Auto.Quoka.de im Test

Gebrauchtwagen per Kleinanzeige

 
  Auto.Quoka.de erhält im Test die Note Befriedigend (3,2)

Quoka ist kein spezialisierter Automobilmarktplatz, sondern einer der größten Kleinanzeigenmärkte im Netz. Dass es am Ende nur für den letzten Platz gereicht hat, liegt vor allem an der schlechtesten Usability im Test. Immerhin: Das eigene Auto kann man hier acht Wochen kostenlos inserieren.
 

Getestet von CMa

Quoka ist der verlängerte (Internet-) Arm der Kleinanzeigenverlage Quoka GmbH, Such&Find Offertenzeitung GmbH, Such&Find Kempen Verlags GmbH, Zweite Hand Verlags-GmbH und der Inserat Verlag GmbH. Die Macher haben dem Gebrauchtwagenbereich von Quoka und der KFZ-Suche viele der Suchfunktionen verpasst, die sich auch bei den anderen Teilnehmern finden. Abstriche muss man vor allem beim Komfort machen – aber auch bei der Leistung.

Quoka ist ein buntes Autoportal

Quokas Autosuche erreicht man entweder direkt über die URL autos.quoka.de oder man klickt sich über die Quoka-Startseite bis zur Kategorie Automarkt durch. Der erste optische Eindruck: bunt, bunt, bunt! Alle Farben dieser Welt sind bei Quoka verbaut. Überdies macht die Site einen wenig harmonischen Eindruck: Zahlreiche Kästchen und Werbebanner – auch für eher zweifelhafte Webservices – zerschießen die Startseite. Gewinnspiele und Google-Anzeigen, die sich teilweise sogar als interne Links tarnen, machen die Website unruhig. Es ist schon ziemlich schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und die Suchergebnisse von der Werbung zu unterscheiden. Klar: Wer kostenlose Anzeigen anbietet, muss sich irgendwie refinanzieren. Aber muss dann die Übersicht dermaßen verloren gehen?

Gut: ausführliche Hilfsfunktionen für die Suche nach Gebrauchtwagen

Die Navigation erfolgt fast ausschließlich über die Kategorien-Links auf der Startseite. Quoka verwendet gleich zwei horizontale Navigationsleiten, die überdies ein vollkommen unterschiedliches Design aufweisen. Die oberste bietet den Zugang zur sehr kurz geratenen FAQ-Liste und einem Nutzerforum. Gut: Eine eigenständige Hilfe-Sektion gibt es auch, die beispielsweise über den Foto- und Videoupload und die unterschiedlichen Anzeigentypen informiert. Die Hauptnavigation besteht aus drei Links: Hier kann man Kleinanzeigen suchen, selbst inserieren und den Mitgliedsbereich „Mein Quoka” aufsuchen. Wer Kontakt mit Quoka aufnehmen will, dem bieten sich drei Möglichkeiten, die allerdings gut in der Info-Sektion versteckt sind: Fax, E-Mail und Telefon. Die telefonische Auskunft schlägt bei technischen Fragen mit 0,72 Euro pro Minute zu Buche. Wer Anzeigen aufgeben will, kommt mit 0,14 Euro pro Minute erheblich billiger davon.

Die Autosuchmaschine ist gut versteckt

Direkt auf der Startseite bietet Quoka keine Suche an. Intuitiv klickt der Besucher auf den Link „Autos nach Marken”. Ab hier hangelt er sich von Link zu Link, um seinen Suchwunsch möglichst passgenau zu formulieren. Das geht auch einfacher: per „Autosuchmaschine”, die unverständlicherweise als fünfter Menüpunkt zwischen „Autoteile” und „Reifensuchmaschine” auftaucht. Ein solch zentrales Suchtool gehört eigentlich ganz nach oben oder sollte sogar eine exponierte Stellung erhalten.

