Mobiles Onlineshopping zeigt noch Mängel
Viele Onlineshops noch nicht für mobile Nutzung ausgelegt
Bei einem Feldversuch der Verbraucherzentrale des Bundesverbandes (vzbv) wurden insgesamt 112 Waren und Dienstleistungen über mobile Endgeräte bestellt. Die nüchterne Bilanz: Einkaufen mit dem Smartphone oder anderen mobilen Endgeräten steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Im Test wurden über einen Zeitraum von Juli bis September 2009 verschiedene Produkte oder Dienstleistungen in die Warenkörbe verschiedenster Onlineshops gelegt. Es wurde dann versucht den Bestellprozess über ein internetfähiges Handy oder Smartphone abzuwickeln. Der Test förderte verschiedene Mängel zutage.
So konnte beispielsweise die Kinokarte zwar bestellt und bezahlt werden, doch war trotz genügend freien Kinoplätzen eine Reservierung des Sitzplatzes nicht möglich. Bei einem Musikanbieter ließ sich zwar der gesamte Bestellprozess fehlerfrei durchführen, doch war es auf verschiedenen Endgeräten nicht möglich den „Bestätigen“-Button anzuklicken, um den Vorgang abzuschließen. Im Bereich E-Books verliefen Bestellprozess und Bezahlung zwar problemlos, aber aufgrund des bei E-Books verwendeten digitalen Rechtemanagements (DRM), konnten die Bücher mit keinem mobilen Endgerät gelesen werden. Problematisch sind nach wie vor auch Spiele-Abos. Die Tester rutschen nach dem Herunterladen eines angeblich kostenfreien Handyspiels direkt in ein kostenpflichtiges Abonnement. Begleitet wurden alle Tests bzw. die Abwicklung der Betellungen von überdurchschnittlich hohen Wartezeiten.
So bietet das mobile Einkaufserlebnis, auch Mobile Commerce genannt, derzeit noch nicht wirklich ungebremste Freude. Fazit: neben einer Optimierung der Zahlungsmethoden müssen besonders in Deutschland noch eine Menge technische Hürden überwunden werden. Wir können den Verbrauchern zum jetzigen Zeitpunkt das Onlineshopping über mobile Endgeräte nicht vollends empfehlen.
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