzinformationen müssen allerdings wie gehabt in ein umfangreiches Formular eingetragen werden. Die Pflichtfelder sind markiert, ansonsten gibt es aber keine weiteren Eingabehilfen. Wer nicht so recht weiß, welchen Preis er verlangen soll, kann sich einen Durchschnittspreis vorschlagen lassen. Pkw.de macht das allerdings nicht kostenlos, sondern nutzt dafür die Schwacke-Autobewertung. Kostenpunkt: 7,90 Euro. Der Verkaufspreis kann als Festpreisangebot oder Verhandlungsbasis angegeben werden.

Vier Wochen müssen für das kostenlose Inserat reichen

Das Inserat ist kostenlos, ebenso wie die zwölf Bilder, die hinzugefügt werden können. Allerdings können private Verkäufer maximal zwei Fahrzeuge einstellen. Erfreulich: Pkw.de weist im Angebotsprozess, wenn auch sehr klein, auf die Live-Schaltung des Angebots hin. Vier Wochen müssen reichen, um das Auto zu verkaufen. Nach dieser Zeit wird das Angebot automatisch deaktiviert. Bei der Anzahl der gefundenen Fahrzeuge im Datenbestand liegt Pkw.de im Mittelfeld. Bundesweit landet das Autoportal auf dem dritten, bei der regionalen Suche auf dem vierten Platz. Fazit: Pkw.de schafft es mit der Gesamtnote „gut" auf den dritten Platz.

Zum Vergleichstest

 PKW.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,2  
  Internetauftritt 1,7   4-0  
  Usability 2,4   3-5  
  Preis/Leistung 2,4   3-5  
     

 

   
     
 

Gebrauchtwagen.de im Test

Komfortable Autosuche im Netz

 
  Gebrauchtwagen.de erhält im Test die Note Gut (2,4)
Gebrauchtwagen.de gehört zu den Autoportalen mit dem besten Webdesign im Test. Alles schön rund, harmonisch und mit einer sehr guten Bedienbarkeit. Schwächen offenbaren sich vor allem bei den Servicefunktionen: Hilfen und wichtige Angaben fehlen auf der Homepage - und die Hotline ist teuer. Dafür sind private Inserate kostenlos, auch wenn die Anmeldung als Verkäufer noch vereinfacht werden könnte.
 

Getestet von CMa

Endlich ein Autoportal, dass auch ein Automobil im Logo führt - auch wenn das eher an ein Bobbycar erinnert. Bei Gebrauchtwagen.de sieht man gleich, wo man sich befindet. Es ist kein Zufall, dass man überall auf den Seiten des Autoportals Finanzierungsangebote der Sparkasse findet. Betreiber ist die Sparkassen-Finanzportal GmbH, die mit der Gebrauchtwagenbörse vor allem ihre Finanzierungsangebote unters Volk bringen möchte. Das ist völlig legitim, solange das Portal ansprechend gestaltet ist und überdies eine gute Suchleistung abliefert.

Autoportal mit rundum gelungenem Design

Das Design von Gebrauchtwagen.de gefällt auf Anhieb. Blau, Weiß und Rot sind die prägenden Farben. Die Startseite wirkt mit ihren abgerundeten Kanten sehr homogen und harmonisch. Das freundliche Aussehen kostet allerdings Ladezeit: Mit 6,2 Sekunden bei DSL 1.000 ist Gebrauchtwagen.de nicht gerade das flotteste Autoportal. Die Startseite verfügt über ein horizontales Menü, ein Suchfeld im linken Bereich und mehrere Kästen mit aktuellen Angeboten sowie Links zum integrierten Automagazin. Letzteres ist nicht gerade umfangreich, bietet aber immerhin grundlegende Informationen und Fahrerberichte zu aktuellen Fahrzeugen. Ebenfalls gelungen: Statt Bleiwüste verrät ein großes Autofoto direkt auf der Startseite, worum es geht.

