Fin.de im Test

Moderne Aufmachung mit lückenhaftem Angebot

 
  Finde

FinDas Kölner Fitnessportal hat sich viel vorgenommen – und kann die Versprechen leider nicht halten. Zwar ist das Angebot sehr schön verpackt und lockt mit einer ansprechenden Aufmachung, doch es fehlen zu viele der Möglichkeiten, die bei anderen Portalen geboten werden und der Telefonservice lässt zu wünschen übrig.

 

 
Getestet von Cg

Die Kölner fin.de GmbH bietet leider keinerlei Hintergrundinformationen zu ihrem Unternehmen, so dass interessierte User hier leider im Dunkeln stehen gelassen werden. Das Portal wirbt jedoch damit, dass es von Jonas Reckermann, dem deutschen Olympia-Sieger und Weltmeister im Beachvolleyball, unterstützt wird.

Plus: Online-Auftritt

Fin.de orientiert sich in seiner Aufmachung an einem sehr frischen und farblich angepassten Look, der mittlerweile häufig bei Ernährungs- und Gesundheitsthemen Anwendung findet. Mit hochwertigen Bildern und lustigen Grafiken wirkt das Portal einladend und modern. In der Übersicht „So funktioniert’s“ kann der User unter anderem durch kurze Videos schnell erfahren, wie er fin.de am besten nutzt. Neben der Rubrik „Training“ bietet die Kategorie „Ernährung“ viele hilfreiche Tipps und Rezepte.

Plus: Extras

Neben ergänzenden Ernährungstipps gibt es außerdem ein Magazin von fin.de, das verschiedene Beiträge rund um das Thema Sport und Gesundheit liefert. Ebenfalls ein großer Plus-Punkt ist die 30 Tage Geld-zurück-Garantie, die in den AGBs ganz unten beschrieben ist. Da sollte man beim Abschließen der Mitgliedschaft aber noch mal nachfragen, ob diese in allen Tarifen enthalten ist.

Plus/Minus: Kursübersicht und Suche

Das Prinzip von fin.de funktioniert etwas anders als bei der Konkurrenz. Präsentiert werden Workshops und einzelne Übungen, die in Form von Videos oder auch Bilderfolgen gezeigt werden. Es gibt nicht den einen spezifischen Kurs mit einem ganz bestimmten Trainer pro Sportart. Vorteil: Man kann das Training nach seinen eigenen Bedürfnissen und Vorlieben zusammenstellen. Nachteil: Das gewohnte Fitnesskurs-Feeling wird nicht wie sonst vermittelt. Hinzu kommt, dass kein Kursfinder geboten wird – wer also ein intensives Training bei fin.de beginnen möchte, der muss sich erst einmal durch das Angebot klicken.

Finde

Plus/Minus: Informationsgehalt

Die Informationen, die man zu den Übungen erhält, sind sehr ausführlich, man kann sich bei Interesse sogar Zusatzinformationen über die menschlichen Muskelgruppen durchlesen. Leider gibt es keinen Browser-Check und FAQs wurden ebenfalls nicht auf der Seite eingebunden.

Plus/Minus: Gratis-Account

In dem Gratis-Account ist es möglich, sich das Kursangebot anzuschauen, denn viele Workouts lassen sich hier abspielen und einige Zusatztools wie das Tagebuch können bereits verwendet werden. Wer bei fin.de alle Programme und Tools uneingeschränkt nutzen möchte, der muss „Held“ werden und einen Beitrag zahlen.

Plus/Minus: Tarife

Fin.de hat sich ein interessantes Prinzip einfallen lassen: Wer sich dazu entscheidet, „Held“ zu werden, der darf den Beitrag zahlen, den er zu zahlen bereit ist. Der Mitgliedsbeitrag liegt somit zwischen 2,50 € und 10 € pro Monat. Das Abo kann monatlich jederzeit ohne Fristen gekündigt werden. Dass man den Betrag mehr oder weniger frei wählen kann, ist für Nutzer eine tolle Sache, denn jeder kann je nach Einkommen bezahlen. Leider erhielten wir keine Antwort auf die Frage, ob es in der Angebotsnutzung einen Unterschied macht, wie viel man entrichtet. Weitere Aktionen wie Gutscheine/Rabatte für Specials oder Kunden-werben-Kunden-Aktionen haben wir nicht gefunden.

Plus/Minus: Schriftlicher Support

Bereits nach zwei Stunden landete eine prägnante Mail mit Antworten auf unsere Fragen im virtuellen Posteingang. Unter „Kontakt“ ist eine Service-Mailadresse schnell gefunden und in einem Feedback-Bogen kann man dem Team Rückmeldung geben. Es fehlt leider ein Live-Chat, da der Telefonsupport auch nicht funktioniert und es keine Online-Hilfe gibt.

Minus: Telefonsupport

Zwar ist eine Telefonnummer unter „Kontakt“ angegeben, jedoch war diese innerhalb des Testzeitraumes ständig besetzt und somit nicht erreichbar. Obwohl an unterschiedlichen Tagen zu verschiedenen Zeiten angerufen wurde, hatte unsere Redaktion nie Glück, jemanden an den Apparat zu bekommen. Es ist auch nicht angegeben, zu welchen Zeiten die Hotline erreichbar sein soll. Das entspricht leider schlechtem Service.

Die Prüfkategorien

Zu beachten ist, dass hier lediglich eine Auswahl an Prüfkategorien in Textform online gestellt wird, als eine Art Zusammenfassung mit den wichtigsten Eindrücken, die für den User als erste Orientierung dienen soll. Die Benotung des Tests basiert auf einem umfassenden Testkatalog und einer einheitlichen Bewertungstabelle.

Fazit:

Die Voraussetzungen für ein sehr gutes Fitnessportal sind bei fin.de durchaus vorhanden: Das professionelle Design und die Funktionen sind mit Bedacht angelegt und auch die Idee, „Held“ zu werden, um das Unternehmen mit dem Beitrag, den man zahlen kann zu unterstützen, ist eine schöne Idee. Leider verliert fin.de viele Punkte für kleinere Mängel, die sich summieren.

Testnote für fin.de: 3,6 (ausreichend)

Zum Vergleichstest

  fin.de Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 3,6  
  Internetauftritt 3,0 2-5  
  Leistung 3,5 2-0  
  Service 5,0   
     
14. Januar 2014

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