Zu wenig Filtermöglichkeiten: Schwierige Gebrauchtwagensuche

Bei den Suchergebnissen nach bestimmten Fahrzeugen landete Quoka auf dem letzten Platz, nicht aber bei den regionalen Angeboten. Vor allem in Ballungsräumen wie Berlin ist die Auswahl an gebrauchten Autos gut. Die Filtermöglichkeiten der Suchergebnisse sind es nicht. Weder lassen sich Neu- und Gebrauchtwagen selektieren, noch kann man die Suche anhand der Sonderausstattung oder von Sicherheitsmerkmalen strukturieren. Auf der Vermisstenliste für die Sortierfunktionen stehen außerdem: Suche nach Erstzulassungsdatum, Im- und Exportfahrzeugen, Kraftstoff, Getriebe, Schadstoffklasse, Garantiesiegeln, Anzahl der Türen und Sitzplätze. In der Praxis bedeutet das: Wer einen Diesel mit Automatikgetriebe nicht unter Euro 4-Norm sucht, muss mühsam alle Anzeigen manuell durchgehen. Zwar gibt es eine Freitextsuche, deren Trefferquote konnte aber nicht überzeugen. Auch die Suche nach dem Fahrzeugtyp ist lediglich als Freitext-Suchfeld definiert. Man sollte deshalb genau wissen, was man will, wenn man sich mit Quoka auf Gebrauchtwagen-Pirsch begibt.

Suchliste ohne Vergleichsmöglichkeit

Alle Suchanfragen lassen sich im sogenannten Notizbuch speichern. Das geht dank „Cookie” sogar ohne Registrierung für bis zu 14 Tage. Eine Vergleichsfunktion für die Fahrzeuge im Notizbuch gibt es hingegen nicht. Updates für die eigene Suche ermöglicht Quoka entweder per Mail oder mithilfe des Live-Agenten, der im Hintergrund kontinuierlich nach passenden Angeboten fahndet und Alarm schlägt, wenn er fündig wird.

Auto verkaufen: Solide, aber ohne viele Komfortfunktionen

Das eigene Inserat ist bei Quoka kostenlos. Allerdings versuchen die Betreiber mit Zusatzoptionen Geld zu verdienen. Dazu gehört beispielsweise der „Push-Service”, der die Anzeige in regelmäßigen Abständen in der Ergebnisliste wieder ganz nach oben bringt. Außerdem bietet das Portal direkt im Anschluss an das Inserat die Möglichkeit, den gleichen Text auch in den Anzeigenblättern der Verlage zu veröffentlichen. Die Anzeigenaufgabe läuft in drei Schritten ab. Per Fahrzeugschein geht das nicht:  Die Eingabe der Fahrzeugdaten muss von Hand erfolgen. Quoka bietet dafür ein sehr langes Formular, das kaum Eingabehilfen für den Besucher parat hält. Allerdings können die Anzeigen auch als Freitext eingegeben werden. Das sollte man sich allerdings zweimal überlegen, weil die Auffindbarkeit der eigenen Anzeige bei diesem Vorgehen stark beeinträchtigt wird.

Die Anzeige bleibt acht Wochen online

Medien motzen jede Anzeige auf: Insgesamt können acht Fotos und ein Video eingefügt werden. Bei Quoka erfährt man nicht, an welchem Punkt das Inserat online gestellt wird. Im Test war es bereits veröffentlich und erst danach konnten verschiedene Zusatzoptionen ausgewählt werden. Transparenz geht anders. Der Datenversand war nicht verschlüsselt, aber das ist bei fast allen anderen Testteilnehmern genauso. Die Anzeige kann acht Wochen lang aufgerufen werden.

Zum Vergleichstest

  Auto.Quoka.de – Testbericht  
       
     
  Gesamtnote 3,2  
  Internetauftritt 1,3   4-5  
  Usability 4,5   0-5  
  Preis/Leistung 2,7   3-0  
     

 

29. Juni 2010

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