Fragen kostet was: Viele Kontaktmöglichkeiten, aber teure Hotline

Wer mit der Bedienung der Webseite nicht klarkommt, oder andere Fragen an die Betreiber hat, findet im Kontaktbereich vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten: Telefon, Fax, ein Mailformular und eine E-Mail-Adresse stehen zur Verfügung. Die Servicehotline ist allerdings recht teuer: 0,42 Euro pro Minute sind happig. Informationen über die Betreiber gibt es faktisch nicht: Weder eine „Über uns"-Sektion noch Onlinehilfe oder FAQ-Bereich findet man. Da bleibt nur der Blick ins Impressum ...

Gute Suchfunktion: Komfortabel Autos kaufen

Die Such-und Sortierfunktionen sind bei Gebrauchtwagen.de sehr komfortabel. Direkt auf der Startseite kann sofort nach dem neuen Auto geforscht werden. Wer sein altes Schätzchen verkaufen will, kann dies ebenfalls direkt auf der Frontpage tun. Im Unterschied zu vielen anderen Autoportalen hat sich Gebrauchtwagen.de ausschließlich auf PKW spezialisiert. Nutzfahrzeuge können weder gesucht noch angeboten werden. Standardmäßig erfolgt die Suche immer nach Händlerangeboten. Private Offerten muss der Besucher explizit auswählen. Die Ergebnisliste sieht schick und übersichtlich aus. Für die Feinjustierung der Ergebnisse kommen Schieberegler im linken Seitenbereich zum Einsatz: Das geht schnell, macht Spaß und ist sehr komfortabel. Die verschiedenen Möglichkeiten, die Suche einzugrenzen, sind groß, sodass man sehr schnell geeignete Fahrzeuge findet. Wer sich heiße Kandidaten merken möchte, kann sie auf einen Merkzettel setzen: Das funktioniert auch ohne vorherige Anmeldung. Alle Fahrzeuge auf dem Merkzettel können bequem miteinander verglichen werden.

Autos verkaufen mit Hürden bei der Angebotserfassung

Wer sein Fahrzeug bei Gebrauchtwagen.de inserieren möchte, sollte sich auf ein schwieriges Prozedere gefasst machen. Soll heißen: Erst wird das Auto mit sämtlichen Eckdaten erfasst, danach muss sich der neue Nutzer registrieren. Anschließend erhält er einen Freischaltlink, mit dem er sich wieder neu einloggen muss, um schließlich sein begonnenes Inserat aufzurufen und im letzten Schritt Ergänzungen anzubringen sowie Bilder hinzuzufügen. Das hätte man wirklich auch einfacher lösen können. Immerhin: Gebrauchtwagen.de unterstützt die Fahrzeugerfassung mithilfe des Fahrzeugscheins. Nach Eingabe der Hersteller- und der Typschlüsselnummer lotst die Website den Verkäufer durch die verschiedenen Varianten und Motorisierungen des gewählten Modells. Das Autoportal unterstützt den Verkäufer allerdings nicht mit Preisvorschlägen, wie es einige der anderen Testteilnehmer tun.

Kostenlose und langlebige Gebrauchtwagen-Inserate

Als Preis kann nur ein Endpreis angegeben werden, die Option "Verhandlungsbasis" wird nicht angeboten. Inserate von Privatpersonen sind bei Gebrauchtwagen.de grundsätzlich kostenlos. Die Inserate bleiben acht Wochen online: Das ist üppig bemessen und sollte für einen erfolgreichen Verkauf ausreichen. Leider erfährt man weder auf der Webseite noch im Laufe des Insertionsprozesses, wie lange die Anzeige online geschaltet bleibt. Wir mussten die recht teure Hotline bemühen, um diese wichtige Information zu ergänzen.

Einziges Autoportal mit sicherer Datenübertragung

Bei der bundesweiten Suche nach Fahrzeugen landete das Automobilportal auf dem vierten Platz. Bei den regionalen Angeboten kam sie auf Platz drei. Wenn ein Finanzinstitut ein Autoportal betreibt, kann man davon ausgehen, dass die Datenübertragung sicher ist. Als Einziges von allen getesteten Portalen verschlüsselte Gebrauchtwagen.de die Nutzerangaben bei der Online-Übertragung. In der Gesamtbewertung landet das Portal mit der Gesamtnote „gut" auf dem vierten Platz.

