Tauschticket im Test

Anbieter mit dem größten Angebot

 
  Tauschticket erhält die Note Befriedigend (2,6) tauschticket-logo

Ursprünglich als reine Buchtauschbörse im Jahr 2004 gegründet, erweiterte Tauschticket das Angebot ein Jahr später auf CDs, DVDs und Spiele. Seit 2009 die Rubrik „Alles Mögliche” dazu kam, haben die Tausch-Pioniere mit durchschnittlich 1,8 Millionen Tauschanzeigen andere Online-Tauschbörsen weit hinter sich gelassen.
 

 

Getestet von KG

Ringtausch statt Ware gegen Ware

Tauschticket ist keine Tauschbörse, in der Ware gegen Ware getauscht wird, sondern einen Tauschring. Das Prinzip: Nutzer stellen Artikel ein, erhalten bei einem Tausch ein Guthaben in Form einer virtuellen Ersatzwährung, den sogenannten Tickets. Diese können bei passender Gelegenheit wieder in andere Artikel investiert werden. Der Vorteil: Eine möglicherweise lange Suche nach dem passenden Tauschpartner entfällt. Von Nachteil ist, dass der Nutzer an diese Plattform gebunden bleibt, da die virtuelle Währung nur hier wieder eingesetzt werden kann. Zudem ist nicht garantiert, ob und wann man etwas findet, in das man seine Tickets investieren möchte. Diese Nachteile haben bei der Bewertung zu Punktabzug geführt.

online-tauschboersen_tauschticket_aStruktur und Inhalt gut, Farben verbesserungswürdig

Der Internetauftritt erscheint durchdacht: Alle notwendigen Funktionen sind an erwarteter Stelle zu finden und führen ans gewünschte Ziel. Sämtliche „Internet-Formalien” wie Datenschutzklausel, AGB und Impressum sind vorhanden. Minuspunkte gab es für die fehlende „Über-uns”-Seite. Die Seiten sind nicht mit unnötigen Informationen oder Werbung überfrachtet. Der Farbkontrast könnte besser sein: Das Blau ist etwas zu hell und wird im Zusammenspiel mit weiß auf Dauer anstrengend fürs Auge.

Riesiges Angebot, große Auswahl, durchschnittliche Wertigkeit

Mit etwa 1,8 Millionen Angeboten hat Tauschticket alle anderen Tauschbörsen weit hinter sich gelassen. Klingt nach viel, muss dennoch ein wenig relativiert werden: Bei der Eingabe von „Paulo Coelho” in der Rubrik „Bücher” erhielten wir 480 Angebote, bei „Donna Leon” allein 2.134. Da kommt schon einiges zusammen.

Zwar gibt es in der Rubrik „Alles Mögliche” das, was der Name sagt, nämlich alles Mögliche, doch bei den hier eingestellten Angeboten handelt es sich um Dinge des alltäglichen Bedarfs. Hochwertige Angebote wie iPhones oder Luxusgüter wie Rolex-Uhren sucht man vergebens. Die Suche nach einer PS3 ergab 42 Spiele und 15 mal Zubehör, eine Spielekonsole selbst jedoch war nicht zu finden.

Schnelle Suche, reichhaltige Ergebnisse, aber keine Merkliste

Stichwort eingeben, Rubrik aussuchen und schon sind die Ergebnisse da. Diese können je Rubrik noch verfeinert werden nach Titel, Schlagwort und Interpret (Musik), Darsteller (Filme), Autor (Bücher) oder Hersteller (Alles Mögliche). Auch die Suche nach Genre (Bücher, Filme, Musik) oder Rubriken (Alles Mögliche) ist möglich, was sich als positiv erweist, wenn man nicht weiß, was man möchte und erst einmal stöbern will. Als Nachteil erweist sich hierbei allerdings die fehlende Merkliste: Angebote können nicht gesammelt und beobachtet werden – Punktabzug.

Eine Selektion der Angebote nach Stadt oder Postleitzahl ist nicht möglich, was sich durch einen weiteren Punktabzug in der Bewertung bemerkbar macht.

Ohne Anmeldung kein Tausch, bei Anmeldung ein Ticket

Die Suche ist zwar ohne Registrierung möglich, Kontakt zum Anbieter oder Tausch erfordert Anmeldung. Um einem potenziellen Tauscher die Anmeldung zu versüßen, gibt es für das Einstellen von fünf Angebote schon einmal ein Ticket gutgeschrieben. Die Freischaltung des ersten Tickets erfolgt per SMS, daher muss der Nutzer bei der Registrierung seine Telefonnummer rausrücken.

