Immowelt im Test

In allen Disziplinen “gute” Immobilien-Plattform

Immowelt erhält im Test die Note Gut (1,9)

 

Immowelt ist des einzige Immobilienportal mit einer Freitextsuche. Die große Reichweite und die vielen Medienkooperationen machen Immowelt zu einer interessanten Alternative zum Testsieger.

Die Immowelt AG, die das Immobilienportal Immowelt betreibt, bezeichnet sich selbst als Nummer Zwei unter den deutschen Immobilienportalen und kann rund 1,9 Millionen Besucher im Monat zählen. Der besondere Vorteil, den Inserenten hier genießen: Eine sehr reichweitenstarke Medienkooperation mit zahlreichen Onlineanbietern, Portalen und Zeitungsverlegern. Besucher, die beispielsweise eine Wohnung suchen, haben durch die vielen Medienpartner verschiedene Sucheintrittspunkte, ohne die Website von Immowelt direkt zu besuchen. Die Immowelt AG vertreibt darüber hinaus Maklersoftware und bietet mit seinen Portalen für Ferienwohnungen und Hausbau ergänzende Informationen rund um Immobilien.

Immobilienmarkt mit langen Ladezeiten

Mit 5,3 Sekunden bei DSL 1.000 gehört Immowelt nicht zu den schnellsten Immobilienportalen. Das überrascht ein wenig, da die Frontpage reduziert und ohne viele Bilder oder gar Flash-Elemente auskommt. Das wirkt einerseits sehr aufgeräumt, kann aber auch den Eindruck einer etwas lieblosen Blei- bzw. Pixelwüste erwecken. Viele wichtige Elemente haben die Immowelt-Macher nicht in den Footer, sondern in den Header der Website gepackt. Insbesondere der Link „Kundenservice” ermöglicht den Zugriff sowohl auf Kontaktdaten als auch eine umfangreiche FAQ-Sektion. Nach Online-Hilfe, Sitemap und Glossar kann man lange suchen: Es gibt sie nicht, dafür aber einen Newsletter, den man jederzeit wieder loswird.

Freitextsuche erleichtert die Suche nach Immobilien

Die Startseite von Immowelt wird von der Sucheingabemaske dominiert. Gut so, denn deshalb kommt man schließlich hierher. Wer will, kann seine Suchanfrage frei formulieren. Einfach „Haus mit Garten in Hamburg” eingegeben und die Suche spuckt sofort passende Ergebnisse aus, die nachträglich noch feiner justiert werden können, beispielsweise nach Stadtteil, Preis oder Wohnfläche. Die Ergebnisse lassen sich nach Aktualität, Größe und Preis filtern, aber leider nicht nach Anzahl der Zimmer. Wer den traditionellen Weg gehen will, kann seine Suche auch über Kategorien schrittweise eingrenzen. Interessante Immobilien können sofort in eine Merkliste eingefügt werden. Das klappt auch ohne vorherige Registrierung, allerdings sind die Ergebnisse nach dem Verlassen der Seite verschwunden. Die Registrierung lohnt sich allemal, weil sie wenige Daten abfragt und auch den E-Mail-Service für neue Inserate freischaltet.

Eine Straßenkarte, die keine Immobilien anzeigt, ist nutzlos

Ein wenig enttäuschend ist die geografische Anzeige der Immobilien mittels Karte. Bei unserem Test gab es mehrere Objekte, die zwar vollständige Adressdaten enthielten, die Karte aber dennoch nur grob anzeigte, wo sich das Haus oder die Wohnung befindet. Noch dazu ist die linke Seite der Kartenanzeige mit Werbung vollgepackt. Hier hält man sich deswegen nicht länger als nötig auf. Infos zu Schulen, Parks und U-Bahnen lassen sich auf die Karte von „Microsoft Bing” ebenfalls einblenden - was allerdings relativ witzlos ist, wenn die Immobilie selbst nicht korrekt lokalisiert wird.