Zum Vergleichstest

 Gebrauchtwagen.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 2,4  
  Internetauftritt 2,3   3-5  
  Usability 2,6   3-5  
  Preis/Leistung 1,6   4-5  
     

 

FREIZEIT + REISEN

Autoportal-Anbieter im Vergleich

Im Test: Auto kaufen und Auto verkaufen

Autos kaufen geht nicht nur beim „freundlichen Händler” um die Ecke. Im Internet findet man schnell das Auto, das zu einem passt. Sechs Autoportalen haben wir unter die Haube geschaut. Die Ergebnisse lesen Sie hier.
   
     
 

Auto.Quoka.de im Test

Gebrauchtwagen per Kleinanzeige

 
  Auto.Quoka.de erhält im Test die Note Befriedigend (3,2)
Quoka ist kein spezialisierter Automobilmarktplatz, sondern einer der größten Kleinanzeigenmärkte im Netz. Dass es am Ende nur für den letzten Platz gereicht hat, liegt vor allem an der schlechtesten Usability im Test. Immerhin: Das eigene Auto kann man hier acht Wochen kostenlos inserieren.
 

Getestet von CMa

Quoka ist der verlängerte (Internet-) Arm der Kleinanzeigenverlage Quoka GmbH, Such&Find Offertenzeitung GmbH, Such&Find Kempen Verlags GmbH, Zweite Hand Verlags-GmbH und der Inserat Verlag GmbH. Die Macher haben dem Gebrauchtwagenbereich von Quoka und der KFZ-Suche viele der Suchfunktionen verpasst, die sich auch bei den anderen Teilnehmern finden. Abstriche muss man vor allem beim Komfort machen - aber auch bei der Leistung.

Quoka ist ein buntes Autoportal

Quokas Autosuche erreicht man entweder direkt über die URL autos.quoka.de oder man klickt sich über die Quoka-Startseite bis zur Kategorie Automarkt durch. Der erste optische Eindruck: bunt, bunt, bunt! Alle Farben dieser Welt sind bei Quoka verbaut. Überdies macht die Site einen wenig harmonischen Eindruck: Zahlreiche Kästchen und Werbebanner - auch für eher zweifelhafte Webservices - zerschießen die Startseite. Gewinnspiele und Google-Anzeigen, die sich teilweise sogar als interne Links tarnen, machen die Website unruhig. Es ist schon ziemlich schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und die Suchergebnisse von der Werbung zu unterscheiden. Klar: Wer kostenlose Anzeigen anbietet, muss sich irgendwie refinanzieren. Aber muss dann die Übersicht dermaßen verloren gehen?

Gut: ausführliche Hilfsfunktionen für die Suche nach Gebrauchtwagen

Die Navigation erfolgt fast ausschließlich über die Kategorien-Links auf der Startseite. Quoka verwendet gleich zwei horizontale Navigationsleiten, die überdies ein vollkommen unterschiedliches Design aufweisen. Die oberste bietet den Zugang zur sehr kurz geratenen FAQ-Liste und einem Nutzerforum. Gut: Eine eigenständige Hilfe-Sektion gibt es auch, die beispielsweise über den Foto- und Videoupload und die unterschiedlichen Anzeigentypen informiert. Die Hauptnavigation besteht aus drei Links: Hier kann man Kleinanzeigen suchen, selbst inserieren und den Mitgliedsbereich „Mein Quoka" aufsuchen. Wer Kontakt mit Quoka aufnehmen will, dem bieten sich drei Möglichkeiten, die allerdings gut in der Info-Sektion versteckt sind: Fax, E-Mail und Telefon. Die telefonische Auskunft schlägt bei technischen Fragen mit 0,72 Euro pro Minute zu Buche. Wer Anzeigen aufgeben will, kommt mit 0,14 Euro pro Minute erheblich billiger davon.

Die Autosuchmaschine ist gut versteckt

Direkt auf der Startseite bietet Quoka keine Suche an. Intuitiv klickt der Besucher auf den Link „Autos nach Marken". Ab hier hangelt er sich von Link zu Link, um seinen Suchwunsch möglichst passgenau zu formulieren. Das geht auch einfacher: per „Autosuchmaschine", die unverständlicherweise als fünfter Menüpunkt zwischen „Autoteile" und „Reifensuchmaschine" auftaucht. Ein solch zentrales Suchtool gehört eigentlich ganz nach oben oder sollte sogar eine exponierte Stellung erhalten.

