Piratenpartei.de im Test

Starke und persönliche Präsenz

 
  Piratenpartei Testsiegel Piraten Partei LogoDie Piratenpartei richtet sich mit ihrer Internetpräsenz eher an eine jüngere Zielgruppe. Eine sehr bunte und mit Symbolen versehene Aufmachung und die intensive Nutzung von Videomaterial und Social Media bieten viele Interaktions-Möglichkeiten. Obwohl der Service zunächst hilfreich erscheint, werden hier einige Schwachstellen deutlich.

 
Getestet von Cg/Tb

Webauftritt der Partei

Das hat uns gefallen:

Als einzige Partei bieten die Piraten bereits in ihrer Top-Navigation die Rubrik „Mitmachen“ an und laden den User ein, sich zu informieren, mitzuarbeiten, zu diskutieren, zu spenden und sich persönlich vor Ort einzubringen. Außerdem wird ein Internetforum angeboten, in dem sich Forenmitglieder äußern und ihre Ansichten diskutieren können. Die Möglichkeiten der User, sich einzubringen, sind bei der Piratenpartei am vielfältigsten. Twitter und Facebook bieten dabei zusätzlichen Mehrwert, und es wird bei fast jedem Beitrag sogar durch Nennung von Namen deutlich, wer jeweils dahinter steckt. Obwohl die Seite sehr voll gepackt ist, tut es der Übersichtlichkeit nicht zwangsläufig Abbruch. Ein internetgeübtes Auge findet schnell, wonach es sucht.

Piraten Navigation

Das fehlte uns:

Obwohl die Seite sehr bunt und fast schon verspielt gestaltet ist, sind die Texte etwas zu wenig mit Bildern versehen. Dabei bieten Fotos für die User eine Auflockerung beim Lesen.

Service der Partei

Das hat uns gefallen:

Der Schriftkontakt auf der Seite ist leicht zu finden. Es gibt sogar die Möglichkeit eines frei zugänglichen Chats, der extern über verschiedene Kanäle läuft und als eine Austauschbasis für alle Mitglieder und Interessierten fungiert. Noch besser fänden wir einen Live-Chat, in dem User ihre Fragen stellen können.

Das fehlte uns:

Auf unsere Anfrage per Mail wurde sehr schnell reagiert. Jedoch wurde bei keiner der Fragen eine direkte Antwort geliefert, sondern auf weitere Internetseiten oder Kontaktmöglichkeiten verwiesen, bei denen wir uns selbstständig um Antworten bemühen sollten. Auskünfte mit Verweisen zu versehen ist selbstverständlich eine Möglichkeit, dass jedoch gar nicht auf die gestellten Fragen eingegangen wurde, war uns jedoch zu wenig. Am Telefon bekommt man unter der Telefonnummer, die auf der Partei-Website angeben ist, leider keine Informationen, da die Servicestelle zu knapp besetzt ist und somit auf den E-Mail Kontakt verweist.

Website und Social Media Spitzenkandidat

Die Piratenpartei spricht davon, dass sie demokratisch seien und daher keinen Spitzenkandidaten stellen. Darum werden die Erstplatzierten der Landeslisten für ihre Partei in den Wahlkampf ziehen. Cornelia Otto ist eine davon, sie steht auf Listenplatz eins für Berlin und ist für unseren Test bezüglich Internetpräsenz in gleichem Maße wie die Spitzenkandidaten der anderen Parteien bewertet worden.

Das hat uns gefallen:

Cornelia Otto ist die Einzige in unserem Test, die persönlich am Telefon zu sprechen war. Erreichbar unter einer Handynummer, versuchte sie trotz Termindruck freundlicherweise einige Fragen zu beantworten. Twitter nutzt Otto außerordentlich aktiv und auch sehr persönlich, um sich mit Kollegen und Freunden auszutauschen. Ihren Facebook-Account bespielt sie nicht ganz so häufig, startet dafür aber ab und zu Umfragen, um Meinungen der User zu erfahren. Ihre Postings tätigt sie alle selber, sogar Fotos aus ihrem Alltag stellt sie online, lässt somit teilhaben und bietet einen Einblick in das Leben einer Piratin.

Piraten Facebook

Das fehlte uns:

Auf unsere Mail an Cornelia Otto antwortete sie innerhalb einer Stunde mit dem Versprechen, uns nach einer Wahlkampfveranstaltung ausführlich Auskunft zu geben. Leider kam eine zweite Mail nie bei uns an. Hier sollte die gute Erreichbarkeit nicht unter einem solchen Versäumnis zu leiden haben.

Die Prüfkategorien

Zu beachten ist, dass hier lediglich eine Auswahl an Prüfkategorien in Textform online gestellt wird, als eine Art Zusammenfassung mit den wichtigsten Eindrücken, die für den User als erste Orientierung dienen soll. Die Benotung des Tests basiert auf einem umfassenden Testkatalog und einer einheitlichen Bewertungstabelle.

Fazit:

Die Piratenpartei setzt bei ihrer Internetpräsenz in erster Linie eindeutig auf Einbindung und Interaktion eines breiten, vor allem jungen Publikums. Mit vielen Tools und Möglichkeiten wird dem User in dieser Hinsicht viel geboten. Das sehr junge Design der Seite kann jedoch für ältere Interessierte überfordernd wirken. Zwar wird viel auf den persönlichen Kontakt gesetzt, das merkt man schnell bei den Social Media Auftritten der Partei und bei Cornelia Otto. Schade nur, dass der gute Wille dabei unter der Umsetzung leidet.

Testnote für piratenpartei.de: 2,6 (befriedigend)

Zum Vergleichstest

  Piratenpartei.de Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,6  
  Spitzenkandidat 2,7 3-0  
  Website Partei 1,2 5-01  
  Service Partei 3,5 2-0  
     
5. September 2013

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