Immobilien anbieten mit TÜV-geprüfter Sicherheit

Wer als Privatanbieter seine Maisonette, Terrassenwohnung oder seinen Loft an den Mann oder die Frau bringen will, ist bei Immowelt immer auf der sicheren Seite. Der gesamte Insertionsprozess wird über eine gesicherte Verbindung abgewickelt - inklusive TÜV-Zertifikat. Immowelt scheint die Adressdaten des Inserenten nicht gegenzuchecken, sondern akzeptierte auch blödsinnige Angaben völlig klaglos. Bei der Bezahlung sieht das schon anders aus: Hier müssen zwingend gültige Kreditkartendaten oder die eigene Bankverbindung angegeben werden. Andere Zahlungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Bilder, Videos und Dokumente: Viel Multimedia für die Immobilie

Zwischen die Eingabe der Objektdaten und die Freigabe haben die Immowelt-Macher einen Registrierungsschritt geschaltet: Nur wer die angegebene E-Mail-Adresse bestätigt, darf sein Exposé auch online stellen. Am Ende des Buchungsprozesses lassen sich zusätzliche Marketingleistungen anwählen, wie beispielsweise eine Top-Platzierung oder die Hervorhebung mittel Farbfeld. Die Möglichkeiten, das Exposé mit Multimediadateien aufzupeppen, sind groß: 15 Bilder, drei PDFs und ein Video finden ihren Platz in der Beschreibung der Immobilie. Das Video muss jedoch zwingend bei einem Videohoster wie Youtube verlinkt sein.

Immobilienmarkt ohne Zwangsabo

Immowelt ist vor allem für Gelegenheitsanbieter günstig. Wer will, kann schon für 14,90 Euro sein Exposé online stellen. Rabatt gibt es für längere Abozeiten. Sehr kundenfreundlich: Das Immobilienangebot läuft am Ende des gebuchten Zeitraums einfach aus und verlängert sich nicht automatisch. Weniger schön: Exposés für Immobilien, die verkauft werden sollen, sind bis zu 50 Prozent teurer als Mietangebote. Deshalb landet Immowelt im Preisvergleich auf dem vorletzten Platz. Nur Immobilienscout 24 knöpft seinen Inserenten noch mehr Geld für Kaufimmobilien ab.

Privat inserieren: Miete 14 Tage - 14,90 Euro
Monat - 19,90 Euro
3 Monate - 49,90 Euro
Privat inserieren: Kauf 14 Tage - 19,90 Euro
Monat - 29,90 Euro
3 Monate - 59,90
6 Monate - 89,90 Euro

 

Erfreulicherweise versteckt Immowelt seine Preisliste nicht. Wer den Reiter „Anbieten” im oberen Auswahlmenü der Website wählt, erhält zwei Klicks weiter detaillierte Preis- und Leistungsbeschreibungen.

Immobilienmarkt mit „gutem” Service, aber verwirrender Hotline-Politik

Auf Nachfragen per Mailformular reagiert Immowelt sehr schnell: Innerhalb von vier Stunden hatten wir eine Antwort auf unsere Fragen im Postfach. Allerdings wurden nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Telefonischen Support bietet Immowelt von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr. Die Hotline ist sehr gut erreichbar: Die Wartezeit betrug im Test weniger als eine Minute. Warum Immowelt auf der Homepage eine teure 0900-Telefonnummer für 0,29 Euro/Minute veröffentlicht und bei Mailantworten und im Bestellprozess plötzlich eine kostenlose Telefonnummer herausrückt, wissen wohl nur die Immowelt-Macher allein. Trotzdem schafft es das Immobilienportal aus Nürnberg auf einen „guten” Serviceplatz.

Zum Vergleichstest

Immowelt - Testbericht
Gesamtnote 1,9
Internetauftritt 1,9  
Service 2,1  
Preis 1,8  

Detaillierte Ergebnisse aller getesteten Kriterien sind gegen eine Schutzgebühr erhältlich. Senden Sie eine Mail an info@getestet.de oder rufen Sie an.

26. April 2010

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