Mobiles Internet mit O2 im Test

O2 landet mit seiner Internet Flatrate im Mittelfeld

 
  O2 erhält im Test die Note Befriedigend (2,7)

O2 bietet den besten Kompromiss zwischen ordentlicher Geschwindigkeit und bezahlbaren Preisen fürs mobile Internet. Nur beim Service müssen die Münchner noch die Schulbank drücken.
 

[cma] O2 can do – O2 macht´s möglich. Und tatsächlich muss man nicht lange suchen, wenn man auf der sauerstoffgesättigten Website von O2 nach einem Tarif fürs mobile Surfen mit dem Notebook fahndet. Mobiles Internet ist ein Top-Menüpunkt am oberen Bildschirmrand. Beim Klick darauf öffnet sich eine weitere Menüebene. Jetzt sollte man allerdings schon wissen, dass der Münchner Provider das mobile Surfen mittels „O2 Surfstick” ermöglicht – denn so heißt der entsprechende Menüpunkt. Wer das nicht weiß, irrt vergebens umher. Nach dieser kleinen Hürde erreicht man eine umfangreiche Infoseite. Beispielrechnungen liebt man bei O2 besonders, deshalb prangen sie eigentlich überall: Schließlich soll der Kunde sehen, wie sich Anschlusspreisbefreiung, Gutschrift und der Bonus aus wiederkehrenden Rabattaktionen auf das Portemonnaie auswirken. Details zum Angebot finden sich, optisch ansprechend aufbereitet, auf der Info-Seite. Per Suche findet man hier nicht so schnell hin, weil die Such-Engine auf das Suchwort „Mobiles Internet” keine passable Antwort kennt. Die Standards der Seite, wie Impressum, AGB und Kontaktmöglichkeiten sind gut erreichbar. Die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus ist sehr gut.

O2 zeigt beim mobilen Internet mit guter Netzabdeckung und immer mehr Gebieten mit HSDPA der Konkurrenz die Zähne

O2 hat viel in den Netzaufbau investiert. Und das zahlt sich jetzt aus. Die Netzabdeckung mit UMTS ist gut und sichert dem Provider einen guten dritten Platz hinter Vodafone und T-Mobile. Wenn der Ausbau in dem Tempo des letzten Jahres weitergeht, kann das Unternehmen sicherlich in die Liga der Top-Player aufrücken. Auf der Website kann man die UMTS- und EDGE-Abdeckung am eigenen Standort abfragen, auch wenn man auf eine optische Übersicht mittels Landkarte verzichten muss. Immerhin: Es geht – was der Herr von der O2-Hotline schlichtweg verneinte.

Kein Tarifdschungel: Eine Tagesflat und eine Internet Flatrate

Bei O2 gibt es keinen Tarifdschungel, sondern lediglich eine Tagesflatrate und einen Laufzeitvertrag mit 24-Monatiger Kündigungsfrist.

Die O2 Internet Dayflat kostet 3,50 Euro pro Kalendertag. Wenn der neue Tag beginnt, verfällt das Guthaben und ein weiteres Zeitkontingent wird angebrochen. Dieses unfaire Abrechnungsmuster straft vor allem Nutzer, die erst in den späten Abendstunden online gehen wollen und dann über Mitternacht hinaus surfen. Ab 1 GB Datenübertragungsvolumen wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Der Surfstick kostet günstige 29,99 Euro zusätzlich.

Der Laufzeitvertrag hört auf den Namen O2 Active Data mit Internet-Pack-L und kostet regulär 25,- Euro im Monat. O2 bietet im Rahmen seiner Rabattaktionen aber immer wieder einen Rabatt von 15 % auf den monatlichen Rechnungsbetrag an, sodass der Tarif in diesen Fällen nur 21,25 Euro kostet. Ab 5 GB wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Den Surfstick gibt es für einen ganzen Euro. In der Regel kann man den Vertrag binnen eines Monats („Testaktion”) widerrufen, muss aber dann auch die Hardware zurücksenden.

Einziger Top-Provider für mobiles Internet mit Versandkostenpauschale

Der Bestellprozess verläuft ohne große Komplikationen. O2 ist der einzige der großen Provider, der Versandkosten für die Zusendung der Hardware und Vertragsunterlagen berechnet. Ärgerlicherweise erfährt der Kunde davon erst, wenn er bereits mitten im Bestellprozess feststeckt. Über die Verfügbarkeit des Surfsticks wird er genauso im Unklaren gelassen wie über das beauftragte Versandunternehmen. Eine alternative Lieferadresse kann eingegeben werden, für Wunsch-Lieferzeiten hingegen gibt es keine Option. Immerhin bemerkt das Webformular zuverlässig, ob unsinnige Eingaben gemacht wurden und unterbreitet selbstständig Vorschläge für korrekte Adressen. Bei der Angabe der Personalausweisnummer lässt es sich aber hinters Licht führen. Üppig sind die Zugaben, wenn man gleich online bestellt: Anschlusspreisbefreiung, Gutschrift und die bereits erwähnten Prozente sind fast immer möglich.

Kontakt: Fragen zur Internet Flatrate versinken im E-Mail-Nirwana

Bei den Kontaktmöglichkeiten zeigt sich O2 großzügig: Allein die E-Mail-Adresse versteckt das Unternehmen im Impressum. Faxnummer, Hotline und Kontaktformular finden sich im Kontaktbereich, der allerdings nicht direkt zugänglich ist, sondern erst im Hilfe-Menü gesucht werden muss. Die Telefonnummer ist nicht kostenlos (0,14 Euro pro Minute), dafür hat man schnell einen Mitarbeiter an der Strippe. Das scheint auch der beste Weg zu sein, denn auf eine Anfrage per Kontaktformular hat O2 selbst nach 10 Tagen nicht reagiert. Hier sollte O2 dringend nachbessern, zumal ein sofort versandter Auto-Responder suggeriert, dass sich schnell um das Anliegen des Kunden gekümmert werde.

Zum Vergleichstest

  Mobiles Internet mit O2 – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,7  
  Internetauftritt 2,3    
  Service 2,9    
  Preis 2,8    
     

 

13. April 2010

Schlagworte: ,

     
     
 
  1. willfired mustermann sagt:

    @philip du hast absolut recht

    test sponsored bei tmobile^^

  2. Getestet Redaktion sagt:

    Hallo Philipp, die Bewertung ist nicht ausschließlich durch den Preis selbst begründet. Vielmehr ergeben mehrere Testpunkte die Note. In diesem Fall wurde neben den Kosten für die Flatrate auch bewertet, wie viele Preismodelle es gibt, was ein Surfstick kostet, wie lange die Vertragslaufzeiten sind, wo die Limits für Datenpakete liegen, und einiges mehr. Bei Interesse können Sie die ausführlichen Testberichte gegen eine Schutzgebühr von uns beziehen.

  3. Philipp sagt:

    Wieso hat O2 eigentlich die schlechteste Note im “Preis” von allen, aber nicht die höchsten Preise?

 

     
     
   

Getestet.de Newsletter Anmeldung