Vorlagen vereinfachen das Erstellen von Angeboten

Die Erstellung der Angebote und das Hochladen von Bildern ist über eine Eingabemaske schnell zu bewerkstelligen. Ein echtes Plus: Bei Eingabe der ISBN- oder EAN-Nummer stellt das System Anzeigenvorlagen bereit, die einfach übernommen werden. Der Anbieter kann bis zu fünf Tauschtickets für seine Ware verlangen – über die Wertigkeit entscheidet er selber.

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Benotung: Sternchen für den Tausch

Nach einem Tausch kann die Transaktion bewertet werden, die Bewertungen des Anbieters sind sowohl in seinem Profil als auch in seinen Angeboten in Form von Sternen zu sehen. Die ausführlichen Bewertungen erhält man durch Anklicken der Sterne.

Kontaktschwäche

Obwohl es eine telefonische Hotline gibt, war die einzige Stimme, die wir bei mehreren Testanrufen hörten, die der automatischen Ansage, das momentan alle Plätze belegt seien – was umso ärgerlicher ist, da die Hotline pro angefangener Minute mit 14 Cent im Festnetz zu Buche schlägt. Immerhin wurde unsere Anfrage über das Kontaktformular innerhalb von drei Stunden und zufriedenstellend beantwortet.

Zum Vergleichstest

  Tauschticket – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,6  
  Internetauftritt 1,3   4-5  
  Leistung 2,8   3-0  
  Service 3,9   1-0  
     

 

7. September 2010

Schlagworte:

     
     
 
  1. Unzufrieden sagt:

    Guten Tag,

    mit Interesse habe ich diesen Testbericht der Seite “Tauschticket” gelesen, der im September 2010, kurz vor der Bekanntgabe der Tauschgebühreneinführung im Oktober erschien.

    Leider trifft der Testbericht nicht, oder zumindest nicht mehr, zu.

    Vielmehr kann man das Verhalten der Seitenbetreiber als unseriös bezeichnen.

    begründung: Die meisten Anfragen, die über das Kontaktformular gestellt werden, werden überhaupt nicht beantwortet, und wenn doch mal eine Antwort kommt, ist es eine vorgefertigte Antwort.
    Auf meine freundliche Anfrage nach den aktuellen Mitgliederzahlen erhielt ich beispielsweise keine Antwort. Und unter der konstenpflichtigen Hotline erreicht man nur ein Computerband.

    Was aber noch viel schwerer wiegt: Wer sich beschwert, wird gesperrt und hat keinen Zugriff mehr auf sein Benutzerkonto, bleibt aber als Mitglied mitsamt seinem Tauschprofil und seinen Nutzerdaten weiterhin gespeichert. Auf einen schriftlichen Widerruf nach einer solchen Sperrung wird nicht reagiert.

    Aber das ist noch nicht das Schlimmste, was einem passieren kann! Hat man nämlich Pech, bleibt es nicht nur bei der Sperrung, sondern es flattert einem zudem noch ein Brief vom Inkassobüro ins Haus, in dem die Firma Internext (der die Plattform Tauschticket seit 2009 gehört) 200 Euro Aufwandsentschädigung für die Sperrung des Accounts und die Löschung etwaiger noch vorhandener Angebote verlangt. Völlig willkürlich wird diese Summe zuweilen auch halbiert.

    Diese Fakten habe ich über ausgiebige Recherchen via Google und im frei zugänglichen Tauschticket-Forum herausfinden können.

    Meine Empfehlung lautet daher:

    Finger weg von dieser Tauschbörse!

    Überhaupt sollte man sich generell nicht leichtfertig irgendwo registrieren, sondern stets im Vorfeld recherchieren, ob die entsprechende Seite auch wirklich serlös ist.

  2. Feldkoch sagt:

    Dazu kommen – bedingt durch die Tauschgebühr – weitere offene Fragen:
    - Warum werden Kritiker der Gebühr gelöscht?
    - Werden wirklich systematisch persönliche Nachrichten gelesen?
    - Warum für einen Support bezahlen, den es nicht gibt?

    Über 2000 User haben Tauschticket verlassen – das wirkt sich auch auf das Angebot aus.

  3. Feldkoch sagt:

    Weiterer negativer Punkt: Im Gegensatz zu anderen Tauschbörsen kostet jeder Tausch bei Tauschticket 0,49 € – zustätzlich zu den Portokosten und ohne eine wirkliche Gegenleistung seitens der Anbieter.

 

     
     
   

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