Sevenload im Test

Mehr Web-TV als Videoportal

 
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Sevenload ist ein mulitmediales Portal, bei dem neben Videos auch Fotos hochgeladen werden können. Der Schwerpunkt des Portals liegt aber klar auf Web-TV und der Produktion eigener Sendungen. Vor allem aufgrund des unübersichtlichen Seitenaufbaus, zahlreicher Pop-Ups und des ungenügenden Jugendschutzes gab es hier Punktabzüge.
 

 

Getestet von CL

Alles dreht sich und bewegt sich

Ginge es nach der Zahl der Werbebanner, hätte Sevenload diesen Test gewonnen. Kein Portal bescherte uns mehr störende Pop-Ups und anderen im Internet gängige Werbeformen. Wobei die Betonung auf störend liegt, denn andere Portale zeigen, dass Werbebanner nicht zwingend aufdringlich sein müssen. Daneben jedoch hat Sevenload.de auch noch andere, gravierende Mängel aufzuweisen: Besonders negativ fiel der fehlende Jungeschutz auf. Weder konnten wir einen generellen Familienfilter finden, noch warnte ein entsprechender Blocker vor möglicherweise nicht jugendfreiem Content. Auch bei der Suche nach Clips mit entsprechenden Inhalten reagierte die Seite nicht. Kurz: dem User werden hier keinerlei Grenzen gesetzt.

sevenload-screenshot1Unübersichtliche Struktur

Die Startseite von Sevenload wirkt unübersichtlich und überladen. Das kleine Anbieterlogo oben links geht aufgrund der durchgängigen Rot-Weiß-Farbigkeit auf der Seite unter. Hinzu kommt eine unklare Struktur. Community, Bilder und Videos befinden sich im roten Header, Kanäle jedoch links in der grauen Navigation. Dazu kommen in der rechten Navigation noch die Top 10 Sendungen und in der Mitte drei Clipangebote. Zu allem Überfluss haben die Frames unterschiedliche Formate und sind schlecht voneinander abgegrenzt. Auch in Punkto Lesbarkeit gibt es Abzüge: weiße Schrift auf einem roten, zumal noch strukturierten Hintergrund-Fond ist nicht gerade gut lesbar.

Einfache Registrierung – lange Ladezeiten

Sevenload wirbt viel mit Web-TV auf der eigenen Seite, dass die Registrierung kostenlos ist, erfährt der User jedoch erst wenn er mit dem Registrierungsvorgang beginnt. Ein entsprechender Hinweis auf der Startseite fehlt. Daneben jedoch ist die Anmeldung einfach und unkompliziert. Bereits nach kurzer Zeit erhält der neue User eine Aktivierungsmail, mit der der neue Account bestätigt wird. Auffällig jedoch sind die sehr langen Ladezeiten auf Sevenload. Eine genaue Messung ergab dann auch den langsamsten Wert im Test.

Keine Video-Kategorien

Videos spielen auf Sevenload nur die zweite Geige. Das wird bei einer genaueren Betrachtung der Seitenstruktur deutlich. Denn während in der linken Navigation die Kanäle mit den Web-TV-Angeboten sogar durchnummeriert sind, wodurch vermutlich der „TV-Charakter” des Angebots unterstrichen werden soll, fehlt unter dem Menüpunkt „Videos” eine Kategorisierung gänzlich. Es ist also nur möglich über die Suche an sein Wunschvideo zu gelangen.

Sehr gute Ergebnisstruktur

Nach der Eingabe ist das etwas zu klein geratene Suchfenster überraschte Sevenload mit sehr sauber und übersichtlich geordneten Ergebnissen. Alle Treffer zu einem Suchbegriff werden mit genauer Anzahl in einem Kopfregister angezeigt, das sieben Kategorien unterscheidet: Kanäle, Videos, Bilder, Playlisten, Gruppen, Mitglieder und…Youtube. Die Kooperation mit dem weltweit größten Videoportal geht offenbar sogar soweit, dass Sevenload das Logo auf dem Ergebnisreiter zeigen darf. Durch einen weiteren Filter können dann noch deutsche und englische – hier mit amerikanischer Flagge – Inhalte herausgesiebt werden.

videoportale_sevenload_a1Web-TV auf 11 Kanälen

Sevenload bietet in seinen 11 Kanälen rund 1.200 verschiedenen Sendungen an. Hierzu zählen bekannte TV-Formate wie „Big Brother” oder „Verstehen Sie Spaß”, aber auch reine Webformate wie „Red Bull Fighters” oder „Starmag”. Ohne Werbung konnte leider keine der ausgewählten Videos abgespielt werden. Die Qualität der Clips war durchweg gut. Sofern möglich, ist auch eine Wiedergabe in HD möglich. Der Sevenload-Player erlaubt bei längeren Sendungen auch eine Szeneauswahl. Weitere gute Features sind ein Abgedunkelt-Modus, bei dem der unmittelbare Hintergrund des Videofensters eingeschwärzt wird. Zwar können alle Videos auf Sevenload mittels eines Codes in die eigene Seite eingebettet werden, allerdings wird an dieser Stelle kein permanenter Code nur für den Clip angeboten.

Sieben goldene Regeln

Sevenload bietet den Upload von Videos und Bildern an. Das Limit liegt bei 1,5 GB. Daneben animiert das Portal seine User, eigene Sendungen zu erstellen und hält hierzu eine spezielle Seite mit Hilfsfunktionen bereit. Grundsätzlich jedoch ist die Hilfeseite nicht sehr umfangreich. Positiv aufgefallen ist noch der „sevenloadknigge”, in dem die „sieben goldenen Regeln” des Portals aufgeführt sind. Hakt es trotzdem einmal, soll ein Kontaktformular weiterhelfen. Man ahnt es schon: auch hier haben wir vergeblich um Unterstützung gebeten. Drei Mails – dreimal ist nichts passiert.

Verkappter Clipgenerator

Als einziges Portal im Test verfügt Sevenload über eine Bildergalerie. Auf der Upload-Seite befindet sich rechts unten auch ein „Clipgenerator”, mit dem aus einzelnen Bildern und Videosequenzen sowie einer Musikauswahl ein neues Video erstellt und veröffentlich werden kann. Der Haken an der Sache: hierbei handelt es sich auch um ein Gewinnspiel, denn der Clipgenerator wird von einer dritten Firma zur Verfügung gestellt. Wer ihn nutzen will, muss zusätzliche AGBs bestätigen und willigt damit auch ein, Werbung zu erhalten.

Zum Vergleichstest

  Sevenload – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 3,4  
  Internetauftritt 2,4   3-5  
  Leistung 3,0   3-0  
  Service 5,0   0-0  
     
14. September 2010

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