Zu wenig Filtermöglichkeiten: Schwierige Gebrauchtwagensuche

Bei den Suchergebnissen nach bestimmten Fahrzeugen landete Quoka auf dem letzten Platz, nicht aber bei den regionalen Angeboten. Vor allem in Ballungsräumen wie Berlin ist die Auswahl an gebrauchten Autos gut. Die Filtermöglichkeiten der Suchergebnisse sind es nicht. Weder lassen sich Neu- und Gebrauchtwagen selektieren, noch kann man die Suche anhand der Sonderausstattung oder von Sicherheitsmerkmalen strukturieren. Auf der Vermisstenliste für die Sortierfunktionen stehen außerdem: Suche nach Erstzulassungsdatum, Im- und Exportfahrzeugen, Kraftstoff, Getriebe, Schadstoffklasse, Garantiesiegeln, Anzahl der Türen und Sitzplätze. In der Praxis bedeutet das: Wer einen Diesel mit Automatikgetriebe nicht unter Euro 4-Norm sucht, muss mühsam alle Anzeigen manuell durchgehen. Zwar gibt es eine Freitextsuche, deren Trefferquote konnte aber nicht überzeugen. Auch die Suche nach dem Fahrzeugtyp ist lediglich als Freitext-Suchfeld definiert. Man sollte deshalb genau wissen, was man will, wenn man sich mit Quoka auf Gebrauchtwagen-Pirsch begibt.

Suchliste ohne Vergleichsmöglichkeit

Alle Suchanfragen lassen sich im sogenannten Notizbuch speichern. Das geht dank „Cookie" sogar ohne Registrierung für bis zu 14 Tage. Eine Vergleichsfunktion für die Fahrzeuge im Notizbuch gibt es hingegen nicht. Updates für die eigene Suche ermöglicht Quoka entweder per Mail oder mithilfe des Live-Agenten, der im Hintergrund kontinuierlich nach passenden Angeboten fahndet und Alarm schlägt, wenn er fündig wird.

Auto verkaufen: Solide, aber ohne viele Komfortfunktionen

Das eigene Inserat ist bei Quoka kostenlos. Allerdings versuchen die Betreiber mit Zusatzoptionen Geld zu verdienen. Dazu gehört beispielsweise der „Push-Service", der die Anzeige in regelmäßigen Abständen in der Ergebnisliste wieder ganz nach oben bringt. Außerdem bietet das Portal direkt im Anschluss an das Inserat die Möglichkeit, den gleichen Text auch in den Anzeigenblättern der Verlage zu veröffentlichen. Die Anzeigenaufgabe läuft in drei Schritten ab. Per Fahrzeugschein geht das nicht:  Die Eingabe der Fahrzeugdaten muss von Hand erfolgen. Quoka bietet dafür ein sehr langes Formular, das kaum Eingabehilfen für den Besucher parat hält. Allerdings können die Anzeigen auch als Freitext eingegeben werden. Das sollte man sich allerdings zweimal überlegen, weil die Auffindbarkeit der eigenen Anzeige bei diesem Vorgehen stark beeinträchtigt wird.

Die Anzeige bleibt acht Wochen online

Medien motzen jede Anzeige auf: Insgesamt können acht Fotos und ein Video eingefügt werden. Bei Quoka erfährt man nicht, an welchem Punkt das Inserat online gestellt wird. Im Test war es bereits veröffentlich und erst danach konnten verschiedene Zusatzoptionen ausgewählt werden. Transparenz geht anders. Der Datenversand war nicht verschlüsselt, aber das ist bei fast allen anderen Testteilnehmern genauso. Die Anzeige kann acht Wochen lang aufgerufen werden.

Zum Vergleichstest

 Auto.Quoka.de - Testbericht 
       
     
  Gesamtnote 3,2  
  Internetauftritt 1,3   4-5  
  Usability 4,5   0-5  
  Preis/Leistung 2,7   3-0  
     

 

Getestet.de Newsletter Anmeldung