Der-feinschmecker-club.de im Test

Der Shop zum Gourmet-Magazin „Der Feinschmecker”

 
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Das vom Hamburger Jahreszeiten-Verlag herausgegebene Printmagazin „Der Feinschmecker” präsentiert im gleichnamigen Internetshop Delikatessen und stilvolle Tischkultur und macht vor allem eins: Lust aufs Kochen, aufs Genießen und aufs Dekorieren. Alles, was in den Heft-Ausgaben vorgestellt wird, kann unter der-feinschmecker-club.de bestellt werden. Mehr als 2.000 Produkte sind im Sortiment.
 

 

Getestet von Si

Plus: Hoher Unterhaltungswert durch die Infos zu den Produkten

Zu jedem im Shop dargestellten Produkt gibt es zusätzliche Informationen und Geschichten wie etwa diese hier: „Pasta und Pesto von Mammas Gnaden: Die Italiener Cemal Cattaneo und Maurizio Floccari verarbeiten beste Produkte nach den Rezepten ihrer Mütter und holen auch jedes Mal vor Produktionsbeginn deren Votum ein…” oder auch: „Griechische Nudeln: Eine alte Wassermühle auf der Insel Lesbos ist das Herzstück des Familienunternehmens Ta Mylelia. Dort wird das Mehl für vorzügliche Nudeln gemahlen…” Es gibt Rezepte zum Download, Rätsel und Gewinnspiele, Infos über den Olivenöltest 2010, die Wine Awards 2011 und vieles mehr.

Plus: Online-Restaurant-Führer

Restaurants online suchen: Im Online-Guide von DER FEINSCHMECKER sind alle Restaurants aus dem Hotel & Restaurant Guide und dem Europa Gourmet City Guide aufgelistet – samt Bewertungen. Außerdem steht der 260 Seiten umfassende Wein & Winzer Guide 2011 zum Download zur Verfügung.

Plus: Abonnenten müssen keine Versandkosten zahlen

DER FEINSCHMECKER berechnet für die Ausführung von Bestellungen und den  Versand der Ware pauschal 5 Euro. Diese Pauschale entfällt allerdings bei Abonnenten der Magazine sowie bei ausschließlichen Zeitschriften- oder Buchbestellungen.

 

Plus: Brotlieferung – Was lange währt, wird doch noch richtig gut

Der bestellte Brot-Mix bestand aus fünf überaschend großen und leckeren Brotlaiben der Qualitätsbäckerei Mack. Alle Brote (zu 80 % vorgebacken) waren einzeln in Plastik verpackt und mit einer individuellen Backanleitung versehen: “10-12 Minuten bei 170 °C mit mindestens 60 % Dampf”.

Plus: Kostenlose Beigaben – je höher der Bestellwert, desto mehr gibt es

Ab einem Bestellwert von 150 Euro gibt es als “Dankeschön” eine Schachtel Gold-Dublonen aus reiner Schokolade dazu, ab 300 Euro zusätzlich eine Tüte bolivianischen Spitzenkaffee, ab 600 Euro kommt noch ein Buch von Wolfram Siebeck dazu, ab 1.200 Euro vier handgewebte Tisch-Sets und ab 1.800 Euro 40 Musik-CDs aus den 60er bis 90er Jahren.

Plus/Minus: Suchergebnisse und Preisvergleich

Die im Test durchgeführte Suche nach den Begriffen Vegan, Algen, Muskat, Shiraz und Blüten ergab zahlreiche Treffer. Der Preisvergleich bei einigen Gourmet-Basics war nicht ganz so erfolgreich: Die gesuchten Kalamata-Oliven führt der-feinschmecker-club.de offenbar ebenso wenig wie den Veuve Clicquot Champagner. Die gesuchten Vanilleschoten – ein edles Set bestehend fünf unterschiedlichen Stangen – waren auf die einzelne Stange umgerechnet die teuersten im Test.

Minus: Der Kunde wird im Unklaren gelassen, ob sein Auftrag angenommen wurde

Über die Lieferzeit gibt es keine verlässlichen Angaben: Je nach Verfügbarkeit kann die Lieferung bis zu 10 Tagen beanspruchen. Laut AGB kommt der Kaufvertrag auch erst dann zustande, „wenn DER FEINSCHMECKER durch Mitteilung über die Auslieferung bzw. durch die Lieferung der Ware das Angebot innerhalb von 2 Wochen annimmt.”

