Buch.de im Test

Problemlösen leicht gemacht

 
  buch_de-testsiegel buch_deBei Buch.de kümmert man sich um den Leser: Ein Avatar gibt bei Problemen Hilfeleistung und die Buch-Community „Alexandria” lädt zum Stöbern ein. Sonderangebote und Partnerprogramme runden den guten Eindruck vom Service von Buch.de ab. Und doch gibt es auch hier bei genauerem Hinsehen einige Schwächen.

 

 

Getestet von SvHi

Die Kritik vorneweg: Wie Thalia offenbart die Suchfunktion von Buch.de in Sachen E-Books große Schwächen: Bestseller-Autoren wie Frank Schätzing oder David Baldacci werden nicht gefunden. Weil Thalia und Buch.de vom gleichen Anbieter stammen, ist dieser gemeinsame Fehler nicht weiter verwunderlich, nichtsdestotrotz ärgerlich.

Ansonsten fällt bei Buch.de die Einbindung in die Online-Community „Alexandria” positiv auf: Hier kann jeder seine Bücher reinstellen, in fremden Regalen stöbern und sich austauschen. So wird der Buchhändler zum Netzwerker und der Kunde hat mehr von dem Besuch auf Buch.de. Bei genauer Recherche fällt jedoch auf, dass „Alexandrina” schon längere Zeit nicht mehr grundlegend aktualisiert wurde. Der letzte Eintrag stammt vom Dezember 2009, die letzte Promi-Rezension von 2008. Wenn hier nichts passiert, ist dieses Angebot auch nur ein Feigenblatt in Sachen Social Community.

buch_de-screenshotEin Avatar namens Eva

Gut ist, dass es einen Avatar („Eva”) gibt, wo man seine Frage eintippen kann: Zwar werden nicht alle Probleme gelöst, aber die eigentlich simple Funktion macht doch mehr Spaß als die ewig lange Suche in Hilfemenüs, die es bei Buch.de selbstverständlich auch gibt. Die Rubrik „Kunden empfehlen E-Books” ist durch Leseproben, Videos und ausführliche Rezensionen eine gute Hilfe für Unentschlossene. Fraglich bleibt allerdings, wer diese Kunden sind – der Kreis beschränkt sich auf wenige Aktive, die hier ausdauernd jede Art von Büchern bewerten.

Bei fast allen E-Books fällt auf, dass keine Auszüge zur Verfügung gestellt werden. Der Leser muss sich zumeist mit einer kurzen Zusammenfassung begnügen, Kritiken aus Zeitungen oder Bewertungen durch Nutzer findet man selten.  Die Service-Hotline war während der angegebenen Zeiten dreimal nicht zu erreichen.

Eine weitere Peinlichkeit leistete sich der Service bei Buch.de: Die Mail, die auf eine Test-Anfrage kam, enthielt Schreibfehler. So wurde der Name in der Begrüßung falsch geschrieben, die Zeichensetzung war ebenfalls falsch. Keine gute Eigenwerbung für ein Portal, das sein Geld mit dem gedruckten Wort verdient.

Fazit

Der erste, gute Eindruck von Buch.de trügt etwas. Positiv ist der umproblematische Bestellvorgang. Die Community „Alexandria” und auch der Avatar sind Beispiele einer guten Kundenbetreuung. Lediglich die mangelhafte Suchfunktion gibt einen massiven Punktabzug, da sie den Komfort doch erheblich einschränkt. Auch fällt auf, dass Leseproben nur selten gegeben werden – und sich dann meistens auf wenige Auszüge beschränkt. Das Portal eignet sich also weniger zum Stöbern als zum gezielten Kauf.

Zum Vergleichstest

  Buch.de – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 2,5  
  Internetauftritt 1,6   4-5  
  Service 3,8   1-5  
  Preise 3,0   3-0  
     
12. Oktober 2010

Schlagworte:

     
     
 
  1. Anja sagt:

    Guter Kundenservice bei buch.de weil es einen Avatar gibt? Daß ich nicht lache. Versucht mal, eine Reklamation an info[at]buch.de zu senden; die ignorieren Euch noch nichtmal.
    Eine so katastrophale Kundenbetreeuung wie bei buch.de habe ich noch nirgends erlebt.
    Wenn alles gut geht, dann habt Ihr Glück gehabt, aber wehe da ist irgendwo ein Wurm drin, dann schaut Ihr Eurem Geld hinterher.

 

     
     
   

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