Autovermietung Budget im Test

Sparsamer Service rund um Mietwagen

 
 
Der Internet-Auftritt der Autovermietung Budget kann sich trotz oder gerade wegen seiner Nüchternheit sehen lassen. Bei Nutzerfreundlichkeit, Angebot und Serviceleistung fällt das von Avis gepowerte Angebot aber gegenüber den anderen Testteilnehmern etwas ab. Vor allem sind wichtige Informationen schwer zu finden, teilweise gibt es sie nur auf Englisch. Wer auf günstige Preise Wert legt, könnte hier trotzdem fündig werden.

 

Bericht: hjh

Das Portal der Autovermietung Budget wirkt ziemlich sparsam und passt daher vorzüglich zum Namen. Das ist nicht ironisch gemeint, denn wird der Besucher der Seite nicht von Eigenwerbung bedrängt wir auf den Portalen anderer Anbieter. Es gibt hier nur drei Sonderangebote, die in einer Animation dezent über die Seite laufen. Insgesamt ein aufgeräumtes Portal mit wenigen Elementen: Suchmaske, große Werbegrafik inklusive Link auf die Fahrzeugübersicht sowie die erwähnten Sonderangebote.

Sparsame Informationen zu den Mietwagen

Allerdings bezieht sich Sparsamkeit auch auf die Zahl der Mietstationen, die verglichen mit den anderen Anbietern im Testfeld gering ausfällt, und vor allem auf die verfügbaren Informationen. So bleibt die Frage, wie viel ein Zusatzfahrer extra kostet, zunächst ebenso unklar wie die Optionen für die Beschränkung der Selbstbeteiligung im Schadensfall. Die „Mietvertragsbedingungen” enthalten zwar Hinweise auf diese Möglichkeiten, aber keine konkreten Informationen über Preise und dergleichen, auch keinerlei weiterführende Links. Der Eindruck verfestigt sich, dass das Angebot der Autovermietung eher auf größere Firmen und institutionelle Kunden abzielt, die andere Kommunikationswege nutzen.

Das Kleingedruckte zum Mietwagen gibt’s nur auf Englisch

Konkretere Vertragskonditionen lassen sich dann über einen völlig anderen Weg finden: nämlich über die Stationssuche und dort den Link „Zusatzinformationen”, der sich aber erst öffnet, wenn der Nutzer eine ganz konkrete Station eingegeben hat. Allerdings sind die hier gefundenen „Terms” nur auf Englisch verfügbar. In dieser Sprache erscheinen auch häufige Fehlermeldungen, wenn der Server nicht mehr mag: „Sorry, we were not able to process your request”. Bei der nächsten Anfrage „Hamburg Flughafen, 31. Mai bis 4. Juni 2010″ erscheint in englischer Sprache die freundliche Bitte, die Eingaben zu prüfen, denn die Abholung müsse zeitlich vor der Rückgabe liegen, außerdem sei es nicht möglich, einen Mietwagen mehr als ein Jahr im Voraus zu buchen. Die Ausfälle waren aber jeweils nur kurzfristig zu beobachten.

Mal der zweitgünstigste, dann der zweitteuerste Mietwagen

Positiv fällt auf, dass der Buchungsprozess schlank auf einer einzigen Seite konzentriert ist; auch bei den ermittelten Preisen für die Mietwagen ist die Autovermietung Budget durchaus in der Lage, ihrem Namen Ehre zu machen, in einem der beiden Testläufe warf sie immerhin den zweitgünstigsten Preis aus. Dies wurde allerdings durch den zweitteuersten Preis im zweiten Test wieder aufgehoben.

Bei Budget handelt es sich um einen Geschäftsbereich der ebenfalls getesteten Autovermietung Avis, beide Firmen werden von den selben Geschäftsführern geleitet. So wird die Budget-Hotline praktisch von der Avis-Zentrale mitbedient, auch wenn sie unter anderer Nummer zu erreichen ist. Eine Mail an den Budget-Service wurde bis zum Redaktionsschluss nicht beantwortet; alle anderen Testteilnehmer hatten innerhalb von einem guten Tag reagiert – auch dies wirft ein Licht auf den eher rudimentären Service der Autovermietung.

Zum Vergleichstest

  Budget Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,8  
  Internetauftritt 1,8  
  Usability 2,5  
  Angebot 3,1  
  Serviceleistung 4,1  
     
17. Mai 2010

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  1. DerPrivatnutzer sagt:

    Was mich bei den Webseiten der Großen ärgert ist das die Preise oft nicht mit dem übereinstimmen was am Ende bei rauskommt. Die Großen werben mit “ab 39 Euro”… und die 39 Euro erhält man fast nie. Und dann nervt mich dieses verstecken der Vollkasko/niedrigeren Selbstbehalt. Je nach Anbieter kommen da zwischen 20 Euro bis 35 Euro nochmal oben drauf. Frech finde ich da Sixt. Der Preis ist immer deutlich teurer als der Werbepreis mit den berühmten “ab 39 Euro” und die Kosten für Vollkasko sind jeweils um die 20 Euro noch einmal. Die Seite von Enterprise ist oft nicht erreichbar. Aber was solls. Wenn ich in München selber buchen muss dann nutz ich meistens einfach leichter-umziehen.de und zahl dort 9 Euro für die Stunde bzw. sehr günstige Tagespreise. Ohne irgendwelche Versteckenspielchen wie bei vielen anderen. Wenn ich mal auswärts unterwegs bin muss ich halt über ne Suchmaschine gehen und nimm einfach das günstigste INKL. Vollkasko und niedrigere Selbstbeteiligung.

 

     
     
   

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