Map24.com im Test

Online-Routenplaner mit Teilausfällen

 
  Map24 erhält die Note Befriedigend (2,8)

Wenn der kostenlose Routenplaner Map24 halten würde, was er verspricht, könnte er mit an der Spitze des Teilnehmerfelds liegen: Verschiedene Zusatzfunktionen, darunter so attraktive wie ein 3D-Routenflug, waren im Test einfach nicht in Gang zu bringen. Abgesehen davon handelt es sich aber um einen gut angelegten Online-Routenplaner mit vielen nützlichen Einstellmöglichkeiten und Funktionen, der seine Zukunft noch vor sich hat, wenn er mal alles zum Laufen bringt. Inzwischen findet man map24.com unter here.com.
 
Getestet von CMa

 Der kostenlose Routenplaner Map24 fällt zunächst durch reichlich Werbung auf dem ansonsten recht schmucklosen Portal auf. Daher braucht es bisweilen etwas Geduld, bis Ergebnisse angezeigt werden. Nach der Eingabe von Stadt und Zielort liefert der Server erst einmal die Übersichtskarte, es lassen sich dann zahlreiche Optionen wählen – Fahrzeug oder Fußgänger, die schnellste oder kürzeste Verbindung, Durchschnittsgeschwindigkeiten bei der Nutzung von Autobahn, Bundesstraße, Ortsstraßen oder Fähre, ein kompakter oder ausführlicher Routenbeschreibungs-Stil, Entfernungsangaben in Kilometern oder Meilen, und auch, ob Autobahnen oder Fähren vermieden werden sollen. Ebenso lassen sich an dieser Stelle weitere Zwischenstationen eingeben. Nach einem Klick auf den Button „Weiter” erscheint dann die Wegbeschreibung, die im Test gelegentlich von einer Anzeige unterbrochen wurde.

Kostenloser Routenplaner mit Verkehrsinformationen

So genannte „Sonderziele” wie zum Beispiel Hotels, Radarfallen oder Erdgastankstellen können ebenfalls ausgewählt und entlang der Strecke angezeigt werden. Die Übersichtskarte enthält ferner Warnschilder mit hinterlegten Verkehrsinformationen. Bei den Ergebnissen werden alternativ Kosten und Zeitdauer einer Bahnreise angegeben – ein Pluspunkt in Umweltfreundlichkeit. Map24 erlaubt auch die Eingabe internationaler Ziele, eine Länderliste als Auswahlmenü steht aber nicht zur Verfügung.

Technisch holperte es beim Online-Routenplaner

Während des Tests tauchten einige technische Schwierigkeiten auf. So ging in einem Fall plötzlich das Ziel in der Karte verloren.

Ups, wo ist das Ziel abgeblieben, das vorher mit einem großen „B” gekennzeichnet war?

Zwischendurch zeigte die Karte auch plötzlich Frankfurt als Ziel an, obwohl Hamburg eingegeben war. Oder es erschien beim Klick auf den Button „Druckansicht” anstatt derselben wieder die Startseite.

Bei dem kniffligen Fall, eine Adresse in einer Fußgängerzone anzusteuern, lieferte Map24 auch kein optimales Ergebnis, schickte den Nutzer aber wenigstens nicht mit dem Auto durch eine Fußgängerzone.

Straßenverlauf falsch dargestellt – und ein ziemlicher Umweg, um vom Westen Hamburgs
in die Rahlstedter Bahnhofstraße 17 zu gelangen.

Der 3D-Flug, den der Online-Routenplaner verspricht, fällt aus

Auch wenn es auf der Seite während des Test technisch bisweilen gewaltig hakte –  die interaktive Kartenfunktion war wenigstens teilweise gut in Schuss: Sobald ein Punkt der Wegbeschreibung angeklickt wird, erscheint der entsprechende Kartenausschnitt auf der rechten Seite. Nur der angebotene 3D-Routenflug ließ sich im Test nicht starten, auch bei Versuchen an verschiedenen Tagen. Die technischen Unzulänglichkeiten verwundern etwas angesichts der Tatsache, dass das Portal von der Eschborner NAVTEQ (DE) GmbH betrieben wird, die zum internationalen Navteq-Konzern mit Sitz in Chicago gehört und auch andere Online-Routenplaner im Test mit Kartenmaterial beliefert.

Map24 bietet keinen individuellen Support für kostenlose Produkte an. Der Nutzer muss sich mit den FAQ (Frequently asked questions, regelmäßig gestellte Fragen) zufrieden geben. Dort erscheinen zwar nur vier Punkte zum Thema Routenplanung, diese sind aber ausführlich abgehandelt. Nur wie man das Ding zum Fliegen bringt, war nicht zu ermitteln.

Zum Vergleichstest

  Map24.com – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,8  
  Internetauftritt 2,1    
  Usability 2,2    
  Leistung 3,6    
     
27. Juli 2010

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