Minus: Liefertermin kann nicht genannt wird – plötzlich ist das Paket da

Die an einem späten Mittwochabend getätigte Shopbestellung wurde sofort per automatischer E-Mail bestätigt, eine offizielle Auftragsbestätigung folgte am nächsten Nachmittag per Mail – ohne Angabe eines Liefertermins. Von da an gab es keinerlei weitere Informationen. Eine telefonische Nachfrage beim Kundendienst war wenig hilfreich: “Wir können Ihnen keinen konkreten Liefertermin nennen. Vermutlich haben Sie Ihre Ware bis zum Wochenende.” Erst am 6. Werktag nach Bestelleingang wurde der Rechnungsbetrag dem Konto belastet, am 7. Werktag wurde das Paket ohne vorherige Ankündigung per GLS-Service geliefert.

Minus: Keine Tipps zur Lagerung, kein MHD

Leider fehlten auf den Brotpaketen Angaben zur Haltbarkeit und Hinweise zur sinnvollen Lagerung der Brote (kühl oder trocken oder besser einfrieren, wenn sie nicht sofort verzehrt werden?). Eine telefonische Rückfrage beim Kundenservice scheiterte an der Erreichbarkeit (Freitag, 16 Uhr), eine Mail-Anfrage zu diesen Fragen wurde erst mehrere Tage nach der Lieferung beantwortet, etwas spät.

Minus: Lange Reaktionszeit auf Anfrage per Kontaktformular

Es gibt keinen telefonischen Kundenservice. Die in der Auftragsbestätigung (Mail) angeführte Telefonnummer führt zum Kundendienst des Jahreszeiten-Verlages und nicht zum Shop-Service. Eine über das Kontaktformular gestellte Test-Anfrage wurde erst nach fünf Tagen beantwortet, auf ein Fax an den Kundenservice folgte hingegen ein erfreulich kurzfristiger Rückruf zur Klärung der Anfrage.

Minus: Unübersichtliche Menüführung, zeitaufwendige Artikelsuche

Die Portal-Inhalte müssen relativ mühsam erarbeitet werden: Das Navigationsmenü entbehrt jeder Logik (Aktuell – Delikatessen – Espressomaschinen – Flaschenpost… oder auch: Küche & Kochen – Lebensart – Öl und Essig – Reisen…) und die Suchfunktion ist schwer zu finden und zu bedienen. Eine aufklärende „Über uns”-Seite sucht man ebenso vergeblich wie eine Online-Hilfe. Wohl dem, der die Print-Ausgabe des Magazins „Der Feinschmecker” zur Hand hat: Dann man weiß wenigstens, nach welchen Begriffen man suchen muss, um fündig zu werden.

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Zwar gab es zum gelieferten Brot eine Zubereitungsanleitung,
allerdings fehlten Haltbarkeitsdatum und Lagerungsempfehlung.

Fazit

Alle Inhalte bzw. Produkte, die im Print-Magazin „Der Feinschmecker” vorgestellt werden, findet der interessierte Leser auch auf der dazugehörigen Webseite der-feinschmecker-club.de – Delikatessen genauso wie stilistische Highlights für Tisch und Tafel oder exklusive Küchenausstattungen. Dazu gibt es viele Informationen und auch mal kleine Geschichten – genau wie im Magazin. Das sorgt für einen hohen Unterhaltungswert des Portals. Dass es sich hier um einen Bestell-Shop handelt, ist für den Nicht-Abonnenten des Magazins allerdings anfangs nur schwer zu erkennen, zudem ist – zumindest für den Neukunden – der Weg durch den Bestell- und Lieferprozess ein bisschen kompliziert und daher zeitaufwendig. Und vom Kundendienst ist kaum Hilfestellung zu erwarten – hier ist die Kommunikation noch stark verbesserungswürdig. Wer auf dem Online-Portal des Feinschmecker-Clubs bestellt, braucht Vertrauen und Geduld, wird dann aber auch mit einer erstklassigen Lieferung und ganz viel Genuss belohnt.

Testnote für der-feinschmecker-club.de: 3,7 (ausreichend)

Zum Vergleichstest

  Der-feinschmecker-club.de – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 3,7  
  Internetauftritt 3,0   3-0  
  Preis/Leistung 3,9   1-0  
  Service 3,7   1-5  
     

 

19. April 2011

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